Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?

Angehörige und Freunde können an der Krankheit selbst vielleicht wenig ändern, doch können sie den Betroffenen unterstützend zur Seite stehen. Sie können z.B. aufmerksam beobachten, ob sich die Krankheit möglicherweise verschlechtert und dafür sorgen, dass die Betroffenen schnell Hilfe erhalten.

Falsche Antwort: "Das bildest Du Dir nur ein"

Wichtig ist vor allem, den möglicherweise merkwürdigen Verhaltensweisen und Gedanken tolerant und mit Verständnis zu begegnen. Das mag schwierig sein, aber es macht wenig Sinn, zu versuchen, irgendetwas auszureden. Wenn Menschen mit einer Schizophrenie vor Dingen Angst haben, die gar nicht existieren, oder wenn sie Stimmen hören, dann sind Sätze wie "Aber da ist doch gar nichts, das bildest Du Dir nur ein", fehl am Platz. Denn die Betroffenen hören diese Stimmen ja tatsächlich, auch wenn sie für ihre Umgebung nicht existieren.

Schizophrenie - Mann

Das heißt natürlich nicht, dass Sie solche Gedanken noch durch Bestätigung verstärken sollten. Versuchen Sie vor allem, da zu sein und zuzuhören, die Gedanken und Sorgen also neutral aufzunehmen. Wenn es die Situation erfordert (bedrohliche Entwicklung, stark zugenommene Ängste, akute Krise), sollten Sie zum Arztbesuch raten oder, wenn das nicht gelingt, professionelle Hilfe ins Haus holen.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (39)
Olanzapin
39 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:18 Uhr
Christine
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Neuroleptika. Manche Menschen haben Gewichtszunahme, andere nicht. Man muss es ausprobieren, wie man sie verträgt. Es heisst, Olanzapin soll dick machen, allerdings hat mein Sohn nicht zugenommen.
Wer kennt Risperidon und Olazapin?
38 Donnerstag, den 12. April 2018 um 10:25 Uhr
Bernd
Wer kennt Risperidon und Olanzapin? Machen sie dick? Und wenn ja, wie stark? Gibt es Neuroleptika, bei denen man nicht so extrem zunimmt?
Für Bernd
37 Mittwoch, den 04. April 2018 um 06:33 Uhr
Christine
Das sind ja gute Nachrichten!
Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass Sie beide wieder zueinander finden und Ihr Sohn zukünftige Hilfen in Anspruch nimmt.
Alles Gute!
Sandro wurde gefunden
36 Mittwoch, den 28. März 2018 um 14:02 Uhr
Bernd
Heute früh wurde mein Sohn Sandro verwahrlost in einen Park in Regensburg gefunden - von Polizisten, denen man sehr dankbar sein muss. Denn sie konnten ihn überreden, sich freiwillig in eine Psychiatrie fahren zu lassen. Ich hoffe, dass nun alles gut wird.
Für Christine
35 Donnerstag, den 22. März 2018 um 09:16 Uhr
Bernd
Hallo Christine,
bei meinem Sohn beschloss das Gericht damals (2012) noch die Zwangsbehandlung für kurze Zeit.
Und vielleicht erhielt er gleich am Anfang so einige Spritzen. Als ich 4 Tage später in der Klinik war, wollte mich mein Sohn leider nicht sehen und ließ mich aus dem Krankenzimmer verweisen. Es wurde mir aber berichtet, dass er anstandslos die Tabletten nahm.

Ich vermute, man wird auch zu dieser Methode zurückkehren.
Von Professor Dr. Andreas Heinz von der Charité Berlin und künftigem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich jetzt gelesen, dass er sagte: „Ich bin für Zwangstherapie. Ich finde, Menschen haben ein Recht darauf, dass wir sie aus ihrer Psychose holen.“ Danach könnten sie frei entscheiden, ob sie eine Therapie wollen. „In der Psychose haben sie diese Entscheidungsfreiheit nicht.“

Leider habe ich nur einen Link zu dieser mörderischen Geschichte gefunden:
https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article173639048/Eine-Krankheit-eine-Familie-und-ein-Mord.html
Antwort für Bernd
34 Mittwoch, den 21. März 2018 um 21:40 Uhr
Christine
Hallo Bernd,
das hört sich alles soo schrecklich an, und ich kann nur mein Mitgefühl einer betroffenen Mutter an Sie senden. Ich weiß nicht wo Sie wohnen, aber bei mir gibt es (ich muss allerdings auch 45 Min. fahren) z.B. eine Gruppe, die sich APK (Angehörige psychisch Kranker) nennt.
Wir treffen uns einmal im Monat. Ich war heute wieder dort. Es hilft, wenn man mit Betroffenen reden kann. Bei uns sind immer ein Arzt sowie auch erfahrene Betroffene da. Und die haben oft einen Rat.
Soviel ich weiß, gibt es diese Gruppe in jeder Stadt. Man kann es im Internet herausfinden, wenn man APK und seinen Wohnort eingibt. Versuchen Sie es doch mal. Vielleicht weiß dort jemand Rat.
Ich weiß, was Sie durchmachen. Mein Sohn war auch schon zweimal verschollen. Einmal in Spanien, und letztes Jahr ist er in Kroatien in der Psychiatrie wieder aufgetaucht. Danach hat er sich bei uns gemeldet und wohnte dann 2 Wochen bei uns. Leider hat der Wahn überhand genommen, und wir riefen die Polizei. Seitdem ist er in der Klinik. Aber aufgrund unserer Gesetze kann er in der Klinik nicht gegen seinen Willen behandelt werden. Er wird entlassen werden - und die ganze "Kacke" geht von vorne los.
Für Christine
33 Mittwoch, den 21. März 2018 um 16:59 Uhr
Bernd
Hallo Christine,
von einem Diplom Sozialpädagogen,der als Betreuer vorgesehen war, und an den ich sämtliche Unterlagen meines Sohnes Sandro G. geschickt hatte, erhielt ich keine Antwort mehr. Er war sozusagen nur noch als eine nie antwortende Mailbox präsent. Der Betreuer hat das Recht, Auskunft an Angehörige zu verweigern. Zum anderen braucht er einen weggelaufenen Betreuten auch nicht als vermisst zu melden. Darüber wurde ich von der Justiz in Mainz belehrt (u.a. wegen des Datenschutzes).

