Rheuma erhöht Risiko für Knochenbrüche schon in jungen Jahren

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Rheumatoide Arthritis, das ist eine entzündliche Krankheit von Gelenken, erhöht das Risiko von Knochenbrüchen unter Belastung. Bisher hatte man angenommen, dass vor allem Frauen über 50 Jahren davon betroffen sind. Nun stellt eine Studie der US-amerikanischen Mayo Clinic fest, dass bereits junge Frauen mit der rheumatischen Erkrankung ein ebenfalls höheres Risiko für Knochenbrüche tragen.

 

Knochengewebe schon früh attackiert

Bei einer rheumatoiden Arthritis breiten sich Entzündungen im gesamten Bewegungsapparat – also in Gelenken und Sehnen – aus. Diese Entzündungen können aber auch auf Herz, Leber, Lunge, Niere, Nervensystem und Augen übergreifen. Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, zerstört sie Gelenke und schränkt die Bewegungsfreiheit der Patienten extrem ein. Ärzte haben festgestellt, dass schon sehr früh auch die den Gelenken nahen Knochen angegriffen werden. Bereits sechs Monate nach Krankheitsbeginn sind davon 40% der Patienten betroffen, nach einem Jahr rund 60%.

 

Frauen gefährdeter

Das mag ein Grund sein, warum Rheumapatienten generell ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben. In einer Studie mit 1.155 Probanden stellte sich nun heraus, dass bereits junge Frauen im Alter von unter 50 Jahren, die an rheumatoider Arthritis leiden, viel häufiger von Knochenbrüchen betroffen sind als Gleichaltrige, die diese Krankheit nicht haben.

Bei Männern mit rheumatoider Arthritis ermittelten die Wissenschaftler zwar auch ein erhöhtes Bruchrisiko. Es bleibt in jungen Jahren aber relativ gering und steigt erst mit zunehmendem Alter an. Eine Erklärung für diesen Unterschied zwischen Frau und Mann liefern die Wissenschaftler nicht.

WANC 06.12.2011
Quelle: American College of Rheumatology

 

 

Fremdwörterlexikon

prev
next

Rheuma

Mit Rheuma werden Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat bezeichnet, die mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen einhergehen. Oft liegt zusätzlich eine funktionelle Einschränkung ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

NSAR

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sind eine Klasse von Medikamenten, die gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber wirken. Der Begriff "nicht-steroidal" bezieht sich auf die chemische Struktur dieser ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

Arthritis

Arthritis ist der medizinische Fachausdruck für ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

Spondylitis ankylosans

Spondylitis ankylosans ist die medizinische Bezeichnung für den Morbus ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

TNF-Blocker

TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe des Signalstoffs Tumornekrosefaktor (TNF), der an der Steuerung der Zellaktivität des Immunsystems beteiligt ist. TNF ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

Rheumafaktor

Der Rheumafaktor ist ein Baustein in der Diagnose zahlreicher rheumatischer und nicht-rheumatischer Erkrankungen. Er wird im Blut, in der Regel im Serum, bestimmt. Beim Rheumafaktor handelt es sich um Autoantikörper ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen

Radiosynoviorthese

Die Radiosynoviorthese (von radio radioaktives Isotop, Synovialis Gelenkschleimhaut, Orthese Wiederherstellung; kurz RSO), angloamerikanisch radiation synovectomy, ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, z. B. Rheumatoide Arthritis oder aktivierte ...

Lexikon Rheuma

Weiterlesen