Ist Schizophrenie heilbar?

Ja, etwa ein Drittel der Betroffenen kann mit einer vollständigen Heilung rechnen. Gelingt keine komplette Heilung, also kein dauerhaftes Verschwinden der Symptomatik, kann die Schizophrenie durch die Behandlung zumindest oft erheblich gebessert werden.

Grundsätzlich gilt: Je früher die Therapie einsetzt, desto besser.

Weitere günstige Faktoren für eine Heilung:

  • Leben in fester Beziehung
  • viel Kontakt zu anderen Menschen (Familie, Freunde, Freizeitaktivitäten)
  • hoher Bildungsstand
  • ein sehr plötzlicher Beginn der Erkrankung
  • unauffällige Persönlichkeit vor Beginn der Erkrankung
  • ein sehr klar erkennbarer Auslöser der schizophrenen Symptomatik
  • frühzeitig beginnende und konsequente medikamentöse Behandlung
  • statistisch etwas bessere Heilungschancen bei Frauen

Spontanheilungen kommen am häufigsten in den ersten beiden Erkrankungsjahren vor. Aber auch danach sind sie noch möglich.

Schizophrenie - Mauer

Der Begriff "Heilung" ist natürlich auch relativ. Bei vielen Menschen mit Schizophrenie verschwindet die Erkrankung zwar nicht komplett, kommt aber teilweise jahrelang zum Stillstand. Ärzte nennen das Remission. Allerdings haben nicht wenige von den Remissions-Patienten dann unter der sogenannten Negativ-Symptomatik zu leiden (depressive Stimmungslage, sozialer Rückzug, Persönlichkeitsveränderungen). Auch hier aber gibt es viele Varianten, diese Beschwerden können auch fehlen oder zumindest sehr milde ausfallen.

Lesen Sie dazu auch:
Wie häufig kommt es nach einer ersten Episode der Schizophrenie zu einem Rückfall?

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (45)
Stimmen verändern sich
45 Samstag, den 30. Dezember 2017 um 10:17 Uhr
Hartwig
Hallo!
Ich höre seit 1 Jahr Stimmen. Seit ich Olanzapin nehme, haben sich die Stimmen zu Geräuschen verändert und sind nicht mehr dauernd da. Hat diese Erfahrung auch schon jemand gemacht? Gehen die Stimmen/Geräusche ganz weg? Und, wie lange dauert es, bis sie weg sind?
An Christine
44 Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 07:20 Uhr
Annette
Hallo Christine,
Stimmen hören aus spiritueller Sicht und Stimmen hören aus psychiatrischer Sicht sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich selbst bin Medium und mein Sohn ist gerade in der Abklärung einer Schizophrenie. Und eine Psychose und Schizophrenie hat nichts, aber auch gar nichts mit Spiritualität zu tun. Das ist eine Störung der Neurotransmitter im Gehirn oder hat eine organische Ursache. Und als Medium sollte man NIEMALS jemand mit einer Psychose, Schizophrenie oder ähnlichem behandeln. Wer das trotzdem tut, ist ein Scharlatan und kann jemanden, der sich in einer Remission befindet, in eine erneute Psychose führen. Auch weil man den Patienten mit dem Thema bedient. Und vor allem sind psychotische Menschen nicht reflektiert genug, um zu erkennen, was da gerade abläuft. Also einfach mal die Finger weglassen. Man kann natürlich homöopathisch ERGÄNZEND arbeiten. Aber hört auf, die Leute zu solchen Medien zu schicken, die sich mit Psychosen nicht auskennen. Der Schuss kann nach hinten losgehen und man kann die Menschen auch in den Selbstmord treiben. Also: FINGER WEG! Die Medizin hat schon ihre Berechtigung.
Ich mache gerade eine Zusatzausbildung als Psychotherapeutin, um solchen Menschen auch helfen zu können und nicht mit spirituellen Techniken arbeiten zu müssen, weil es gefährlich ist!!!!!!!!!! Vor meiner Ausbildung war mir das SO auch nicht bewusst. Aber ich habe gelernt, dass man da wahnsinnig aufpassen muss.
Mein Sohn ist jetzt 15 und ich bin seit 2 Tagen mit seiner Symptomatik vertraut, weil er sich mir anvertraut hat. Und Gott sei Dank habe ich meine Psychotherapie-Ausbildung fast fertig, so dass ich sofort erkannt habe, was hier los ist. Ich habe gerade einfach nur Angst einer Mutter und hoffe, dass ich meinem Schatz helfen kann.
Alles liebe
Heilung durch systemische Selbstintegration
43 Montag, den 09. Oktober 2017 um 16:21 Uhr
Jupp
Als Betroffener der Schizophrenie kann ich allen Erkrankten nur eines empfehlen: www.e-r-langlotz.de
Diese unglaublich fantastische Methode hat mir das Leben gerettet!!!
Heilung
42 Samstag, den 30. September 2017 um 21:08 Uhr
Agi
Ich bin Betroffene und seit drei Jahren psychosefrei. Ich nehme nur eine mini Dosis ein: 200mg Amisulprid. Ich konnte mein Studium beenden, bin aber berentet auf Lebenszeit.
Was bedeutet Heilung? Dass man stabil ist oder wieder arbeiten gehen kann? Ich jedenfalls habe ein gutes soziales Umfeld und einen Freund. Niemand drückt mir ein Stigma auf. Die Ämter sind nur nervig. Ich arbeite nun an meiner Arbeitsfähigkeit, da ich mit meinem Schwerbehindertenausweis im öffentlichen Dienst halbtags arbeiten möchte.