Ein Berufsbetreuer, der nichts tat außer zu kassieren (Höchstbetrag)- sogar als mein Sohn geflüchtet war - wurde inkassomäßig abgebucht. Die Betreuung wurde aufgehoben, als das hohe Arbeitslosengeld 1 meines Sohnes zu Ende war. Das war nach über einem Jahr, nachdem er in seinem Wahn blitzartig und nur mit dem, was er auf dem Leib trug, aus Mainz geflüchtet war. (Der Betreuer war weder für Lohn und Konto noch für Vermögen zuständig).
Er wäre allerdings für die Wohnung zuständig gewesen. Was er nicht tat. Hier hätte ich bei der Kripo Anzeige erstatten müssen, was ich aber wegen Erfolgslosigkeit nicht gemacht habe. Aus dem von der Wohnungsgesellschaft gekündigten Apartement, weil mein Sohn nichts mehr überwiesen hatte, wurden deren Inhalt (u.a. wichtige Dokumente) gestohlen. Weil eine Symptom der Krankheit ist, dass er den Kontakt zu Angehörigen abbrach, hatte ich weder eine Vollmacht von ihm noch von diesem Betreuer. Somit wurde mir der Zutritt zur Wohnung verweigert. Ich war also umsonst nach Mainz gefahren, um noch vor der (kriminellen) Räumung etwas zu retten (u.a. Laptop, TV, Opel-Werksunterlagen, Facharbeiterbrief, Bargeld).

Ich gehe davon aus, dass die heutige Justiz meinen Sohn nicht noch einmal, wie 2012, rettet und ihm keine zweite Chance geben wird. Sie lässt solche Obdachlosen an ihren Psychosen (Erkrankung) krepieren, was bei diesen Kranken schnell gehen kann. Das heißt, es ist durchaus möglich, dass sie aus Scham dazu neigen, Suizid zu begehen.

Was Ihren Sohn betrifft: Er wird nicht ohne Tabletten aus der Psychose kommen. Nur so ist er zu retten. Die Krankheit ist chronisch und er wird vielleicht für immer Tabletten nehmen müssen. Das Problem ist nur solche Medikamente zu finden, die nicht dick machen.

