Schizophrenie: Gehirn-Scans sagen Erkrankung voraus
Eine Schizophrenie ist radiologisch möglicherweise schon dann zu erkennen, wenn sie im Alltag noch gar nicht sichtbar ist. Wissenschaftler der Universität Edinburgh haben zeigen können, dass bei Menschen, die später an Schizophrenie erkranken, schon zuvor auffällig häufig Veränderungen in der sogenannten grauen Substanz zu erkennen sind. Die graue Substanz ist eine Hirnregion, in der unter anderem Erinnerungen abgespeichert werden.
Die schottischen Forscher untersuchten 65 junge Menschen mit hohem Schizophrenie-Risiko (z.B. aufgrund familiärer Belastung) über zehn Jahre regelmäßig mit einer Kernspintomographie. Mit dem Kernspin (auch Magnetresonanztomographie genannt) können Schichtaufnahmen des Gehirns gemacht werden, ohne dass dafür radioaktive Röntgenstrahlen notwendig sind.
Bei denjenigen, die später tatsächlich an einer Schizophrenie erkrankten, war die graue Substanz auffällig oft verkleinert, und zwar vor allem in dem Abschnitt, der mit der Verarbeitung von Angstgefühlen in Zusammenhang gebracht wird. Inwieweit sich daraus in Zukunft einmal eine Art Früherkennungsuntersuchung ergeben könnte, muss aber noch abgewartet werden.
WANC 17.01.07/pte
