Was besagt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell?
Da es keine einheitliche, allgemein gültige Erklärung zur Entstehung der Schizophrenie gibt und mehrere Faktoren eine Rolle zu spielen scheinen, wurde das „Vulnerabilitäts-Stress-Modell“ entwickelt. Es bedeutet in Kurzform, dass bei einigen Menschen "Schizophrenie-empfindliche" Vorbedingungen vorhanden sind und dann emotionale Belastungssituationen eine Schizophrenie auslösen können.
So können Menschen mit einer erblich bedingten Neigung zur Schizophrenie und anderen Risikofaktoren auf Stress-Situationen, wie sie das Leben und die Entwicklung ganz natürlich mitbringen, besonders empfindlich reagieren. Stress-Situationen können besonders in Entwicklungsphasen wie der Pubertät, im jungen Erwachsenalter oder in der Schwangerschaft entstehen. Dazu gehören Verliebtsein, Trennungen, Schulabschlüsse, Auseinandersetzungen im Elternhaus, Umzüge, Heirat, Todesfälle u.v.m.
Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell sagt somit, dass das Zusammenspiel von Risikofaktoren und Stress für die Entstehung der Schizophrenie ursächlich ist.
