Neuroleptika: Nebenwirkungen

Haben Neuroleptika Nebenwirkungen?

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Neuroleptika können Nebenwirkungen bzw. unerwünschte Wirkungen haben, müssen es aber nicht. Besonders zu Behandlungsbeginn kann es zu Nebenwirkungen etwa an den Muskeln mit Muskelsteifheit, -zittern oder unwillkürlichen Zuckungen kommen.

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Muss ich bei einer Behandlung mit Neuroleptika Angst vor Nebenwirkungen haben?

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Nein, denn die nützliche Wirkung dieser Medikamente überwiegt bei weitem die Gefahr von Nebenwirkungen. Außerdem ist man potentiellen Nebenwirkungen, wie sie ja bei anderen Medikamenten auch immer vorkommen, nicht hilflos ausgeliefert.

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Welche Nebenwirkungen von Neuroleptika werden häufig als unangenehm erlebt?

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Einer Befragung von über 100 Patienten mit Schizophrenie der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf zufolge sind es vor allem die psychischen Nebenwirkungen, die den Betroffenen zu schaffen machen.

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Wovon hängt es ab, ob unter der Einnahme von Neuroleptika Nebenwirkungen auftreten?

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Es gibt einige Faktoren, die das Auftreten von Nebenwirkungen unter einer Behandlung mit Neuroleptika beeinflussen. Den größten Einfluss hat die Dosierung. Die Art des Wirkstoffs und die Form der Verabreichung können ebenfalls eine Rolle spielen.

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Was ist zu tun, wenn man das Neuroleptikum nicht verträgt?

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Nebenwirkungen und Unverträglichkeitsreaktionen sollten möglichst rasch dem Arzt mitgeteilt werden. Möglicherweise bessert eine Dosisreduktion die Beschwerden, oder ein anderer Wirkstoff ist besser geeignet.

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Verschwinden die Nebenwirkungen von Neuroleptika nach dem Absetzen wieder?

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Treten Nebenwirkungen auf, ist mit einem Abklingen der Beschwerden nach dem Absetzen der Medikamente zu rechnen. Ausnahme sind die sogenannten Spätdyskinesien, die nach Absetzen eines Neuroleptikums auftreten können.

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Beeinflussen Neuroleptika die sexuelle Lust und Potenz?

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Menschen, die Neuroleptika einnehmen, verspüren häufig weniger Lust auf Sex im Vergleich zu früher. Manchmal verschwindet die Lust auch komplett.

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Was sind Dyskinesien?

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Dyskinesien sind Bewegungsstörungen, die bei verschiedenen Erkrankungen, aber auch unter der Behandlung mit Medikamenten wie Neuroleptika auftreten können.

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Was sind Frühdyskinesien?

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Frühdyskinesien sind Bewegungsstörungen, die v.a. bei klassischen bzw. älteren Neuroleptika bei manchen Patienten zu Beginn der Therapie auftreten. Es kann zu Krämpfen der Zungen-, Augen, Kau-oder Halsmuskulatur kommen.

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Was sind Spätdyskinesien?

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Spätdyskinesien gehören zu den möglichen Spätfolgen einer Einnahme von Neuroleptika, besonders bei klassischen Neuroleptika. Es handelt sich um Bewegungsstörungen und Störungen der mimischen Muskulatur.

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Können bei hochpotenten Neuroleptika bereits nach der ersten Anwendung Nebenwirkungen auftreten?

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Ja, bereits früh und auch nach einer ersten Einnahme können sogenannte extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen auftreten. Dies sind unwillkürliche, also nicht steuerbare Bewegungen oder Krämpfe von Gesichts-, Zungen,- oder Schluckmuskeln.

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Weshalb kommt es bei Einnahme von Neuroleptika oder Antidepressiva manchmal zu Mundtrockenheit?

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Mundtrockenheit kann in den ersten Wochen und Monaten eine unangenehme Nebenwirkung von Neuroleptika oder Antidepressiva sein. Sie entsteht durch eine medikamentös bedingte Funktionsstörung der Speicheldrüsen, die zu einer (zeitweise) verminderten Produktion von Speichel führt.

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Was sind vegetative Nebenwirkungen von Medikamenten gegen Schizophrenie?

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Bei der Einnahme von Psychopharmaka können Funktionsstörungen des vegetativen Nervensystems auftreten. Das vegetative oder autonome Nervensystem steuert Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel.

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Welche Bewegungsstörungen können unter Neuroleptika auftreten?

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Bewegungsstörungen (Dyskinesien) können vor allem bei Behandlung mit hochpotenten Neuroleptika vorkommen.

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Was kann man tun, wenn man unter dem Neuroleptikum Muskelverspannungen, Muskelkrämpfe, Zittern oder andere motorische Beschwerden bekommt?

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Kann bei starken Nebenwirkungen eines Neuroleptikums weder die Dosis reduziert werden noch auf ein anderes Präparat ausgewichen werden, kann besonders gegen Muskelkrämpfe das Medikament Biperiden (Akineton®) helfen.

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Was ist bei der Einnahme von Biperiden (Akineton®) zu bedenken?

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Bei der Behandlung motorischer Störungen (Muskelverspannungen, Muskelkrämpfe etc.) wie sie bei der Parkinsonkrankheit oder unter der Behandlung mit Neuroleptika vorkommen, kann Biperiden (Akineton®) helfen.

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Macht Biperiden (Akineton®) süchtig?

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Biperiden (Akineton®) wird von manchen Menschen missbräuchlich eingenommen und hat somit ein gewisses Suchtpotential. Da das Medikament auf das zentrale Nervensystem wirkt, hat es unter anderem manchmal positiv empfundene Wirkungen wie Euphorie und Erregung.

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