Mein Arzt meint, ich habe eine gute Prognose. Ich könnte in circa drei Jahren meine Medikamente absetzen, aber will ich das riskieren? Ich habe mir vorgenommen nie wieder in die Klinik zu gehen. Es gibt ein normales Leben mit der Diagnose.
Schizophrenie
41 Dienstag, den 05. September 2017 um 16:03 Uhr
sigrid von Trzebiatowski
Schizophrenie kann nicht geheilt werden. Mein erster Ehemann erkrankte nach seinem Studium der theoretischen Physik mit 36 Jahren an einer Schizophrenie. Leider hatten wir bereits eine Tochter und ich habe mich sofort sterilisieren lassen. ich erkannte zu spät, dass sein Vater und auch seine sieben Geschwister an einer Schizophrenie erkrankten. Die Mutter war immer gesund.
Elektro- und Insulinschock werden immer noch durchgeführt. Ich stehe auf der Seite Albert Einsteins, er wünschte seinem Sohn Eduart einen frühen Tod. Ein durchaus liebevoller Gedanke.
Beste Grüße
Fragen
40 Mittwoch, den 23. August 2017 um 18:45 Uhr
Dani
Ich habe keine Positiv-Symptomatik, aufgrund von Abilify glaube ich, mache regelmäßig Sport, nehme ein Antidepressivum. Wohne seit 7 Monaten (Beginn der Cannabis-Psychose) wieder bei meinen Eltern, habe viel Kontakt zu meiner Verwandtschaft. Nehme zusätzlich Omacor, Vitamin b complex, panax Ginseng, Brahmi, Ginkgo und Curcuma.
Ich habe Probleme mit der Minus-Symptomatik: komische Träume, bin oft wach und unruhig in der Nacht (gehe früh ins Bett, stehe spät auf), habe Konzentrationsprobleme, alles wird immer gleich anstrengend, und Interessen habe ich auch fast keine mehr....etc. Außerdem denke ich ständig an Schizophrenie und nie wieder was genießen können. Ich kiffe und rauche nicht mehr und betreibe regelmäßig Sport oder gehe wandern, wenn ich mich dazu aufraffen kann, weil so fehlt mir die Energie.
Ich werde jetzt noch eine Psychotherapie beginnen und meine Fragen sind halt: Was kann ich sonst noch so machen, damit die Dinge wie (Lustlosigkeit, nicht früh aus dem Bett kommen, weil so kaputt....) wieder besser werden?
7 Monate sind keine Behandlungszeit, hat es geheißen, und naja, es ist denn eine Behandlungszeit, wann kann ich davon ausgehen, dass es besser wird und ich wieder studieren kann?
PS: Ich nehme 15mg Abilify und 100mg Sertralin, vor ca. einem Monat nahm ich Rispadal 4mg, dann wurde ich umgestellt....
Wann ist mit Besserung zu rechnen und wie stehen die Heilungschancen und wie stehen meine Chancen, dass ich wieder studieren kann oder arbeiten kann und wann?
Forschung
39 Sonntag, den 13. August 2017 um 19:05 Uhr
heilbar
Schizophrenie kann mehrere Ursachen haben: social defeat, Reifestörung der Neuronen im Thalamus (kann mit Micro-RNA behandelt werden), Hirnhautentzündung (Penicellin), traumatische Kindheitserfahrungen (kann im Blut nachgewiesen und mit Krebsmedikamenten behandelt werden). Die DANN-Expression ist bei einigen Genen blockiert. Warum werden alle Ursachen immer noch mit Neuroleptika behandelt, obwohl es inzwischen aufgrund von neuen Ergebnissen bessere Behandlungsmöglichkeiten geben dürfte?
Studien
38 Sonntag, den 13. August 2017 um 13:19 Uhr
heilbar
Zu wenige Dopaminrezeptoren im Gehörthalamus. Jetzt fehlt nur noch die Lösung, das Wachstum dieser Neuronen zu stimulieren. Nur leider interessiert das die meisten Ärzte nicht. Ich würde nur noch zu Ärzten mit Doktortitel gehen, die dürfen ja forschen.
Nicht heilbar aber gut behandelbar
37 Sonntag, den 13. August 2017 um 12:22 Uhr
Claus-Peter
Meine Ehefrau ist seit vielen Jahren betroffen. Sie selbst erkennt die Erkrankung nicht. Die Erkrankung war 8 und 2 Jahre ohne Befund. Musste auch in dieser Zeit keine Medikamente einnehmen. Jetzt hatte sie wieder nach 2 Jahren einen Rückfall, der mit neuen Medikamenten gut eingestellt wurde. Die Medikation wurde auf ein absolutes Minimum im Krankenhaus in Gera reduziert.
Behandlung
36 Montag, den 24. Juli 2017 um 15:48 Uhr
unheilbar
Nein, es ist nicht heilbar, egal was dort oben steht. Aus Erfahrung sage ich, die ganzen ach so gut gemeinten Therapien sind ohne Medikamente wirkungslos. Die Medikamente werden völlig unkritisch von den meisten Ärzten in Überdosen verschrieben, sodass der Kranke nicht mehr compliant ist und auch nicht mehr wird. Die meisten Ärzte bagatellisieren die Nebenwirkungen. Wenn man sie nimmt, wird man wie ein Idiot behandelt.
In den Krankenhäusern werden Patienten mit Drohungen und Gewalt genötigt, alles zu schlucken, was ihnen reingedrückt wird, nur damit dass inkompetente Personal auch in Ruhe auf Rente oder Feierabend hinarbeiten kann. Denen, den es am schlechtesten geht, die werden zusätzlich fertiggemacht. Das Personal macht sich regelmäßig lustig über störende Patienten. Ich bin der Meinung, dass zu viele sich an Krankheiten bereichern, ohne auch nur Ahnung von der Behandlung zu haben.
