Was ist eigentlich Gelbfieber?
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird. Der Erreger ist vor allem in den tropischen Regionen von Afrika, Südasien und Südamerika heimisch.
Die Erkrankung beginnt etwa eine Woche nach dem Eindringen des Virus (also eine Woche nach dem Mückenstich), in der Regel mit plötzlich einsetzendem hohen Fieber. Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome gesellen sich hinzu. Gesicht und Augen werden oft auffällig rot. Der Puls ist ungewöhnlich langsam.
Oft zunächst wie eine Grippe
Bei leichten Verläufen verflüchtigen sich die Beschwerden dann langsam wieder und das Ganze fühlt sich an wie eine schwere Grippe, die abklingt. Bei schwerem Verlauf hingegen kehrt das Fieber nach einigen Tagen zurück. Dann kann es zusätzlich zu Bluterbrechen kommen und die Haut verfärbt sich gelblich. Die Gelbsucht-Symptome deuten an, dass die Leber geschädigt worden ist.
Bei Verdacht auf Gelbfieber wird in der Regel rein symptomatisch behandelt. Das heißt, mit Bettruhe, fiebersenkenden Maßnahmen, viel Flüssigkeit und bei Bedarf Kopfschmerztabletten. Klingt die Erkrankung nach drei Tagen nicht ab, muss man zwingend zum Arzt, um bleibende Nieren- oder Leberschäden zu verhindern.
Eine Gelbfieberimpfung benötigt zehn Tage, um ihre Wirkung zu entfalten. Dann hält der Schutz etwa zehn Jahre an.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