Nachdem mein Sohn in Ansbach entlassen wurde, bekam er von der Uni-Psychiatrie Mainz nur Dickmacher. Lehrärzte (Assistenzärzte), bei denen man eher das Gefühl hatte, dass sie wenig Ahnung hatten, stattdessen aber wohl mehr in den Händen der Pharmavertreter waren.
Mein Sohn wurde aber dadurch wieder normal. Er arbeitete wieder, besuchte zu Ostern seine Mutter und nahm mit mir Kontakt auf - bis er glaubte, auf die Tabletten verzichten zu können. Danach hörte er erneut Stimmen.
Ungarn, Ägypten, Nürnberg - alles verloren! Er brach wieder jeden Kontakt ab, ging nach Süditalien, dann zurück nach Nürnberg, um nun seinen in Italien unterbrochenen Suizid zu beenden.
Antwort für Bernd
32 Montag, den 19. März 2018 um 12:03 Uhr
Christine
Hallo Bernd,
ich musste spontan weinen, als ich Ihren Bericht laß. Mein Sohn ist auch an Schizophrenie erkrankt (Bericht auf dieser Seite vor Ihnen) und hat ähnliche Krankheitszüge. Er will auch immer reisen. Bisher haben wir immer alles bezahlt, aber auf Dauer stürzt es alle Beteiligten in den Ruin.
Warum hat Ihr Sohn denn keine Betreuerin? Die könnte bei einer Vermisstenanzeige behilflich sein. Nimmt ihr Sohn denn nie Kontakt zu Ihnen auf?
Für mich habe ich mir schon überlegt, dass ich mit unserem Fall an die Öffentlichkeit gehe. Anders wird sich die Gesetzgebung nicht ändern.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft, und dass sich Ihr Sohn bald meldet und zur Einsicht kommt.
Wie kann ich eine Vermisstenanzeige aufgeben und jemandem zwangsweise helfen lassen?
31 Sonntag, den 18. März 2018 um 14:27 Uhr
Bernd
Als mein Sohn an paranoider Schizophrenie erkrankte, sorgte 2012 noch ein engagierter Richter dafür, dass er in eine Klinik kommt, um so einer Zwangseinweisung als von der Polizei vermuteter Obdachloser zu entgehen. Danach schien er geheilt und arbeitete wieder als Facharbeiter bei Opel. Nach 2 Jahren glaubte er auf die verordneten Tabletten verzichten zu können: Es kam der Rückfall!
Er verlor alles: Arbeit und Wohnung. In Nürnberg auf der Straße lebend und psychisch belastet, verlor er sein hohes Arbeitslosengelt 1 und verschenkte auch noch sein Smartphone. Trotzdem verweigerte die hier 2015 zuständige Richterin eine zwangsweise Einweisung in eine Klinik zur erneuten Untersuchung mit möglicher anschließender Therapie - so, wie es zuvor schon einmal stattgefunden hatte.
Als man schließlich einen Streetworker auf ihn angesetzt hatte, hat man ihn vermutlich verscheucht. Er verschwand.
Im Januar 2017 kam er in Süditalien zwangsweise in eine Psychiatrie. Dorthin war er gereist. Er konnte kein Italienisch, ernährte sich aus Müllkübeln und irrte dort auf diese Weise über ein Jahr umher. Er sprach mit niemandem. Bis zufällig eine Nonne seine Krankheit und den Suizid auf Raten erkannte und ihn zwangsweise einliefern ließ.
Nachdem man ihn in der Psychiatrie etwas mit Tabletten therapiert hatte, konnte man ihn – sozusagen als „hilflose“ Person – in einen Flieger setzen.
Vom Ankunftsterminal weg sollte er dann – auf Anregung der Botschaft in Rom sowie aufgrund eines übersetzten italienischen ärztlichen Attests – noch einmal zwangseingeliefert werden, was aber das zuständige Berliner Gericht ablehnte.
Eine – nur für einige Monate bestellte – Betreuerin (Anwältin) bestimmte den Sozialdienst des Frankfurter Flughafens (den es nur hier gäbe) und stellte meinen Sohn vor die Wahl: Klinik oder Obdachlosenunterkunft in Frankfurt. Er wählte das Obdachlosenheim, wohin er von einer Stewardess gebracht werden sollte. Also erhielt er einen S-Bahnfahrschein zu einer Obdachlosenunterkunft im Bahnhofsviertel. Aber, alles in allem war’s das dann auch für ihn. Nach 4 Wochen war er weg.
Im Dezember habe ich von einem Polizisten erfahren, dass er in Nürnberg in Bahnhofsnähe herumirre. Wieder beim Gericht. In Nürnberg. Das regte an, dass man ihn aus seiner Psychose herausholt. War jedoch vergeblich.
Ich vermute: Obwohl unserer heutigen Justiz bekannt ist, dass bei Obdachlosen, bei denen ein möglicher Suizid zum natürlichen Krankheitsverlauf gehören kann, sie nun aber durchaus den Tod zulässt, anstatt wie früher für eine notwendige Reha zu sorgen. Statt zu versuchen, diese Obdachlosen – auch unfreiwillig – aus ihrer Psychose zu holen, lässt man sie dagegen grausam verrecken. Denn die Lebenserwartung solcher Kranken ist in der Obdachlosigkeit sehr kurz. Besonders im kalten Deutschland.
Wie kann ich erreichen, dass man ihn unfreiwillig aus der Psychose holt? Es wäre vielleicht seine Rettung!
Möglicherweise hat er nun anonym Suizid begangen, denn er ist verschwunden.
Leider nimmt die Polizei keine Vermisstenanzeige auf. Vielleicht kann mir jemand sagen, wie man diese Anzeige für einen Obdachlosen stellen kann, damit mein Sohn nicht irgendwo als anonymer Toter begraben wird?
Psychose meines Sohnes
30 Mittwoch, den 14. März 2018 um 17:54 Uhr
Christine
Unser Sohn (27) leidet schon seit einigen Jahren an paranoider Schizophrenie. Er ist aktuell schon zum 4. Mal in der Klinik. Wir hatten einen vernünftigen Richter und auch begutachtenden Arzt. Auf Grund seines sehr aggressiven Verhaltens, wurde er für 1 Jahr in eine beschützende Einrichtung eingewiesen.
Wir hatten eine Einrichtung gefunden, die ihn ohne Medikamenteneinnahme aufgenommen hätte (unser Sohn ist ein strikter Medikamentenverweigerer).
Leider war er nur 1 Tag dort, danach wurde er wieder in die Klinik zurück geschickt. Er bekam dort einen derart aggressiven Anfall, dass sich alle Insassen und Betreuer vor ihm gefürchtet haben. Seither ist er in der Klinik. Und bisher wurde nirgends ein weiterer Platz ohne Medikamente gefunden. Die Einweisung läuft Anfang Juli d.J. aus. Aktuell hatte er in der Klinik einen Rückfall. Es geht ihm schlecht. Dank unserer Gesetzeslage sind aber allen die Hände zwecks einer Behandlung gebunden. Wir können alle nur zusehen. Aller Voraussicht nach wird er entlassen werden müssen, und wir als Eltern können nur zusehen, wie er allmählich zu Grunde geht!!