Heilung
35 Freitag, den 21. Juli 2017 um 00:16 Uhr
leo
Symptomfrei bedeutet eben nicht Heilung. Eine echte Integration der sich innerhalb der Psychose zeigenden Inhalte in die Gesamtpsyche ist dagegen tatsächlich ein Heilungsansatz. Nur wird man davon eben nicht symptomfrei, sondern lernt die "Symptome" kennen und versucht sie zu interpretieren.
Das Hirn ist nun mal kein Idiot und was Schizophrene erleben kein Blödsinn, nein, es hat Sinn, und kann dementsprechend auch verstanden werden.
Nun braucht aber ein Schizophrener, der seine Stimmen versteht und interpretieren kann, gar keine Heilung mehr. Die Stimmen verlieren dadurch ihre Macht, weil sie den Menschen nicht mehr in Panik versetzen können, und erst durch diese Angst und Panik wird der Schizophrene ja so scheinbar kopflos.
Hallo
34 Montag, den 03. Juli 2017 um 17:42 Uhr
The1.A.+-1.ready.1Lv.
Christoph, ich glaube an dich.
Jedenfalls finde ich Missverständnisse blöd.
Du bist toll.
Niemand ist perfekt, hm. Oder?!
Bin bei dir.
Unterschiede, können sehr schön sein.
Ablehnung: völlig normal - jedenfalls für mich.
Aber so doof.
Darüber denke ich: wir teilen einige Ängste.
P.S.: Bitte entschuldige mein 'Megaphon'. etcetera Gezetere.
Nie weiß ich, was ich wo sagen kann.
Das stört mich an mir.
Mir wird nicht besser, aber ich fühle mich selbstbewusst, mit genügend Ruhe.
Diese Unsicherheit ist maßgeblich blöd.
Aber nicht so schlimm, dass ich die Hoffnung verlieren könnte.
Alles Liebe.
Mitgefühl
33 Montag, den 03. Juli 2017 um 17:14 Uhr
Amsel
Eine enge Freundin von mir verstarb vor vielen Jahren an der Krankheit Schizophrenie, sie hieß Julia. Heute noch fällt es mir schwer, ihr Leid fassen zu können. Es muss grauenhaft sein. Allen Betroffenen gebührt mein tiefstes Mitfühlen. Um eine effektivere Heilungsmethode finden zu können, lohnt es sich, alles zu geben.
Vor allem, meiner Einschätzung nach, vorsichtiges Antasten und sensible Beobachtung der Betroffenen mit Patienten. Die Hoffnung, dass es mehr Verständnis für Betroffene gäbe, erlischt zuletzt.
Gruß und Kuss dein findiges.
Tochter krank
32 Freitag, den 26. Mai 2017 um 14:23 Uhr
Petra
Habe lange nicht gesehen, wie es um meine Tochter steht! Muss es aber akzeptieren.
Katarzyna
31 Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 16:03 Uhr
Alina
Ersteinmal kann ich dir als betroffene Mutter sagen, dass dein Sohn nichts für seine aggressiven Handlungen konnte. In der akuten Phase dieser Erkrankung wissen die Kranken nicht was sie tun. Die Erkrankung ist eine komplexe psychische Erkrankung mit Störungen im Gehirnstoffwechsel und damit in der Wahrnehmung, im Denken, im Verhalten, in den Gefühlen, in der Sprache, in der Bewegung und in den sozialen Beziehungen. Dein Lebenspartner und du sollten das bedenken, ihm deshalb vergeben.
Zum zweiten, wenn es sich tatsächlich um die Diagnose Schizophrenie (in der Regel wird nach der zweiten Erkrankung diese Diagnose gestellt) handelt, ist oftmals eine jahrelange bis lebenslange Einnahme der Psychopharmaka ein absolutes "Muss". Jedes Absetzen führt früher oder später zum neuen Rezidiv und damit zur Hirnschädigung. Da das Geschehen so komplex ist, sind auch noch Psychotherapie u.a. wichtig.
Es ist ein langer Weg, auf den du dich einstellen musst. Und deshalb ist es wichtig, dass du dich stärkst und ggf. in eine Behandlung gehst. Außerdem gibt es ein großes Netz von Angehörigenvereinen, die z.T. auch Angehörige schulen (in der zuständigen Klinik oder beim Hausarzt danach fragen, im Internet googeln). Diese Aufklärung über die Erkrankung nennt sich Psychoedukation. Die Psychoedukation wird in der Klinik sicher auch von Ärzten oder Psychologen bei deinem Sohn durchgeführt, nach einem Programm in die stationäre Behandlung eingeschlossen.
Man muss genau Bescheid wissen, weil man im Umgang mit seinem Kind viel falsch machen kann. Stress ist in der Regel ja der Auslösefaktor. Man kann zumindest bei genauem Bescheidwissen zu Hause den Stress begrenzen.
Es ist ganz und gar nicht einfach, auch nicht für die Angehörigen. Die Liebe zu unserem Kind kann uns da nur helfen. Ich denke, wenn du deinem Sohn klar machen kannst, dass du ihn liebst und ihm keine Vorwürfe machen wirst und immer für ihn da bist, egal was auch passiert, wird er dich vielleicht, wenn es ihm besser geht, auch wieder sehen wollen.
Alles Liebe und Gute für Euch!
