Entsteht eine Schizophrenie durch Blei-Kontakt im Mutterleib?
Kinder von Müttern, die während ihrer Schwangerschaft vermehrt dem Umweltgift Blei ausgesetzt waren, bekommen häufiger eine Schizophrenie. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie der Columbia Universität in New York.
Die Wissenschaftler griffen auf Daten zurück, die in den 60er Jahren bei über 20.000 Schwangeren erfasst worden waren. Dabei war auch die Bleibelastung festgehalten worden, die vor allem durch das damals noch übliche bleihaltige Benzin zustande kam.
Nun, 40 Jahre später, wurden die Kinder dieser Mütter untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass diese doppelt so häufig eine Schizophrenie entwickelt hatten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft viel Bleikontakt gehabt hatte. Die Studienautoren vermuten, dass das Schwermetall in einer sensiblen Schwangerschaftsphase die Hirnentwicklung des Embryos beeinflussen kann.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 11.01.04