Vor dem Gesetz ist er erwachsen und hat das Recht selbst zu entscheiden, wie er leben will. Nur dass er überhaupt nicht in der Lage ist, seine Entscheidungen zu verantworten!!
Hilfe
29 Montag, den 05. März 2018 um 13:22 Uhr
Sandra Breiter
Ich hatte professionelle Hilfe im Haus. Aufgrund des PsychKG (Psychisch-Kranken-Gesetz) wurde mein Sohn mitgenommen. Gegen seinen Willen! Nach 3 Tagen war er aus der Psychiatrie wieder raus, weil ein anderer Richter das PsychKG in Frage stellte.
Nun irrt mein Sohn völlig verwirrt und Drogen konsumierend durch die Gegend.
Außer leeren Versprechungen habe ich als Mutter noch keinerlei Hilfestellung bekommen. Ich bin so ratlos und hilflos. Ich liebe meinen Sohn über alles, kann ihm aber nicht helfen! Aus Verzweiflung habe ich den Kontakt zu ihm abgebrochen. Um nicht daran zugrunde zu gehen, gehe ich nun den Weg des Verdrängens - jedoch, es kommt immer wieder hoch!!
Schizophren
28 Mittwoch, den 14. Februar 2018 um 18:16 Uhr
Tina
Meine Tochter ist 34 Jahre alt, und war wegen der Droge "Pep" (Speed) in einer Klinik. Dort hat man ihr Tabletten gegeben, die sie aber nicht nimmt. Sie hört Stimmen, hat Verfolgungswahn, schreit, weint und wird hochgradig agressiv, wenn sie einen Schub hat. Wer kann mir bzw. ihr helfen? In eine Klinik will sie nicht. Was kann ich machen?
Akuter Schub
27 Dienstag, den 30. Januar 2018 um 21:42 Uhr
tanja
Meine Schwester leidet unter Psychose und hat einen akuten Schub. Der Psychiatrische Dienst macht nichts; wimmelt mich sogar am Telefon ab. Ich müsse mich damit abfinden und mich schützen. Solange sie keine Gefahr für sich oder andere sei, könne man nichts tun. Soll das alles sein? Meine Schwester will das Land verlassen. Sie ist uns inzwischen schon zweimal abgehauen und kam erst nach Tagen wieder. Wir wissen nicht, wie wir sie zum Arzt bekommen sollen??? Wer weiß einen Rat?
immer wieder eine schwierige Situation
26 Freitag, den 24. November 2017 um 19:52 Uhr
Ella
Mein Sohn leidet an paranoider Schizophrenie. Er ist 34 Jahre alt. Nun hat er den 3. Schub erlebt. Vom sozialpsychiatrischen Dienst bin ich etwas enttäuscht. Dort wird voll darauf abgestellt, dass psychisch Kranke ihr Recht auf Behinderung ausleben können. Diese kranken Menschen verwahrlosen dann oder werden obdachlos. Es gebe das entsprechende Gesetz. Den Angehörigen hilft das ja nun überhaupt nicht weiter, manchmal komme ich mir als Mutter dann sehr hilflos vor.
Sorge um mein Kind
25 Montag, den 20. November 2017 um 14:50 Uhr
Andrea
Hallo,
meine Tochter ist drogenabhängig und hat jetzt eine sehr starke Psychose. Sie sitzt zur Zeit in der JVA, aber da bekommt sie keine Medikamente dafür. Was kann ich tun, wie kann ich ihr helfen. Sie müsste dringend und schnell in eine geschlossene Psychiatrie, aber keiner kann mir helfen.
Große Sorge um unseren Freund
24 Mittwoch, den 30. August 2017 um 09:37 Uhr
Corinna
Ein guter Freund unserer Gruppe leidet seit 2 Jahren an einer starken negativen Schizophrenie. Tabletten nimmt er schon lange keine mehr. Er hat sein Studium abgebrochen und auch seine Übergangs-Jobs schmeißt er einen nach dem anderen hin. Er meint, dass er der Auserwählte ist und jeder (ja die ganze Welt) es wüsste, aber keiner es ihm gönnt und es deshalb nicht zur Sprache kommt. Er hört Stimmen von Menschen und diese provozieren ihn oder machen sich über ihn lustig. Er möchte, dass das Ganze publik gemacht wird und versteht nicht, warum dies nicht schon lange passiert ist. Er kann mit Leuten kommunizieren, die gar nicht in Reichweite sind.
Schizophren
23 Dienstag, den 18. April 2017 um 20:11 Uhr
Herr
Meine 12 jährige Tochter ist schizophren. Seit drei Monaten ist sie in einer Klinik und soll danach gleich in eine Wohngemeinschaft. Wir kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und die Wohngemeinschaft ist in Hessen. Mein Kind und ich wollen das nicht und ich denke, dass man auf unsere Meinung keine Rücksicht nimmt.
Angst vor Partner
22 Donnerstag, den 16. März 2017 um 11:27 Uhr
Ich
Erst dachte ich, mein Partner steigert sich in etwas rein, als er vor einen halben Jahr plötzlich Kameras in unserer Wohnung suchte. Wir sind in übrigen seit 10 Jahren zusammen und vorher war alles normal. Er behauptet, die Nachbarn täuschen mir vor, ein Kind zu haben und poltern selbst rum, um ihn zu quälen, dabei hört man, dass es das hoppsende kleine Mädchen ist. Er sagt, das wäre eigentlich das Kind der Zwillingsschwester, nur ich raff das halt nicht. Die machen das extra, um ihn verrückt zu machen. Er droht stetig hochzugehen und denen Gewalt anzutun.
Er brüllte mich gestern stundenlang an; dass ich nicht wüsste, wie es ist, wenn jemand alle Gedanken liest und beantwortet und hätte ich mich auch mit Telepathie befasst, würde ich das endlich mal kapieren... gestern wurde er so aggressiv, wollte unsere Nachbarn "umbringen", ich konnte ihn mit aller Gewalt gerade so abhalten, worauf er direkt neben mir mit der Faust gegen die Wand schlug. Scheinbar ist seine Hand nun verstaucht.
Ich habe Angst und ich weiß nicht, was ich tun soll, sage ich, er soll gehen, dreht er durch, will die Nachbarin zusammenschlagen oder er redet auf mich ein und wird aggressiv. Ich habe Sorge, dass wenn ich z.B. die Polizei rufe, die ihn nicht mitnehmen und gott weiß was er dann unseren Kindern, der Nachbarsmutter oder mir dann antut.
Ich kann ihn nicht mehr halten. Alles was er an Fehlverhalten aufzeigt, rechtfertigt er mit den Nachbarn. Nur "ich raff halt nicht, wie schuldig die sind!" ... als er heute früh wach wurde, ging dieses gebetsartige Geschimpfe/Gefluche auf diese Menschen direkt weiter. Er will mir beweisen, dass da ein "Manni" wohnt und an sich gar kein Kind und er geht erst, wenn er die besiegt hat! Zudem hasst er mich nun noch mehr, weil ich ihm nicht glaube, doch es ist egal, was ich mittlerweile sage, er rastet aus und guckt mich abgrundtief verachtend an von der Seite. An wen kann ich mich wenden, um ihn sicher und schonend für uns alle aus der Wohnung zu entfernen????