Hilfe
30 Freitag, den 28. April 2017 um 19:40 Uhr
katarzyna
Danke Christine, für mich ist das sehr schwierig, mein Sohn ist jetzt in Straubing, ich darf ihn nicht sehen ohne seine Erlaubnis und er will nicht. Das tut mir sehr in meiner Seele weh, weil ich selber krank geworden bin seitdem. Er hat meinen Partner, wo ich seit 17 Jahren bin, brutal angegriffen, fast zu Tode geschlagen. Ich bin kaputt. Dann frage mich die ganze Zeit, wollte er ihn so brutal zurichten oder hat das mit dieser paranoiden Schizophrenie zu tun.
aus dem Nähkästchen
29 Mittwoch, den 19. April 2017 um 01:03 Uhr
Eronic
halli hallo,
so als Betroffener muss ich sagen, hatte ich riesig Glück, so im Nachhinein. Die erste Episode ging um die 1 1/2 Jahre und verlief relativ unerkannt. Ich hatte Halluzinationen, krasse Ängste, abstruseste Ideen, ein hohes bildliches Vorstellungsvermögen, aber auch sich aufdrängende Bilder, war sehr misstrauisch und konnte mich mit kaum jemandem mehr unterhalten. Ich lebe in einer Wg mit super Menschen, habe ein paar Freunde, habe mich aber während der Episode komplett zurückgezogen. 1 1/2 Jahre Isolation.
Naja, wie dem auch sei, bin wegen Depressionen in psychiatrische Behandlung gekommen und dort sind die Leute erstmals auf die Idee gekommen, dass meine Wahrnehmung, nun ja, gelinde gesagt etwas schräg ist. Diagnose Paranoide Schizophrenie bekommen, erstmal ein riesen Drama, aber habe mich damit arrangiert.
Bin jetzt seit 8 Monaten in medikamentöser Behandlung, die Nebenwirkungen haben sich nach ein paar Monaten fast komplett eingestellt, aus Erfahrung würde ich sagen, hört nicht wegen den Nebenwirkungen auf, die können wieder verschwinden. Meine Symptome sind größtenteils verschwunden. Hier und da sind noch die Nachwehen der verstörenden Erfahrungen, die ich während meiner Psychose gemacht habe, zu erkennen. Aber stetige Reflektion und Neubewertung helfen. Und das ist eigentlich auch schon mein Punkt, die Medikamente sind nicht halb so mies wie meine Groß- und Kleinschreibung am Rechner, und ich denke, viele der Defizite, die durch die Krankheit entstehen, kann man kompensieren oder seine Fähigkeiten trainieren.
Das Hirn ist plastisch und kann sich weiter entwickeln. Für einige meiner Schwächen habe ich auch noch nichts Geeignetes gefunden. Was mir auf jeden Fall geholfen hat, war mein Umfeld, die Fähigkeit, die Strukturen meiner Psychose zu erkennen, eine Neubewertung der Eindrücke, die Medikamente und Hobbys, zu lernen, die Welt zu genießen, und auf Sachen, die sich gerade nicht ändern lassen, solange n fuck zu geben, bis ich eine Lösung gefunden habe. Gerade bin ich am Informatik studieren, habe Freunde, habe Spaß und auch mal eine scheiß Woche mit Paranoia und Halluzinationen.
Bei mir ist der Verlauf wohl eher chronisch, ist zwar nervig, aber mehr auch nicht. Und in solchen nervigen Phasen nützt Einsicht darüber, dass man halt eine bestimmte Condition hat, die Struktur seiner Psychose zu kennen, um seine Wahrnehmung richtig einzuordnen. Tabletten, ein Haufen Tiefkühlpizza, wenn man zu faul ist zu kochen, und viel Schlaf. Mir zumindest. Ach, und Zeit.
Schizophrenie
28 Freitag, den 14. April 2017 um 20:36 Uhr
Massimo
Hallo.
Seit 25 Jahren leide ich an Schizophrenie. Ich nehme regelmäßig Geistesmedizin. Oft leide ich...
Ich kann aber versichern, dass man ein fast normales Leben führen kann. Bin seit 13 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder: 2 und 10.
Hofft immer, dass ihr gute und gefühlvolle Psychiater findet. Gebt nicht auf.
V. Massimo.
An Katarzyna
27 Sonntag, den 02. April 2017 um 10:22 Uhr
Christine
Liebe Katarzyna,
ich weiß nicht, wo du wohnst, aber es gibt viele Hilfen. Mein Sohn wird von einer homöopathisch arbeitenden Psychiaterin betreut und wir hoffen, die Medis irgendwann ganz absetzen zu können. Falls dein Sohn stimmen hört, es gibt das Netzwerk Stimmenhören e.V. (findest du im Internet), außerdem Dan Coleman, arbeitet mit Psychosekranken und Stimmenhörern sehr erfolgreich, seine Website findest du unter Dan Coleman bei google, dann gibt es noch ein Medium in Österreich, Maela B. Erbler, die Fremdenergien transformiert, welche auch oft für das Stimmenhören verantwortlich sind.
Mein Sohn hört seit 2 Jahren Stimmen, hat aber sonst keinerlei Symptome, aber die Stimmen machen ihm Angst. Er bekam natürlich die entsprechende Diagnose - ein Stigma, und hat von den Neuroleptika fast 40 kg zugenommen. Wir sind nun dabei, durch die verschiedenen oben genannten Hilfen zu versuchen, ganz von den Neuroleptika wegzukommen.
