Neuroleptika: Herz, Stoffwechsel und Gewicht
Machen alle Neuroleptika dick?
Nein, hier unterscheiden sich ältere bzw. typische von neueren bzw. atypischen Neuroleptika. Das gilt auch in Bezug auf die Beeeinflussung des Stoffwechsels.
Warum nehmen Menschen, die Psychopharmaka erhalten, häufig an Gewicht zu?
Medikamente, die auf den Hirnstoffwechsel wirken wie Neuroleptika und Antidepressiva, führen häufig zu einer Gewichtszunahme. Ursache ist zum einen der veränderte Hirnstoffwechsel selbst, d. h. die Wirkung der Medikamente an bestimmten Rezeptoren der Nervenzellen mit der Folge einer Appetitsteigerung.
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Welche Neuroleptika verursachen häufiger eine Gewichtszunahme?
Vergleichende Untersuchungen von Neuroleptika ergaben eine unterschiedliche Häufigkeit einer Gewichtszunahme unter der Behandlung mit verschiedenen Präparaten. Demnach nimmt man am ehesten unter Behandlung mit atypischen Neuroleptika zu, und hier vor allem jenen mit geringer neuroleptischer Potenz und damit größerer beruhigender Wirkung.
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Warum muss vor einer Neuroleptika-Therapie regelmäßig ein EKG und EEG geschrieben werden?
Um vor dem Beginn der Behandlung mit Neuroleptika bestimmte Risikofaktoren auszuschließen, ist es nötig, ein Elektrokardiogramm (EKG) und ein Elektroenzephalogramm (EEG) anzufertigen.
Können Neuroleptika das Herz gefährden?
Ja, mögliche Nebenwirkungen von Neuroleptika betreffen das Herz. Sowohl bei älteren als auch bei neueren Neuroleptika wurden Herzrhythmusstörungen beobachtet. Und in sehr seltenen Fällen kam es sogar zum plötzlichen Herztod.
Stimmt es, dass Neuroleptika Herzrhythmusstörungen verursachen können?
Ja, Herzrhythmusstörungen kommen unter einigen Neuroleptika vermehrt vor und können auch bedrohlich sein. Das ist zwar selten, muss aber gleichwohl bei der Verordnung bedacht und überwacht werden.
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Beeinflussen Neuroleptika den Stoffwechsel?
Ja, unter vielen, vor allem neueren oder sogenannten atypischen Neuroleptika lassen sich häufig Stoffwechselveränderungen feststellen. Dies äußert sich nicht nur in einer Gewichtszunahme, sondern auch in veränderten Blutwerten etwa des Zuckers und der Fette.
Können Neuroleptika für zuckerkranke Menschen gefährlich sein?
Da einige Neuroleptika den Fett- und Zuckerstoffwechsel beeinflussen, muss bei einer Behandlung natürlich besonders bei Menschen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) der Blutzucker- und Fettspiegel im Auge behalten werden.
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Warum müssen bei Einnahme von Neuroleptika regelmäßig die Leberwerte kontrolliert werden?
Selten kann es unter einer Behandlung mit Neuroleptika zu Störungen der Leberfunktion kommen. Um diese bereits frühzeitig zu erkennen, kontrolliert der Arzt die Leber-Werte in regelmäßigen Abständen.
Warum führen vor allem beruhigende und dämpfende Neuroleptika zur Gewichtszunahme?
Die Gewichtszunahme, die häufiger unter den sogenannten "niedrig potenten sedierenden Neuroleptika" auftritt, hat gleich mehrere Gründe. Eine Ursache ist die sedierende Wirkung der Medikamente selbst, denn mit einer Beruhigung und Entspannung nimmt der Stress ab und der Grundumsatz des Körpers sinkt.
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