Wir Angehörigen wissen nicht mehr weiter
21 Mittwoch, den 08. Februar 2017 um 22:29 Uhr
Susanne
Unsere Mutter ist 77 Jahre alt und seit etwa 40 Jahren an paranoider Schizophrenie erkrankt. Lange Zeit war sie medikamentös ganz gut eingestellt, so dass sie (und wir) ein relativ normales Leben führen konnten. Durch einen Krankenhaus-Aufenthalt, bei dem sie ihre Schizophrenie-Medikamente wohl verheimlicht hat, ging das ganze Drama los. Sie ist in eine eigene Wohnung gezogen, hat unseren Vater verlassen und ihr Zustand wurde immer schlimmer.
Sie kam gegen ihren Willen in stationäre Behandlung. Danach war sie wieder einige Zeit stabil und alles war so weit gut. Aber seit etwa 8 Jahren lässt sie sich nicht mehr behandeln.
Wir haben alles versucht...jetzt ist es so schlimm, dass sie ihr ganzes Geld für neue Schlösser ausgibt. Jeder, aber auch wirklich jeder will ihr was Böses. Uns Kinder (mittlerweile auch schon 50 und mehr) bemuttert sie bis zur Unerträglichkeit. Macht sich unglaubliche Sorgen um uns und ihre Enkel. Aus diesem Grund hat sie schon so viel gemacht, dass wir mit den Nerven am Ende sind. Sie ist 200 km mit dem Taxi gefahren aus einem Grund heraus, den nur sie versteht. Sie ist nachts um 2.00 Uhr auf einem Bahnhof aufgefunden worden, mit Sack und Pack auf einer Straße aufgegriffen worden, hat die Feuerwehr gerufen, war auf der Bank und wollte einen Kredit von 10.000 Euro, steht täglich bei einem ihrer Söhne vor dem Haus mit Taschen voller Lebensmittel. ..ich kann diese Liste beliebig verlängern.
Mittlerweile vertraut sie niemandem mehr, uns Kindern wenigstens ein bisschen. Das ist doch kein Leben mehr für sie. Jeder will ihr was Böses, ihrer Meinung nach, und ihre extreme Bemutterung ist für uns Kinder kaum noch auszuhalten. Und wir wissen nicht mehr weiter. Sie hält sich für gesund, dabei wird es immer schlimmer. Zwischenzeitlich war sie 2 mal in stationärer Behandlung (gegen ihren Willen), aber dort lässt sie sich auch nicht helfen . Wir sind am Ende und fühlen uns hilflos. Immer diese Angst, dass das Telefon geht und wieder etwas vorgefallen ist.
Sie muß unbedingt behandelt werden, aber sie ist nicht aggressiv oder selbstmordgefährdet. Also gibt es keine Möglichkeit ihr zu helfen. Wir müssen zuschauen, wie ihre Krankheit sie zugrunde richtet. Und niemand kann ihr helfen. Es ist schrecklich.
Meiner Mutter kann keiner mehr helfen
20 Sonntag, den 22. Januar 2017 um 11:42 Uhr
Das vierte Kind
Ich liebe meine Mutter. Vor 9 Jahren fing es an. Bei ihrem Bruder war es genauso. Mit 70 Jahren begann ihr unbeschwertes Nachkriegsleben sich zu verändern. Ihre böse direkte Nachbarin hat es ausgelöst. Medikamente über die Jahre führten dazu, dass sie so apathisch wurde, dass sie am Leben nicht mehr teilhaben konnte. Dabei stellte sich heraus, dass ihre eine verbliebene Niere zusätzlich Krebs hat und mit der altersbedingten Medikamentenzusammensetzung mit den Mitteln des Neurologen nicht mehr möglich sind. Sie nimmt seit 4 Jahren nur noch ihre täglichen Chemotherapie-Tabletten. Was anderes ist nicht möglich.
Sie glaubt, die Nachbarin beobachtet sie durch die Wände und eine Gruppe von Menschen zieht Tag und Nacht über sie her, was nur sie hört. Ansonsten schalten sie die Geräte ab, wenn das Telefon klingelt oder einer von uns kommt. Sie schicken Lichter durch ihr Haus und gehen, sobald sie nicht da ist, bei ihr spazieren. Sie wollen sie wohl wegschaffen, aussetzen, enteignen, Papiere fälschen...und was schlimm anzuhören ist, sie mit schärfen vergasen, berieseln und somit vergiften.
Zudem musste sie in der Zeit den Verlust ihres Mannes und ihres ältesten Sohnes beklagen. Jeweils mit einem Jahr schwerer Krankheit vor dem Tod.
Wir begegnen ihr mit viel Liebe. Hören uns jeden Tag die gleichen absurden Dinge an und versuchen sie mit schönen positiven Dingen auf andere Gedanken zu bringen. Wir drei verbleibenden Kinder sprechen uns ab. Da sie manchmal haarsträubende Dinge erzählt, die auf Dauer dazu führen würden, dass wir uns nach und nach hassen würden.
Wenn man sich bewusst macht, dass ein geliebter Mensch tagtäglich an panischer Angst leidet, weil der Kopf einem unmögliche Dinge erzählt, dann weiß man, dass jedes Telefonat, jede Minute, die man es lindert, ein guter glücklicher Moment ist. Auch wenn sie es runterspielt.
Ab und zu sollte man sich wenn möglich etwas Abstand suchen. Man kann nicht immer der geduldige verständnisvolle Angehörige oder Freund sein. Mir hilft, dass ich mir bewusst dafür Zeit einplane, um mit ihr zu telefonieren oder vorbei zu fahren und es dann aber auch darauf beruhen lasse.
Wir fördern soziale Kontakte. Schützen sie vor Unverständnis in ihrer Umgebung, in dem wir über ihren, ihr nicht bewussten Zustand, heimlich informieren. Vielleicht hilft es dem einem oder anderen. Leicht ist es nie. Aber wer hat schon behauptet, das Leben wäre leicht.
Cousin / Schizophrenie ?
19 Dienstag, den 06. Dezember 2016 um 14:22 Uhr
Ivo
Liebes Forum,
ich schreibe Euch, da wir uns sehr um meinen Cousin sorgen. Er ist derzeit nicht in Behandlung und war auch noch nie in Behandlung, hat aber selbst schon geäußert, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Anbei eine kurze Zusammenfassung:
- Alter 31 Jahre
- Cannabiskonsum seit der Jugend / Eltern getrennt seit dem Vorschulalter
- Schulabbruch 12. Klasse
- Keine Ausbildung, mehrere Jahre nichts gemacht, dann 1 Jahr halbtags gearbeitet, seit 1,5 Jahren arbeitslos, macht jetzt nichts mehr
(fast) keine Freunde, seine Freundin hat ihn vor 1 Jahr verlassen, hat große Probleme mit Lärm (Nachbarin ist immer viel zu laut, er entwickelt sofort einen Hass) (von Halluzinationen usw. wissen wir nichts, Wahnideen sind bislang auch nicht aufgefallen), manchmal depressive Episoden, oft unruhig mit Übergang zu aggressivem Auftreten.