Gib nicht auf! Es gibt Hilfe. Liebe Grüße und alles Gute, Christine
Schizophrenie
26 Freitag, den 24. Februar 2017 um 14:02 Uhr
Petra
Ich bin Mutter eines Sohnes (29), der an einer Paranoiden Schizophrenie erkrankt ist. Die Diagnose wurde vor ca. 10 Jahren festgestellt und seit dem erlebe ich viele Up and Downs mit ihm. Es ist manchmal sehr schwierig und fast nicht mehr auszuhalten, mit dieser schweren Erkrankung umzugehen, und ich würde alles dafür tun, dass er ein gutes und ruhiges Leben führen könnte. Allerdings setzt er immer wieder die Medikamente ab, wenn er meint, es geht ihm nun (vermeintlich) besser, und dann folgt bald darauf die nächste Psychose und er muss wieder in die Klinik.
Es ist für ihn und auch für uns Eltern wichtig, nicht aufzugeben, und immer wieder nach neuen Wegen zu suchen. Momentan sind wir wieder näher an den Glauben (nicht die Intuition selbst) gekommen, der uns vielleicht mehr Kraft geben kann. Das tut meinen Sohn auch gut, vereint mit viel Liebe, Verständnis und Zuwendung, jedoch auch manchmal mit klaren Worten, wenn etwas wieder aus dem Ruder läuft.
Um die immer wieder entstehenden Konflikte besser in die "Neutralität" und in den Griff zu bringen, bin ich nun daran, dass ihm ein Betreuer für verschiedene Angelegenheiten, wie Gespräche, Medikamenteneinnahme, Schrift- und Geldverkehr und Behördengänge an der Seite steht, und der ihn mit Klarheit unterstützt. Meine Aufgabe als Mutter bleibt nach wie vor bestehen, da ich für ihn immer da bin und ein offenes Ohr habe und unser Vertrauensverhältnis weiter durch Abgabe von "konfliktträchtigen Themen" eher bestehen bleibt, die ansonsten sehr viel Energie verbrauchen, die ich einfach nicht mehr nach all dieser sehr anstrengenden Zeit so zur Verfügung habe.
Sollte es meinem Sohn wieder besser gehen und er stabil werden und auch bleiben, gibt es die Möglichkeit, die Betreuung vorzeitig wieder aufzuheben, um ihm ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Katarzyna
25 Montag, den 13. Februar 2017 um 22:39 Uhr
Mimi
Hallo, ich bin eine Mutter, die einen kranken Sohn hat. Es ist nicht leicht, der Weg ist verdammt schwer, schwer als Mutter zuzusehen, wie dein Kind hilflos ist. Du brauchst Geduld. Gib deinen Sohn niemals auf, egal was er tut, sagt. Seit 8 Jahren mache ich das mit und sage jedesmal, ich bin am Ende meiner Kräfte, doch dann raffe ich mich wieder auf. Wenn man meint, es geht voran, ihm gehts besser, dann kommt ein Rückschlag.
Psychose
24 Dienstag, den 10. Januar 2017 um 12:06 Uhr
mp85
Hallo zusammen. Ich bin m 31 Jahre alt und gelte seit 2005 als psychisch krank - Diagnose "paranoide Schizophrenie". Seit fast 4 Monaten bin ich jetzt schon medikamentenfrei und fühle mich wesentlich besser als mit Medikamenten. Ich weiß, dass 4 Monate nicht viel ist, aber ich bin sehr sehr sehr optimistisch, dass es ausgeheilt ist. Die letzte akute Phase ist auch schon gut 5 Jahre her.
Als ursprünglichen Auslöser meiner Erkrankung könnte man Depressionen kombiniert mit exzessivem Alkoholkonsum ansehen. Da ich auch seit 5 Jahren keinen Tropfen mehr angerührt habe - ganz ohne Entzug oder so - und dies auch beizubehalten gedenke, vermute ich über das Schlimmste hinweg zu sein. Man kann natürlich niemals nie sagen, aber ich bin sehr zuversichtlich. Die Sache mit dem Stigma, das die Gesellschaft einem wegen der Erkrankung verpasst, ist meines Erachtens das Schlimmste an der ganzen Sache ...und auch der letzte miese Rest, der davon noch an mir haftet.
Trotzdem wünsche ich allen Betroffenen an dieser Stelle alles alles Gute! Bleibt stark, lasst euch nicht unterkriegen und macht das Bestmögliche aus Eurer Situation. Man kann es schaffen...
Hilfe,
23 Sonntag, den 08. Januar 2017 um 17:48 Uhr
katarzyna
Hallo zusammen, kann mir bitte jemand schreiben, am besten eine Mutter, die das gleiche Schicksal wie ich hat. Mein einziger Sohn ist krank, Schizophrenie. Bitte kann mir jemand helfen, ich bin ganz allein mit diesem Thema, danke
Resozialisierung
22 Freitag, den 02. Dezember 2016 um 00:08 Uhr
...
- leben in fester Beziehung = Motivation sich zusamenzureißen
- viel Kontakt zu anderen ist nicht möglich wegen den Medikamenten und dem Stigma
- hoher Bildungsstand eher auch nicht, weil man weiß, dass es nicht heilbar ist
- unauffällige Persönlichkeit macht ja keinen Ärger
- früher Behandlungsbeginn hat mir nicht geholfen
- medikamentöse Behandlung, ich glaube eher, die wollten mich fertig machen aus Angst, ich würde Körperverletzung begehen, nun ist es Unterlassung und die Unmöglichkeit, es bei mir von ihr behandeln zu lassen
- das passt eher ins Bild, wie ein Mensch sein soll, nicht wie er sein will....
Schizophrenie
21 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 17:46 Uhr
Christoph
Ich hoffe, dass so etwas möglich ist. Ich hatte eine schwere Geburt, war schon immer verhaltensauffällig, habe Epilepsie und ich hatte, das erste Mal mit Anfang 19 eine lebenszerstörende Psychose, ausgelöst durch Cannabis.
