Was bedeutet Prodromalphase bei der Schizophrenie?
Bevor eine Schizophrenie oder eine andere Psychose ausbricht, haben sich die Betroffenen meist bereits über Jahre langsam verändert. Doch sind diese Veränderungen und Symptome noch nicht so deutlich erkennbar. Die Phase vor dem Ausbruch der akuten Krankheit nennt man auch Prodromalphase.
In dieser Zeit bestehen sogenannte Prodromalsymptome (= Vorsymptome) der Krankheit, also abgeschwächte Symptome, die beim endgültigen Ausbruch der Erkrankung verstärkt in Erscheinung treten. In der Prodromalpase kann es zu Schwierigkeiten im sozialen Umfeld kommen. Streit, Kontaktabbrüche, Interessenlosigkeit an sonst geliebten Hobbys und verminderte Leistungen in Schule und Beruf können schon länger bestehen. Auch Angespanntheit, Empfindsamkeit und Verletzlichkeit, Verwirrung, Ratlosigkeit oder sozialer Rückzug können in der Vorphase der Krankheit vorkommen.
Die Zeit vor der Diagnose kann für alle Beteiligten sehr belastend sein und lange andauern. Solche Frühsymptome als Warnzeichen zu erkennen, ist nicht einfach und häufig nur dem medizinischen Experten möglich.
