Grippe während der Schwangerschaft erhöht Schizophrenie-Risiko
Eine Grippe während der Schwangerschaft erhöht das Risiko der Kinder, später an einer Schizophrenie zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie der Columbia Universität in New York.
Die Wissenschaftler verglichen die Daten der Mütter von Schizophrenie-Patienten mit Müttern gesunder Vergleichspersonen. War es in den ersten 13 Wochen der Schwangerschaft zu einer Grippe gekommen, war das Risiko für eine spätere Schizophrenie der Kinder um den Faktor sieben erhöht.
Der Zusammenhang zwischen Grippe und Schizophrenie ist schon länger in Diskussion. So direkt wurde er aber bisher noch nie nachgewiesen.
Unklar ist aber der exakte Entstehungsmechanismus. Ist es das Virus, das im Mutterleib die kindliche Hirnentwicklung beeinträchtigt? Oder sind es die gebildeten Antikörper? Oder die erhöhte Temparatur während der Infektion? So oder so sind noch weitere Studien notwendig, um dem Zusammenhang näher auf die Spur zu kommen und daraus vielleicht sogar Vorbeugestrategien abzuleiten.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 06.08.04