Ich weiß, dass Ferndiagnosen schwierig zu stellen sind. Ich würde mich trotzdem über Eure Meinung freuen.
Wir sagen seiner Mutter seit 10 Jahren, dass sie Ihn dringend konfrontieren muss, damit sich was ändert. Er zieht ihr das Geld aus der Tasche, lässt sich alles bezahlen und denkt nicht dran zu arbeiten bzw. schafft es einfach nicht zu arbeiten. Wir wissen es nicht. Wie kann man diesen Teufelskreis durchbrechen? Wir wissen auch nicht, wie wir uns verhalten sollen. Bislang war es immer so dass seine Ausraster, sein Verhalten weggelächelt wurden. Die Situation hat sich jedoch erheblich verschlimmert, weshalb ich bei Euch Hilfe suche.

Vielen herzlichen Dank!
Euer Ivo
Hilfe kommt selten schnell
18 Dienstag, den 11. Oktober 2016 um 19:44 Uhr
Stina
Resignation tut sich auf, wenn schnelle Hilfe in Akutsituationen gebraucht wird....
Schizophrener Partner
17 Freitag, den 30. September 2016 um 05:09 Uhr
Rosamunde
Hier wird oft gefragt - was tun, wenn sich Schub ankündigt. Ich wusste nicht, dass mein Partner schizophren ist und bereits eine Psychose hinter sich hatte. Er nahm nie Medikamente, so konnte ich auch Verhaltensanomalien nicht richtig einordnen und wurde von seiner paranoiden Psychose quasi überrollt.
Nach einer schlaflosen Nacht habe ich mir Rat im Internet geholt, die Familie befragt, den damals behandelnden Arzt ausfindig gemacht und Termin vereinbart. Nebenbei auch ev. Hausbesuch besprochen, wenn sich Partner weigern sollte mit mir zum Arzt zu gehen, da er nach seiner Ansicht völlig gesund war.
Nachdem er alle 5 Min. seine Meinung änderte gelang es mir doch ihn zum Arzt zu bringen und ihn einer Therapie mit Zyprexa zuzuführen. Er sprach gut an und nach etwa 2 Wochen war das Gröbste überstanden. Es stellte sich auch heraus, dass er einen Großteil seiner Ersparnisse in seiner Psychose an gemeinnützige Vereine gespendet hatte. Mit ärztlichen Gutachten und entsprechenden Briefen gelang es mir ihm das Geld zurückzuholen.
Mein Partner hatte seinen ersten Schub erst mit etwa 54 Jahren und sein Arzt sieht Stress und seine fast Taubheit als Auslöser. Wie dem auch sei, ich werde ihm helfen und auf Verhaltensveränderungen achten. Er geht in regelmäßigen Intervallen zur Kontrolle und ich habe Email-Kontakt zum Arzt und so passen wir auch zwischendurch die Therapie an.
Ein Leben mit einem kranken Partner ist nicht einfach, aber man kann sich Hilfe in Selbsthilfegruppen holen. Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Partner weiß, er kann sich 100% auf mich verlassen und ich würde nie etwas gegen seine Interessen tun.
brauche dringend Rat
16 Sonntag, den 04. September 2016 um 20:07 Uhr
sophie
Hallo,
mein Freund leidet nun schon (laut Selbstaussage) seit 6 Jahren an Schizophrenie und ich weiß nicht richtig, wie ich damit umgehen soll. Ich habe ein paar Anfälle selbst miterlebt, wo er "wie ausgewechselt" war und wirres Zeug geredet hat. Es ist auch schon vorgekommen, dass er mich dabei geschlagen hat. Wir beide leiden sehr darunter und ich habe ihm dringend angeraten, mit mir zu einem Arzt zu gehen. Heute kam er weinend an und sagte, seine "inneren Stimmen" würden ihm sagen, er solle mich töten. Ich möchte ihm so gerne helfen. Doch ich habe seit dieser Information ein bisschen Angst.
reizend
15 Dienstag, den 14. Juni 2016 um 20:37 Uhr
ruhe
Sie sollten ihn in Ruhe lassen und ihn nicht noch zusätzlich nerven, da es die Krankheit verschlimmert.
an Ines: irgendwie einen Arzt-Kontakt ermöglichen
14 Samstag, den 23. April 2016 um 10:59 Uhr
Navigator-Team
Hallo Ines,
ja, das hört sich ein bisschen danach an, als könnte es sich um einen schizophrenen Schub handeln. Aber sicher ist das aus der Ferne natürlich nicht zu sagen.
Unser Rat: Wie oben beschrieben, einen Arzt aufsuchen, und wenn er das nicht will, vielleicht einen ins Haus holen. Erzwingen kann man das alles nicht, deshalb ist das leider schwierig, aber Sie sollten es noch einmal versuchen.
Viele Grüße
Ihr Navigator-Team
Brauche Rat
13 Freitag, den 22. April 2016 um 22:55 Uhr
Ines
Hallo,
ich glaube, mein Sohn (24 J.) ist auch ähnlich erkrankt. Er steigert sich seit einiger Zeit immer wieder in eine Sache hinein, die mit Verfolgungswahn (Autos vorm Haus spionieren uns aus) zu tun haben muß. Das ist jetzt das 2.Mal seit Anfang März. Dazwischen lief alles gut und er suchte unsere Nähe, jetzt nicht mehr, er kapselt sich völlig ab.
Es macht mir Angst, da er auch schon immer depressive Schübe hatte, was kann ich tun?
Er lehnt jede Hilfe ab!
LG
mein Sohn ist betroffen
12 Montag, den 25. Januar 2016 um 09:37 Uhr
Andrea Pfitzmann
Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen, unsere sozialen Kontakte gehen alle in die Brüche
Wie helfen ?
11 Dienstag, den 18. August 2015 um 16:46 Uhr
Elise
Meine Schwester ist ebenfalls erkrankt und braucht dringend ärztliche Hilfe, doch wir wissen nicht, wie wir sie überzeugen sollen, zu einem Arzt zu gehen. Sie hält so stark an ihren Geschichten fest und denkt, wir seien alle gegen sie. Wie bekommt man erkrankte dazu, sich helfen zu lassen ?!
an Schizophrenie leidende Mitbewohnerin
10 Freitag, den 26. Juni 2015 um 13:23 Uhr
Andi
Hallo,
ich habe seit einiger Zeit sehr damit zu kämpfen, dass eine an Schizophrenie erkrankte Mitbewohnerin mit Aussagen wie: "Du hast sie doch nicht mehr alle" oder wenn über sie geredet wird mit Sätzen wie: "Bei der redest Du an die Wand" konfrontiert wird! Ich selbst bin Rollstuhlfahrer und hatte ähnliche Erfahrungen erfahren müssen. Daher habe ich für diese Situationen mehr Verständnis als manch anderer. Manchmal sind aber auch mir die Hände gebunden. Wie kann ich ihr in dieser Situation effektiv helfen?

