Wie werde ich meine Rückenschmerzen los: Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Natürlich gibt es dazu noch viel mehr zu sagen, aber fürs Erste geben die folgenden Tipps einen ganz guten Überblick: Sie stammen aus der Patientenleitlinie zu Rücken- und Kreuzschmerzen, die an der Universität Witten/Herdecke erstellt wurde:

  • In den allermeisten Fällen sind akute Rückenschmerzen ungefährlich und verschwinden spontan wieder.
  • Nach einer Befragung und einer körperlichen Untersuchung kann Ihr Arzt ernste Ursachen fast immer ausschließen. Auf weitergehende Untersuchungen und insbesondere auf eine Röntgenaufnahme kann normalerweise verzichtet werden.
  • Nicht die, oft reflexhaft gepflegte, Schonhaltung, sondern körperliche Bewegung ist das Beste, um möglichst schnell wieder gesund zu werden und weiteren Beschwerden vorzubeugen. Ganz nach dem Motto: „Sich regen bringt Segen“!
  • Orientieren Sie sich nicht an Ihren Schmerzen, sondern an dem, was Sie stärkt und gesund macht bzw. erhält. Lassen Sie sich nicht von den Schmerzen beherrschen, sondern drehen Sie den Spieß um!
  • Kräftigen Sie Ihren Rücken durch Bewegung.
  • Schulungsprogramme, die z.B. von Krankenkassen angeboten werden, sind zumeist eher für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen geeignet, die länger als drei Monate andauern.
  • Krankengymnastik ist nur sinnvoll, wenn die Übungen von Ihnen anschließend selbständig fortgeführt werden. Ohne Ihre Eigeninitiative wird es mit einer dauerhaften Schmerzbekämpfung und Rückenstärkung schwierig.
  • Bleiben Sie bei akuten Rückenschmerzen nicht länger als zwei Tage im Bett – bei längerer Bettruhe überwiegt auf Dauer der Schaden den Nutzen!
  • Paracetamol ist – sofern Sie es vertragen – ein Schmerzmittel der Wahl, da es bei vergleichbarer Wirksamkeit weniger Nebenwirkungen als andere Schmerzmittel aufweist.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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