Ich bin sozial inkompetent, habe seit Jahren schnell wechselnde Freundschaften, mein Leben wurde mir vorgegeben, ich weiß nicht wer ich bin. Ich kann mich selbst nicht beurteilen, aber ich wurde schon immer wie ein Behinderter behandelt, es ist unwahrscheinlich erniedrigend, von allen so behandelt zu werden, wenn man selbst nicht bemerkt, was einem angetan wird, man denkt immer alle sind einem wohlgesonnen. Ich habe keine richtigen Freundschaften und die schizophrenen Episoden machen mir das Leben zur Hölle. Ich bekomme nichts auf die Reihe, kann nicht eigenständig denken.
Mein einziger Wunsch ist es normal leben zu können, eine Freundin zu haben, eine Familie zu gründen. Aber ich habe nichts, keine Erfahrungen, keine Bindungen, nichts. Ich habe meine Schulbildung, aber ich komme nicht voran.
Ich war heute das erste Mal nach 3 Jahren beim Psychologen.
Meine Mutter manipuliert mich oft und enthält mir die Wahrheit vor, zeigt mir, dass ich auch noch Gutes bewirken könnte, leben kann. Aber ich kann mich seit 1 Jahr zu nichts aufraffen. Ich hatte ein Mädchen kennengelernt, die mich wie so viele Frauen abgewiesen hat. Ich wusste gar nicht, wie ich mich ihr annähern konnte, ich habe so etwas ja nie gemacht, die anschließende schizophrene Episode hat mein Hirn wieder mal zermatscht.
Ich kann ehrlich gesagt nicht mehr. Die Psychologin hat mir gesagt, es könne Schizophrenie sein, so wie ich es schildere. Es ist so erniedrigend, so leben zu müssen. Schlimmer ist es belogen zu werden, man sei normal. Ich wurde immer wieder von Frauen abgewiesen. Ich muss wohl langsam einfach akzeptieren, dass ich behindert bin und das etwas mit mir nicht stimmt. Ich hoffe auf Heilung, mein Leben dreht sich nur noch um Krankheit und Negativität, ich kann nicht mehr..
Psychose
20 Samstag, den 03. September 2016 um 12:32 Uhr
Maria
Ich bin jetzt 26 und habe die Diagnose "paranoide Schizophrenie" und "mittelgradige Depression". Die erste Psychose hatte ich im Oktober 2010. Diese wurde durch Stress und einem großen Streit mit meiner Familie ausgelöst. Ich gebe jedoch weder ihnen, noch mir die Schuld. Denn es ist bekannt, dass man sowohl genetisch als auch durch die Lebensumstände die Krankheit bekommt und Stress im Leben gibt es oft.
Nach meiner ersten Psychose habe ich die Medikamente (Zyprexa VT und Abilify) immer wieder genommen, dann wieder nicht, und somit war das ein schreckliches Auf und Ab- für mich, meine Familie, meine Freunde und meinen Kopf und Körper. Das ging fünf Jahre so. Anfang 2015 wurde es dann sehr schlimm.. ich hörte ganz auf mit den Medis und bekam eine richtig heftige Psychose und bildete mir ein dass ich eine Göttin bin. Ich spazierte dadurch z.B. am Pannenstreifen auf die Autobahn oder fuh mit meinem Fahrrad über rote Ampeln weil ich überzeugt war, dass ich nicht sterben kann. Das war sehr gefährlich. Ich hatte jedoch einen Schutzengel.. anscheinend.
Das schlimmste war jedoch, dass ich Sex mit über 50 Männern während meiner Psychose hatte. Es begann ganz harmlos mit einem und der gab meine Nummer dann weiter.. zu dieser Zeit dachte ich, dass ich als Göttin nun mal alles machen konnte und dass diese Männer meine Freunde waren. Ich habe mich gottseidank weder mit Aids noch mit sonst einer Krankheit angesteckt, aber sie können sich vorstellen, was das mit einem Menschen.. einer jungen Frau macht. Die Männer waren teilweise sehr brutal und wollten nicht wahrhaben, dass ich nicht mehr will, als die Medis wieder anfingen zu wirken. Sie erpressten mich mit Videos, die sie aufgenommen hatten von mir. Doch ich ließ mich nicht erpressen und erzählte meiner Mutter und Schwester davon. Sie waren und sind mir eine große Stütze. Hiermit möchte ich allen Frauen und Männern Mut machen darüber zu reden, was ihnen zugestoßen ist und ich möchte auch klarstellen, dass Dinge, die während einer Psychose geschehen, nicht bewusst gemacht wurden.
Wenn ich heute auf die Straße gehe, habe ich immer Angst, jemandem von diesen Männern zu begegnen, aber ich vertraue auch auf mich, denn das ist das Einzige, an dem ich arbeiten kann - mein Selbstvertrauen. Die Vergangenheit kann ich nun mal nicht mehr ändern.
Jetzt nehme ich die Medis regelmäßig und arbeite in einer Firma, die Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen einstellt. Ich bin sehr froh darüber. Mein Traum wäre es zu studieren, doch ich weiß nicht, was die Zukunft für mich bereit hält und ob ich mit der Zeit belastbarer werde. Ich hoffe es ! :)
Nachteile bei der Arbeit
19 Donnerstag, den 18. August 2016 um 20:49 Uhr
Bine
Unsere Tochter bekam mit 21 das erste Mal diese Krankheit. Leider hat sie ihre Lehre im öffentlichen Dienst gemacht, als es ausbrach. Nach einem halben Jahr Behandlung im Krankenhaus und Tagesklinik hat sie ihre Lehre unter schweren Bedingungen weiter gemacht und sie auch zum Abschluss gebracht. Danach bekam sie einen befristeten Vertrag. Alle anderen Lehrlinge werden übernommen, aber sie ist mit ihrer Krankheit nicht tragbar Obwohl sie immer fleißig war und kaum gefehlt hat.