Rückruf erwünscht: 08639 98 56 72
Mein Freund
9 Montag, den 22. Juni 2015 um 22:02 Uhr
Hava
Ist es gefährlich für mich? Er denkt, mich hat jemand zu ihm geschickt, er gibt mir immer schuld, er beobachtet mich, während ich schlafe, all dies macht mir Angst.
Ich habe Angst, das er mich umbringt, er hat mir schon damit gedroht, das er das macht, wenn ich ihm verlasse.
Er ist jetzt in der Klinik, er rief mich an und sagte mir, die haben es mir gesagt, er hört Stimmen, fühlt sich beobachtet, hat Wahnvorstellungen. Ich versuche ihm mit zuhören und reden zu beruhigen, aber das hilft meist nicht, er redet vieles durcheinander. Oder wenn Kinder lachen, denkt er, dass sie ihm auslachen. Ich weiß nicht mehr weiter, ich liebe ihn so sehr, aber er lässt sich von niemanden helfen, denkt, alle wollen ihm was antun. Ich mache das seit 3 Jahren mit.
Er glaubt niemanden, alle sind seine Feinde. Ich habe Angst, dass er Amok läuft. Bei ihm geht es jetzt um die Existenz, er darf nicht nach hause, muss dort bleiben. Das macht ihn fertig, ich habe auch Angst, dass er sein Leben nimmt. Ich bin so verzweifelt, weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Es ist fast mit Demenz zu vergleichen. Es gibt Menschen, die Dinge sehen, hören, ja ich glaube daran. Ich toleriere und akzeptiere diese Krankheit.
Ich kann nicht schlafen vor Freude, weil ich meinen Schatz sehen werde und immer zu ihm halten werde, ich werde immer da sein, in guten wie in schlechten Tagen, weil ich ganz genau weiß, dass er nichts dafür kann. Bitte unterstützt eure Frauen, Männer, Kinder, Nachbarn, schaut nicht weg, haltet diesen Menschen ein Ohr frei, nehmt deren Ängste ernst, stempelt sie nicht als verrückt ab.
Ich habe durch diese Erkrankung viele gute liebenswürdige Freunde verloren, alle durch Selbstmord. Sie wurden durch Freunde, Familien, Umfeld als besessen abgestempelt. Keiner wollte sich mit dieser Krankheit befassen, und das finde ich traurig.
Bitte, egal wer es liest, schenkt diesen Menschen Vertrauen, nehmt sie ernst, hört nicht weg. Sie sind nicht gefährlich, nur hilflos, haben Angst, weil sie selbst nicht wissen, was sie dagegen tun sollen. Begleitet sie!
hilflos
8 Montag, den 18. Mai 2015 um 08:54 Uhr
kleen
Meine Schwester leidet seit über zehn Jahren an Schizophrenie, immer ein auf und ab, zur Zeit verweigert sie die Medikamenten-Einnahmen.
Sie kann sich nicht ausdrücken, mitteilen und leidet unter extremem Verfolgungswahn.
Ich mache mir solche Sorgen, heute Morgen war ich bei ihrem behandelnden Arzt, doch er wollte nicht mit mir sprechen. Ich wollte ihn nur um Hilfe bitten, ihn fragen, was ich machen kann und soll.
Sie schreibt mir verwirrende Nachrichten z.B. "zum abschlachten bereit".
Ich mache mir solche Sorgen und weiß nicht, wer helfen kann, sie weigert sich.
Hilfe wird nicht gewünscht
7 Freitag, den 15. Mai 2015 um 10:18 Uhr
Caritinchen
Meine Schwester ist nun viele Jahre krank und verweigert Artztbesuche.
Der soziale Dienst hilft nicht, da meine Schwester dort nicht erscheint und niemanden in die Wohnung lässt.
Sie braucht dringend einen Vormund, aber das Vormundschaftsgericht braucht einen Krankenbericht. Was sie schreiben, ist Theorie, in der Praxis hilft niemand.
Ich wohne 500 km entfernt. Nun wird meine Schwester am Montag zwangsgeräumt.
Ex-Freund in Thailand mit vermutlicher paranoiden Schizophrenie
6 Samstag, den 21. Februar 2015 um 15:30 Uhr
kira
Hallo,
das ist ja alles furchtbar zu lesen....viel Kraft für euch alle...

