Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Reisemedizin. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Reisekrankheit: Wie wirkt Dimenhydrinat?
Dimenhydrinat entfaltet seine Wirkung gegen Übelkeit vornehmlich über das Innenohr. Besser gesagt, über eine Blockierung des körpereigenen Botenstoffs Histamin und dessen Wirkung auf das Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Somit ist Dimenhydrinat ein sogenanntes Antihistaminikum.
Was enthalten die Reisetabletten von Ratiopharm?
Reisetabletten-ratiopharm® enthalten den Wirkstoff Dimenhydrinat. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Antihistaminikum, also einen Gegenspieler des Botenstoffs Histamin. Und Histamin ist maßgeblich an den Symptomen der Reisekrankheit – vor allem Übelkeit – beteiligt.
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Stimmt es, dass es auch ein Kaugummi gegen Reisekrankheit gibt?
Ja, mehrere sogar. Die Produkte Superpep® Reise-Kaugummi und Travel Gum Kaugummi Dragees enthalten dabei beide den Wirkstoff Dimenhydrinat.
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Wie wird Gelbfieber behandelt?
Eine spezifische Behandlung gegen das Gelbfieber gibt es nicht. Es ist hier also so wie bei den meisten viralen Infektionen: Man kann die Erkrankung nur symptomatisch behandeln.
Welche Symptome und Beschwerden verursacht Gelbfieber?
Gelbfieber äußert sich in leichteren Fällen wie eine Grippe: mit plötzlich einsetzendem Fieber und Kopfschmerzen. Manchmal kommt auch Übelkeit hinzu. Charakteristisch ist eine auffällige Rötung von Gesicht und Augen sowie den Rändern der Zunge. Weiterhin typisch, aber nur für Geübte erkennbar, ist der langsame Puls.
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Kann man in Vietnam das Dengue-Fieber bekommen?
Ja. Die Gefahr ist zwar gering, aber sie ist da. Vor allem im Süden Vietnams rund um Ho-Chi-Minh-Stadt kommt das Dengue-Fieber relativ häufig vor.
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Ist Vietnam ein Malaria-Gebiet?
Ja. Allerdings ist die Gefahr, sich mit Malaria zu infizieren, sehr unterschiedlich, abhängig davon, wo man sich aufhält. Die großen Städte Vietnams gelten als malariafrei. Auch in den Küstengebieten nördlich von Nha Trang sowie im Red River-Delta ist die Malaria-Gefahr relativ gering.
Welche Impfungen sind bei einer Reise nach Vietnam empfehlenswert?
Auch wenn bei Direkteinreise aus Europa keine Impfungen vorgeschrieben sind, empfehlen Ärzte bei Reisen nach Vietnam, zumindest den Impfstatus einiger Standardimpfungen zu prüfen und ggf. aufzufrischen. Dazu zählen in erster Linie Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A.
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Welche Impfungen sind bei der Einreise in Vietnam vorgeschrieben?
Keine. Zumindest dann nicht, wenn Sie direkt aus Europa kommen. Nur wenn Sie innerhalb der letzten sechs Tage vor der Vietnam-Reise in einem Gelbfiebergebiet gewesen sein, ist eine Gelbfieber-Impfung vorgeschrieben.
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Wie groß ist die Gefahr einer HIV-Infektion in Thailand?
Das kommt natürlich auf Ihr Verhalten an. Bei Verzicht auf sexuellen Kontakt zu Einheimischen ist die Gefahr wie überall anders praktisch gleich null (medizinische Einsätze und Drogenabhängigkeit mit Benutzung fremder Spritzen mal ausgenommen).
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Welcher Sonnenschutz wirkt besonders schnell?
Alle Sonnenschutzprodukte mit mineralischem Lichtschutz (z.B. mit Titanoxid) wirken besonders schnell, da bei ihnen die Schutzwirkung sofort einsetzt.
Stimmt es, dass Parfüms und manche Medikamente sich nicht mit der Sonne vertragen?
Ja, das stimmt. Es gibt Menschen, bei denen die Kombination aus "Fremdstoff" und Sonne sich äußerst unangenehm auswirkt. Parfüms können dann zum Beispiel zu einer bleibenden Pigmentierung der Haut an den parfümierten Körperstellen führen. Das gleiche gilt für Kosmetika und Deodorants.
