Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Themenkreis der rheumatischen Erkrankungen. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Rheuma bei Frau und Mann ganz unterschiedlich

Unter dem Begriff Rheuma werden etwa 400 Krankheiten zusammengefasst, die Knochen, Muskeln Organe und Bindegwebe befallen können. Allerdings hat sich herausgestellt, dass es auch bei rheumatischen Erkrankungen große Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

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Sind die Rheumamedikamente Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen magenfreundlicher, wenn man sie als Zäpfchen nimmt?

Nein. Die Möglichkeit der Magenunverträglichkeit der NSAR (NSAR = nicht-steroidale Antirheumatika, z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, ASS, Aspirin®) besteht unabhängig vom Einnahmemodus.

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Warum muss man vor einer Operation angeben, dass man Rheuma-Medikamente einnimmt?

Weil einige Rheumamittel die Blutgerinnung herabsetzen, was bei einer Operation die Blutungsgefahr erhöht. Das gilt speziell für die große Gruppe der NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika, z.B. ASS, Aspirin®, Ibuprofen, Diclofenac).

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Rheuma erhöht Risiko für Knochenbrüche schon in jungen Jahren

Rheumatoide Arthritis, das ist eine entzündliche Krankheit von Gelenken, erhöht das Risiko von Knochenbrüchen unter Belastung. Bisher hatte man angenommen, dass vor allem Frauen über 50 Jahren davon betroffen sind. Nun stellt eine Studie der US-amerikanischen Mayo Clinic fest, dass bereits junge Frauen mit der rheumatischen Erkrankung ein ebenfalls höheres Risiko für Knochenbrüche tragen.

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Welche Nebenwirkungen können unter Tiaprofensäure (Surgam®) auftreten?

Die möglichen Nebenwirkungen unter der Einnahme von Tiaprofensäure ähneln denjenigen, die auch unter den anderen Vertretern dieser Substanzklasse (ASS, Ibuprofen, Diclofenac u.a.) auftreten können. Die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeiten steigt mit der Dosis und der Länge der Anwendung. Viele haben aber auch überhaupt keine Probleme.

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Wann darf man Tiaprofensäure nicht einnehmen?

Die Anwendung von Tiaprofensäure ist in folgenden Situationen nicht erlaubt (im Sinne von: gefährlich):

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Bei welchen rheumatischen Beschwerden wird Tiaprofensäure (Surgam®) verschrieben?

Tiaprofensäure ist chemisch ein enger Verwandter von Ibuprofen und Naproxen. Der Wirkstoff, der unter dem Handelsnamen Surgam® auf dem Markt ist, wirkt gegen Schmerzen und Entzündungsprozesse im Gelenk.

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Wodurch entsteht eine Gicht?

Durch zu viel Harnsäure im Blut. Die Harnsäure ist ein normales Stoffwechselprodukt und hat nichts mit "Urin im Blut" zu tun. Allerdings gibt es bei der Gicht zu viel davon und in der Folge reichern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken an.

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Welche Nebenwirkungen können unter Ketoprofen (Alrheumun®, Gabrilen®, Phardol®, Spondylon®) auftreten?

Als sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als jeder Zehnte betroffen) gelten:

   

Was für ein Wirkstoff ist Ketoprofen?

Ketoprofen ist ein Schmerzmittel gegen rheumatische Beschwerden. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der sogenannten NSAR (nicht-steroidale Anti-Rheumatika), zu denen auch Ibuprofen oder Diclofenac zählen.

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Gicht: Vorsicht – Gelenk- und Organschäden

Etwa 2% der Deutschen leiden an Gicht, einer meist angeborenen Stoffwechselerkrankung. Dabei häuft der Körper so viel Harnsäure an, dass sich deren Kristalle in Gelenken und anderen Geweben ablagern. Dort lösen sie Entzündungen aus und können zu schmerzhaften Gichtanfällen führen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) betont, dass nur eine konsequente Therapie zur Absenkung des Harnsäurespiegels führen und damit eine dauerhafte Schädigung von Gelenken und Organen verhindern kann.

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Testosteron: Schutz vor Entzündungskrankheiten

Männer leiden seltener an Entzündungen. Warum das so ist? Pharmazeuten der Universität Jena haben eine Antwort gefunden: Es liegt am Testosteron. Das sorgt dafür, dass Männer in der Regel muskulöser als Frauen sind sowie eine tiefere Stimme und stärkere Körperbehaarung haben. Das Sexualhormon sorgt aber auch dafür, dass Männer deutlich seltener an entzündlichen und allergischen Erkrankungen als Frauen leiden.

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Sport für Rheumapatienten: Nicht verboten, sondern nützlich

Menschen, die unter rheumatischen Beschwerden leiden, neigen dazu, sich körperlich zu schonen. Das ist ein Fehler, wie unlängst Prof. Bernd Kladny aus Herzogenaurach auf einem Rheumakongress betonte. Denn regelmäßige Bewegung und Sport helfen eher, den Verlauf der Rheumaerkrankung positiv zu beeinflussen.

