Profitiert ein Mensch mit Schizophrenie von einer Gesprächstherapie?
Ja, eine Gesprächstherapie kann einen Schizophreniekranken und sein „Selbst“ stabilisieren. Das gelingt allerdings nur, wenn ein vertrauensvolles Verhältnis zum Therapeuten aufgebaut worden ist. Auf Seiten des Therapeuten setzt das vor allem Verständnis und Wertschätzung voraus.
Als Erstmaßnahme bei einer neu auftretenden Schizophrenie eignet sich das Verfahren weniger. Allerdings kann bei einem akuten Schizophrenie-Schub eine bereits laufende Gesprächstherapie fortgeführt werden, möglicherweise dann in veränderter Form. Zuhören und Akzeptanz des Therapeuten haben aber auch hier oberste Priorität.
Autorin: Dr. med. Julia Hofmann
