Ist die Psychoedukation für Menschen mit Schizophrenie geeignet?
Ja, denn die Aufklärung über die Erkrankung, deren Entstehung und Behandlung ist sehr wichtig, um die Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Und genau das ist das Konzept der Psychoedukation.
Es geht aber auch darum, ein Gefühl für kritisches Verhalten und kritische Situationen zu entwickeln.
In Gruppentherapien, die auf dem Prinzip der Psychoedukation beruhen, ist der Austausch mit anderen Betroffenen möglich. Die Gruppenmitglieder verstehen und unterstützen sich dabei gegenseitig.
Ein wesentliches Ziel der Psychoedukation ist, aktiv an den Behandlungen teilzunehmen, sich gesundheitsbewusst zu verhalten und mit der Krankheit umgehen zu lernen. Das gibt den Betroffenen einen großen Teil der Selbstbestimmung zurück.
Autorin: Dr. med. Julia Hofmann
