Kann man statt der täglichen Tabletteneinnahme von Neuroleptika auch auf ein Langzeit-Präparat umstellen?
Ja, anstatt Tabletten einzunehmen kann man sich Neuroleptika auch in größeren Zeitabständen spritzen lassen. Man spricht von sogenannten Depot-Präparaten.
Dies ist mit einigen Vorteilen verbunden, da man nicht mehr täglich darauf achten muss, das Medikament einzunehmen. Auch kann hierbei die Dosierung im allgemeinen geringer gehalten werden und der Wirkstoff-Blutspiegel bleibt stabil. Nachteile sind die unangenehmen Seiten einer Spritze, und dass im Falle einer zu hohen Dosierung nicht so schnell "herunterdosiert" werden kann.
In der Regel wird mit der Depot-Behandlung überlappend begonnen, das heißt, die Tablettendosis wird immer weiter reduziert und eine zunächst geringe Menge Depot-Präparat gespritzt.
Autorin: Dr. med. Julia Hofmann