Ich habe ein ebensolches Problem, auch wenn es anders ist.

Mein Ex-Freund ist wohl an einer Paranoiden Schizophrenie erkrankt.
Ich kannte ihn 5 Jahre, war ein Jahr mit ihm zusammen und es kam alles sehr schleichend.
Wahnvorstellungen, alle würden Ihn hassen und fertig machen, ihn töten zu wollen, bis zu sehr aggressiven Verhalten..
Ich wollte immer mit ihm zum Arzt, er wollte aber nicht und letztlich habe ich mich von ihm getrennt.
Er hat seine Arbeit gekündigt, sein geliebtes Auto verkauft und ist einfach nach Thailand abgehauen, ohne die Sprache zu sprechen, geschweige denn Englisch..
Er läuft völlig irre und wahnhaft durch ein fremdes Land, hat hier alles verloren und ich habe solche Angst, dass er nicht mehr lebend zurück kommt...
Die Polizei konnte nichts tun, ein Amtsarzt, der miteinbezogen wurde, ließ ihn einfach gehen.. Er wurde in Hamburg und in Frankfurt vor dem Verlassen des Landes von einem Amtsarzt verhört und man hat ihn einfach laufen lassen.
Er wollte nie zum Arzt und ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht wirklich, dass es so um ihn steht.
Heidi & Karla
5 Dienstag, den 10. Februar 2015 um 17:50 Uhr
Kelly
Entschuldigt,
habe die Namen vertauscht.
Zu meiner/unserer Situation finden die Gerichtsverhandlungen am 20., 24. Februar und 03. März 2015 am Geraer Landgericht statt.
Auch werde ich/wir nicht eher Ruhe geben bis diese Erkrankten nicht wie Aussätzige (nur auf moderne Art&Weise!) behandelt werden, bis Gerechtigkeit, Logik u. Fairneß stattfindet.
Hilfe für Schizophreniekranke und deren Angehörige
4 Dienstag, den 10. Februar 2015 um 17:42 Uhr
Kelly
Hallo Heidi,
ich nehme an, dass Du bei einem Sozialpsychiatrischen Dienst o.ä. arbeitest, denn genau diese Reaktionen habe ich im Hauf von meinem Umfeld/Behörden/Polizei erhalten.

Liebe Karla,
genauso ist es mir auch als Mutter ergangen von 2012 bis 2014, trotz Arztbericht, der an die Polizei geschickt wurde, trotz mehrerer Bettel-eMails an den Soz.Psych.Dienst, etc. Ich bekam die gleiche Antwort: ich solle warten bis erst etwas passiert, das heißt er solle sich oder andere gefährden. Diese Gefährdung lag aber schon seit mindestens Okt.2012 vor, etc. Es hat niemanden interessiert, bis er mich am 23.08.2014 niederstach in Gera-Untermhaus (siehe Bericht im Internet, etc.)
Karla
3 Montag, den 09. Februar 2015 um 02:25 Uhr
Heidi
Wenn sich keiner zuständig fühlt, hilft leider nur abwarten oder bei der Vermutung, dass der Betroffene sich nicht um sich selbst kümmern kann in Form der Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen etwa (Wohnungsmiete, Versicherungen usw.) sich an die zuständige Betreuungsbehörde (zuständig ist vermutlich die am Wohnort des Betroffenen) zu wenden.
Normalerweise wird eine Betreuung nur für einen Menschen beantragt, der dem zustimmt. Ist der Betroffene jedoch dagegen, kann sich jedoch nicht um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, kann geprüft werden, ob nicht auch gegen dessen (natürlichen) Willen eine Betreuung beantragt werden kann. Hier würde möglicherweise über ein psychiatrisches Gutachten der Gesundheitszustand des Betroffenen festgestellt werden, sofern dies erforderlich ist. Sofern Sie Genaueres erfahren wollen, rufen Sie bitte bei der zuständigen Betreuungsbehörde an.
Für die Richtigkeit der Infos wird keine Haftung übernommen.
Alles Gute und mein tiefstes Mitgefühl.
Hilfe bei Schizophrenie
2 Dienstag, den 06. Januar 2015 um 13:18 Uhr
Harm
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass Zuhören und ruhige Gespräche besser helfen als Ärzte oder Aufenthalt in der Psychiatrie. Es ist unheimlich schwer und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch aber immer noch besser als ein Arzt, der einfach noch mehr Tabletten gibt zur Beruhigung.
Wie kann man Schizophreniekranken helfen?
1 Samstag, den 03. Januar 2015 um 10:33 Uhr
Karla
"... und dafür sorgen, dass die Betroffenen schnell Hilfe erhalten". Fragt sich nur wie?!? Ich habe ein Familienmitglied, der eine paranoide Schizophrenie aufweist. Zur Zeit sind Rückfälle vermehrt zu beobachten. Jedoch fühlt sich niemand aus dem Gesundheitssektor für ihn zuständig. Immer wieder hören wir den Satz "solange keine Fremd- oder Eigengefährdung besteht, können wir nichts machen". Wen kann ich ansprechen, wenn sich der SPD, Krisennotdienst nicht zuständig fühlen und sie ihm nur ein Infopapier in den Briefkasten werfen? Wer ist zuständig und wer hilft?!!?
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