Seit 21/2 Jahren ist die Krankheit nicht mehr ausgebrochen, aber sie hat halt einen Stempel auf den Kopf. Und man gibt ihr keine Chance mehr. Sie ist jetzt auch sehr stabil. Wir wollen mit den Ärzten langsam die Tablettendosis reduzieren. Aber ich frage mich, wenn man von Anfang an ausgegrenzt wird, wie soll man dann gesund werden. Eigentlich hat sie gute Chancen zum gesund werden, aber man lässt sie nicht arbeiten.
Antihistaminika der 1. Generation
18 Samstag, den 13. August 2016 um 23:59 Uhr
vergessene medikamente
Sie kamen zeitgleich mit den Neuroleptika auf, wurden aber von ihnen verdrängt. Ich denke, aufgrund der gewollten Nebenwirkungen. Phromethazin wurde auch als Neuroleptikum verwendet. Ich finde es schade, dass die Antipsychotika nebenwirkungsärmeren Medikamenten mit gleicher Wirkung vorgezogen werden.
Vollremission
17 Freitag, den 29. Juli 2016 um 01:24 Uhr
heilung
Ich kenne niemanden, der durch Behandlung gesund geworden ist. Das schlimme ist nur, dass die Ärzte es den Patienten nicht sagen, um sie an der Stange zu halten. Ich finde es schlimm, dass man als Kranker noch angelogen wird, alles Geldmacherei.
Hallo atilla
16 Samstag, den 02. Juli 2016 um 10:15 Uhr
mahmut
Ich denke, ihr seid noch relativ jung, das beste, was ihm helfen würde, wäre ihm frühzeitig viel Verantwortung aufzutragen. Er soll heiraten, Kinder usw. All diese Verantwortungen, die er meistern muss, werden ihn ständig auf Trapp halten und verhindern, dass es schlimmer wird. Einen Arzt sollte er auch aufsuchen. Er braucht einen Sinn in seinem Leben und vielleicht auch öfter loben für Sachen, die er gut macht, aber nicht ausgrenzen, denn dann wird es fast unmöglich ihm zu helfen. Behandelt ihn weiterhin wie einen Mann.
frühzeitig beginnende und konsequente medikamentöse Behandlung
15 Sonntag, den 31. Januar 2016 um 18:35 Uhr
wirkungsweise nun ja
Ich kann dem nicht so richtig zustimmen. Wenn ich meine Neuronen dadurch blockiere und die Gliazellen gleich bleiben, kann ich sie nicht mehr absetzen, ohne wieder krank zu werden. Gibt es keine Alternativen, um komplett gesund zu werden? Die Birnen brennen hier zwar hell, aber bald durch.
Schizophrenie
14 Donnerstag, den 07. Januar 2016 um 19:35 Uhr
avella
mein Sohn hat mit ca. 18 Jahren eine Schizophrenie durch Drogen und Alkohol bekommen. Vielleicht ist die Krankheit auch erblich bedingt, er hat einen Onkel, der auch an Schizophrenie erkrankte.
Ich bin mit ihm zum Arzt und der sagte, der Sohn müsse in eine Klinik, da war er dann ca. 6 Monate und es ging ihm voll gut (durch die Medikamenteneinnahme), dass ich und die Familie gar nicht glauben konnten, dass er krank sein sollte. Im Laufe der Zeit ging es ihm oft nicht so gut, hatte auch die Meinung, er müsse keine Tabletten nehmen, denn er wäre nicht krank. Aber leider war und ist er krank.
Jetzt sind es 18 Jahre, dass mein Sohn an dieser Krankheit erkrankt ist und er voll der Einsiedler geworden ist. Er sagt, er braucht keine Freunde und es geht ihm gut und er ist glücklich, sagt er. Ich kann es bis heute immer noch nicht voll akzeptieren, dass er sich so kaputt macht. Die Medikamente, ok die braucht er, wenigstens nimmt er diese jetzt immer ein, aber er ist ein voller Kettenraucher geworden, er nimmt keine Drogen ein seit mindestens 15 Jahren, aber er raucht und raucht und raucht.
Ich verstehe nicht, wie man sich selbst so kaputt machen kann. Seine Ärztin sagt, dass viele Menschen, die an Schizophrenie leiden, sehr viel rauchen, das ist eine Beruhigung für sie. Mir tut es im Herzen weh, wenn ich das so sehe. Aber er hängt sehr an uns, der Familie, er hat nur uns (Eltern und zwei Schwestern) und er fragt immer, wenn er sie nicht sieht, wie es denen geht. Er ist nicht aggressiv oder zornig. Er will nur seine Ruhe haben und dass es uns gut geht. Er lebt alleine und ich gehe ab und an zu ihm in die Wohnung zum saubermachen, das freut ihn dann, dass seine Wohnung wieder aufgeräumt ist, aber alleine schafft er es einfach nicht.
Solange ich kann, werde ich ihm natürlich helfen. Im großen und ganzen kommt er sonst mit seinem Leben klar, wie auch immer.
Einverstanden - bis auf eines.
