Sport für Rheumapatienten: Nicht verboten, sondern nützlich

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Menschen, die unter rheumatischen Beschwerden leiden, neigen dazu, sich körperlich zu schonen. Das ist ein Fehler, wie unlängst Prof. Bernd Kladny aus Herzogenaurach auf einem Rheumakongress betonte. Denn regelmäßige Bewegung und Sport helfen eher, den Verlauf der Rheumaerkrankung positiv zu beeinflussen.

Der häufigste Grund, mit Rheuma auf Sport zu verzichten, sind die Schmerzen. Die lassen sich aber heute fast immer gut in den Griff bekommen, so Kladny. Und wenn nicht, sei es ratsamer, mit dem Arzt therapeutische Alternativen zu besprechen (oder ihn ggf. auch zu wechseln), als die Schmerzen zu akzeptieren und die körperliche Bewegung einzustellen.

 

Lieber Radfahren statt Fußball, lieber Wandern statt Wettkampf

Allerdings ist nicht jede Sportart gleich gut geeignet. Plötzliche starke Drehbewegungen oder Stöße sollten nämlich eher vermieden werden. Nicht so güntsig sind also Ballsportarten oder Wettkampfsport. Um so besser dafür Radfahren, Schwimmen, Laufen, Walking oder auch Tanzen. Optimal sind zweieinhalb Stunden Ausdauertraining in der Woche.

Abgesehen vom Rheuma ist Sport aber natürlich auch gut für den gesamten Körper und im besonderen für das Herz-Kreislauf-System. Es gibt also auch noch mehrere andere Gründe, darauf nach Möglichkeit nicht zu verzichten. Und andersherum: Wer aufgrund seiner rheumatischen Beschwerden das Thema "körperliche Bewegung" mehr oder minder aufgibt und resigniert, schadet sich gleich in mehrfacher Hinsicht.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 22.07.2011
Quelle: 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

 

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