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Wie wirkt Naproxen bei Rheuma?

Naproxen ist ein bewährtes Schmerzmittel bei leichteren rheumatischen Schmerzen. Da der Wirkstoff nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend wirkt, ist er gerade bei entzündlichem Rheuma eine gute Alternative.

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Wann muss entzündliches Rheuma behandelt werden?

Natürlich ist der Umgang mit rheumatischen Beschwerden individuell sehr unterschiedlich und auch der Schmerzmittelbedarf schwankt von Person zu Person. Es gibt aber auch "objektive" Parameter, nach denen Rheumatologen eine Behandlungsbedürftigkeit beurteilen.

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Wie lange dauert es im Schnitt, bis ein Morbus Bechterew entdeckt wird?

Fünf bis sieben Jahre. Das haben Studien ergeben. Der Grund für diese extrem lange Phase der "Erkrankung ohne Entdeckung" liegt im schleichenden Beginn und in den lange Zeit unspezifischen Beschwerden.

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Was sind typische Anfangsbeschwerden bei entzündlichem Rheuma?

Das entzündliche Rheuma (Fachbegriff: Rheumatoide Arthritis) beginnt meist langsam und schleichend. Die Beschwerden sind oft so unspezifisch, dass viele Menschen mit Rheuma lange Zeit überhaupt nicht auf die Idee kommen, hinter den Symptomen könne Rheuma stecken.

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Rheuma

Mit Rheuma (altgr. rheo ,ich fließe’) werden Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, die oft mit funktioneller Einschränkung einhergehen. Die medizinisch korrekte Bezeichnung für Rheuma ist „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“. Die „Internationale Klassifikation der Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (ICD-10-GM, 2005)“ unterscheidet mittlerweile etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen, welche sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden.

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Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis) ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Der Krankheitsbeginn ist oft plötzlich, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Es können auch andere Gelenke betroffen sein, insbesondere Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Typischerweise werden bevorzugt die Handwurzelknochen, die Fingergrundgelenke (Metacarpophalangealgelenk) und die proximalen Interphalangealgelenke (PIP) befallen.

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Juvenile idiopathische Arthritis (kindliches Rheuma)

Juvenile idiopathische Arthritis (Abgekürzt JIA, ältere Synonyme: Juvenile rheumatoide Arthritis, Juvenile chronische Arthritis, Morbus Still oder volkstümlich kindliches Rheuma) ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von vorwiegend gelenkbefallenden Erkrankungen (Arthritis) des rheumatischen Formenkreises im Kindesalter (juvenil). Es sind Autoimmunkrankheiten letztlich unbekannter Ursache (idiopathisch).

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Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)

Die Spondylitis ankylosans (latinisiertes Griechisch: Spondylitis „Wirbelentzündung“ und ankylosans „versteifend“) oder Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken. Synonyme sind Morbus Bechterew oder Bechterewsche Krankheit (nach Wladimir Michailowitsch Bechterew), Bechterew-Strümpell-Marie-Krankheit, ankylosierende Spondylitis, rheumatoide Spondylitis und Spondylarthritis ankylopoetica.

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Morbus Bechterew: Diagnose

Der Zeitraum bis zur Diagnose beträgt nach Informationen der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) im Durchschnitt fünf bis sieben Jahre, in einigen Fällen jedoch bis zu 15 Jahre, was bei sorgfältiger Untersuchung vermeidbar ist.

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Rheuma

Mit Rheuma werden Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat bezeichnet, die mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen einhergehen. Oft liegt zusätzlich eine funktionelle Einschränkung ...

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NSAR

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sind eine Klasse von Medikamenten, die gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber wirken. Der Begriff "nicht-steroidal" bezieht sich auf die chemische Struktur dieser ...

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Arthritis

Arthritis ist der medizinische Fachausdruck für ...

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Spondylitis ankylosans

Spondylitis ankylosans ist die medizinische Bezeichnung für den Morbus ...

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TNF-Blocker

TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe des Signalstoffs Tumornekrosefaktor (TNF), der an der Steuerung der Zellaktivität des Immunsystems beteiligt ist. TNF ...

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Rheumafaktor

Der Rheumafaktor ist ein Baustein in der Diagnose zahlreicher rheumatischer und nicht-rheumatischer Erkrankungen. Er wird im Blut, in der Regel im Serum, bestimmt. Beim Rheumafaktor handelt es sich um Autoantikörper ...

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Radiosynoviorthese

Die Radiosynoviorthese (von radio radioaktives Isotop, Synovialis Gelenkschleimhaut, Orthese Wiederherstellung; kurz RSO), angloamerikanisch radiation synovectomy, ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, z. B. Rheumatoide Arthritis oder aktivierte ...

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