13 Mittwoch, den 25. November 2015 um 17:38 Uhr
Arianrhod
Ihre Liste der Faktoren für eine Heilung ist sehr vollständig, doch in einem Punkt muss ich widersprechen: Der Einsatz von Medikation ist mitnichten positiv für eine vollständige Heilung. Darüber gibt es Studien, die unter anderem in Kolumbien gemacht wurden, wo der Zugang zur neuroleptischen Behandlung nicht gegeben war. Nach längerer neuroleptischer Behandlung greifen diese neurotoxischen Stoffe so massiv in den Gehirnstoffwechsel ein, dass ein regelrechtes Funktionieren unmöglich gemacht wird. Auch da gibt es ganz neue Studien.
Schizophrenie
12 Samstag, den 26. September 2015 um 17:24 Uhr
anonym 1234
Eine gute Bekannte hat diese Krankheit schon ihr Leben lang, sie hat 2 Kinder, eine große Tochter und einen Sohn, sie möchte keine Medikamente nehmen und keine Hilfe annehmen.
Wie kann ich ihr helfen? Sie hat ihre Kinder verloren, weil sie nicht einsieht, dass sie krank ist. Ihre Tochter leidet sehr darunter und dies tut mir im Herzen weh. Was kann ich machen?
ist Schizophrenie heilbar?
11 Dienstag, den 06. Januar 2015 um 15:27 Uhr
paul
Aus eigener Erfahrung, das heisst meine Frau leidet wieder darunter.
Nach 16 Jahren ohne Medikamente ist sie im März 2014 durch einen Schock, ausgelöst durch meinen Autounfall, an dieser Krankheit wieder erkrankt. Ein halbes Jahr Klinikaufenthalt mit einer akuten Psychose machte das notwendig. Jetzt ist sie seit knapp 4 Monaten zu Hause. Das bedeutet, sie muss von 0 wieder aufgebaut werden. Im Moment kann sie gar nichts machen. Alles lastet auf meiner Person. Es ist sehr schwer das noch einmal, meist über Jahre durchzustehen. Wir werden es auch diesmal wieder schaffen. Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass diese Krankheit wieder auftreten könnte. Sie war eine Frau mitten im Leben.
Erkrankung auf Verdacht
10 Mittwoch, den 17. September 2014 um 08:50 Uhr
Peter
hab den Verdacht in meiner Krankenakte stehen und lasse die Diagnose jetzt gegenprüfen.

So oder so, das Leben geht weiter. Mit oder ohne die Krankheit. Bin froh, dass ich diese Episode hatte, sie hat vieles in meinem Leben in eine neue Bahn gelenkt.

Euch allen, denen es damit nicht so gut geht, wünsche ich auch viel Mut und Kraft das Beste aus dieser Erkrankung raus zu holen.
schitzophrenie
9 Freitag, den 05. September 2014 um 08:22 Uhr
Oliver Hill
Hallo ich leide schon seit ungefähr 15 Jahren an einer Schizophrenie. Ich nehme schon mehrere Jahre Medikamente dagegen ein. Manchmal tretten Symtome auf und manchmal nicht. Was kann man tun dagegen, dass keine Symtome auftreten?
Schizophrenie meines besten Freundes
8 Sonntag, den 01. Juni 2014 um 18:35 Uhr
Büker Atilla
Hallo zusammen;

Mein bester Freund leidet an Schizophrenie. Er macht Sache, die ich bei ihm so nie gesehen habe. Er wird aggressiv und handgreiflich zu seiner Familie.
Er hantiert mit Feuer und labert irgenwelchen Stuss.
Wie können wir ihm helfen? Wir wohnen in Lindau am Bodennsee.
Über jeden guten Tipp würde ich mich super gerne freuen.
zum Arzt
7 Montag, den 19. Mai 2014 um 07:22 Uhr
Nav-Redaktion
Hallo Halil,

bitte suche in jedem Fall einen Arzt auf und lasse Dir helfen. Aus einer depressiven Stimmung kommt man ohne Hilfe sehr viel schwerer raus als mit Hilfe. Außerdem kann man dann vielleicht feststellen, was die Ursache ist.

Alles Gute
Dein Redaktionsteam
psüchoarter
6 Donnerstag, den 08. Mai 2014 um 00:36 Uhr
halil
Ich brauche dringend Hilfe, ich bin immer depressiv drauf und habe eine Persönlichkeitsstörung. .
....
5 Mittwoch, den 08. Januar 2014 um 16:42 Uhr
tom
was für idiotische Kommentare ihr da mit eurem Jesus habt....
Gerd, das ist ein Anzeichen von Schizophrenie, durch Medikamente gehen die Stimmen weg. lass dich von deinem Hausarzt beraten.
Jesus Christus
4 Mittwoch, den 06. November 2013 um 19:31 Uhr
Jesus Christus
... denn Du sollst keine anderen Stimmen haben neben mir!
Stimmen hören
3 Montag, den 23. September 2013 um 21:06 Uhr
Patty
Bete doch einfach zu Jesus Christus.
Er kann dich heilen.
Gruß Patty
krankheit
2 Donnerstag, den 29. August 2013 um 11:01 Uhr
gerd
ich heiße gerd und bin mit einer krankheit konfrontiert, die kann man nicht kontrollieren. höre ständig stimmen. kann man die stimmen nicht wegmachen und was für medikamente helfen dagegen?
Diagnose F 20.0
1 Samstag, den 23. Februar 2013 um 20:21 Uhr
kumar
Bei mir wurde 2006 eine F 20.0 diagnostiziert (Navigator-Redaktion: das ist das Kürzel für eine Schizophrenie mit Paranoia).
Seit 2009 habe ich auch ohne Medikamente keine Symtome. Nach der ICD-10-Klassifizierung kann trotzdem die Diagnose f 20.0 gestellt werden.
Anzeigen