Wissenswertes zur medikamentösen Rheumatherapie

Welches Rheuma-Medikament ist in welcher Situation das beste? Ibuprofen oder Diclofenac? Methotrexat oder Kortison? Oder eines der neueren wie Infliximab? Um Grundsatzfragen rund um die medikamentöse Rheumatherapie geht es in diesem Kapitel.

Was sind nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)?

NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) bzw. NSAID (non steroidal anti inflammatory drugs) sind Schmerzmittel mit einer entzündungshemmenden Komponente. Deshalb werden sie häufig in der Rheumatherapie eingesetzt. Formal werden sie von den ebenfalls antientzündlich wirkenden Steroiden (Kortison) unterschieden, daher ihr Name.

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Kann man Rheuma mit Aspirin (ASS) behandeln?

Man kann, aber es wäre falsch. Zwar kann Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®) rheumatische Beschwerden durchaus lindern. Allerdings sind dafür recht hohe Dosen (500-1.000 mg täglich) erforderlich und das kann schon nach wenigen Tagen auf den Magen schlagen. Auf Dauer können dadurch richtige Magengeschwüre oder schwere Magenblutungen entstehen.

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Können Rheuma-Medikamente wie ASS, Diclofenac oder Ibuprofen die Erkrankung heilen?

Nein, das können sie nicht. Das kann aber auch kein anderes Rheuma-Medikament. Schmerzmittel aus der Gruppe der "nicht-steroidalen Anti-Rheumatika" (kurz: NSAR; z.B.: Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen) lindern aber nicht nur die Gelenkschmerzen, sondern auch den Entzündungsreiz.

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Kann man verschiedene rezeptfreie Rheuma-Schmerzmittel auch miteinander kombinieren?

Nein, das sollten Sie auf keinen Fall tun. Denn normalerweise lässt sich damit keine bessere Wirkung erzielen. Sehr wohl nimmt aber die Gefahr von Nebenwirkungen zu. Aus diesem Grund wird auch von Kombinationspräparaten (zwei oder noch mehr verschiedene Wirkstoffe in einer Tablette) abgeraten.

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Rheumamedikamente: Vor dem Essen, während der Mahlzeit oder nach dem Essen?

Der richtige Zeitpunkt der Einnahme von Medikamenten ist wichtig, nicht nur für die Wirksamkeit, sondern besonders auch für die Verträglichkeit.

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Was bedeutet bei einem Rheuma-Medikament die Bezeichnung "retard"?

"Retard" bedeutet wörtlich übersetzt Verzögerung oder Verspätung. Wenn auf einem Medikament die Zusatzbezeichnung "retard" steht, heißt das immer, dass es sich um ein Präparat handelt, bei dem der Wirkstoff im Körper langsamer freigesetzt wird als normalerweise.

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Gewöhnt man sich bei längerer Anwendung an NSAR (ASS, Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac)?

Nein. Im Gegensatz zu einigen anderen Schmerzmitteln gibt es bei NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika, z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen) keinen Gewöhnungseffekt.

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Was kann ich tun, um die Rheumamedikamente besser zu vertragen?

Häufig kann die Art der Einnahme helfen, Medikamente besser zu vertragen. Nehmen Sie nichtsteroidale Antirheumatika (Ibuprofen, Diclofenac usw.) am Ende der Mahlzeit ein, das schont den Magen.

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Sind die Rheumamedikamente Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen magenfreundlicher, wenn man sie als Zäpfchen nimmt?

Nein. Die Möglichkeit der Magenunverträglichkeit der NSAR (NSAR = nicht-steroidale Antirheumatika, z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, ASS, Aspirin®) besteht unabhängig vom Einnahmemodus.

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