Welche Formen der Schizophrenie gibt es?

Es gibt verschiedene Formen der Schizophrenie. Die häufigste Form ist die "paranoide Schizophrenie" mit im Vordergrund stehenden Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Die sogenannte "hebephrene Schizophrenie" beginnt im Jugendalter. Die jungen Patienten fallen durch Veränderungen ihres Antriebes, Verhaltens und ihrer Emotionen auf. Typisch ist ein plötzlicher Leistungsabfall in der Schule.

Die eher seltene "Schizophrenia simplex" beginnt langsam und schleichend. Halluzinationen und Wahnvorstellungen fehlen. Die Betroffenen werden häufig als seltsam und verschroben beschrieben.

Bei der "katatonen Schizophrenie" stehen psychomotorische Störungen mit einer starren eigenartigen Körperhaltung, die stundenlang nicht verändert wird, im Vordergrund. Halluzinationen sind möglich.

Von "residualer Schizophrenie" spricht man, wenn die Schizophrenie schon lange besteht und die Persönlichkeit verändert ist. Charakteristisch sind ein reduzierter Antrieb, emotionale Abflachung und soziale Isolation.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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