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Braucht man in Nordeuropa überhaupt Sonnencreme?
Klares Ja. Auch wenn es im Norden durchschnittlich kühler ist als im Süden: Die verringerte Ozonschicht über der Arktis und Nordeuropa sorgt derzeit dafür, dass im Norden bereits im Frühjahr die UV-Strahlung so stark ist wie sonst im Hochsommer.
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Was ist eigentlich Gelbfieber?
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird. Der Erreger ist vor allem in den tropischen Regionen von Afrika, Südasien und Südamerika heimisch.
Was ist bei einem Hitzekollaps zu tun?
Wenn jemand Anzeichen eines Hitzekollapses zeigt, sollten Sie sofort erste Hilfe leisten, denn es handelt sich um einen behandlungsbedürftigen Notfall. Beachten Sie folgende Handlungsempfehlungen:
Wie entsteht ein Hitzekollaps?
Durch starkes Schwitzen bei hohen Temperaturen verliert der Körper viel Flüssigkeit und jede Menge Mineralstoffe. Außerdem erweitern sich die Blutgefäße der Haut, um mehr Wärme abgeben zu können. Dabei sinkt der Blutdruck stark und der Kreislauf macht schlapp.
Was ist Kala-Azar oder die Schwarze Krankheit?
Kala-Azar ist eine Tropenkrankheit, die durch einzellige sogenannte Protozoen übertragen wird. Sie führt zu Fieber und Milz- und Leberschwellung. Unbehandelt verläuft Kala-Azar oft tödlich.
Warum sehen Menschen, die sich viel in der Sonne aufhalten, schneller alt aus?
Besonders die langwelligen UV-A-Strahlen des Sonnenlichts beschleunigen die Hautalterung und die Faltenbildung. Sie dringen tief in die Lederhaut ein und schädigen dort die Kollagen- und Elastinfasern.
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Wie macht sich ein Sonnenstich bemerkbar?
Anzeichen für einen Sonnenstich sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Ohrensausen oder gar Erbrechen. Meistens ist das Gesicht stark gerötet.
Stimmt es, dass die Haut einen Sonnenbrand verzeiht?
Nein, das stimmt leider nicht. Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand. Schon der erste Sonnenbrand schädigt die Haut und das Erbgut in den Zellkernen der Hautzellen – das erhöht das Hautkrebsrisiko.
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Kann ich in der Sonne bleiben, so lange meine Haut nicht gerötet ist?
Nein. Zumindest dürfen Sie sich nicht allein darauf verlassen, was Sie sehen. Auch wenn die Haut noch keine Anzeichen von Sonnenbrand zeigt, kann es nämlich bereits höchste Zeit sein, den Schatten aufzusuchen.
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Wie oft sollte man Sonnencreme auftragen?
Das kommt natürlich darauf an, wie lange Sie sich in der Sonne aufhalten. Und wo Sie sich befinden, wie intensiv also die Sonnenstrahlen sind. Eine Pauschalempfehlung gibt es nicht, außer, im Zweifel lieber vorsichtiger zu sein.
Was hilft bei Sonnenbrand?
Das Wichtigste bei einem Sonnenbrand ist natürlich: raus aus der Sonne! Denn eine bereits verbrannte Haut weiter der Sonne auszusetzen, kann äußerst unangenehm enden.
Sonnencreme: Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?
Bei der Wahl des Lichtschutzfaktors ist zunächst der Hauttyp zu berücksichtigen. Hauttyp I benötigt einen sehr hohen Lichtschutzfaktor, Hauttyp IV braucht mindestens einen Basisschutz.
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Welcher Hauttyp bin ich?
Die Deutsche Krebsgesellschaft unterscheidet nach der Hautreaktion auf das erste 30-minütige Sonnenbad im Sommer bei Mitteleuropäern vier Hauttypen:
Was kann ich bei beginnendem Lippenherpes tun?
Sobald sich die ersten Anzeichen eines Lippenherpes bemerkbar machen (Kribbeln, Jucken, beginnende Rötung), tragen Sie Aciclovir-Salbe (z.B. Zovirax®) mit einem Wattestäbchen auf. Manchmal lässt sich damit die Ausbildung der Bläschen noch verhindern.
Kann ich dem Ausbruch von Lippen-Herpes im Urlaub vorbeugen?
Ja, einen Versuch ist es immer wert. Schon vor dem Urlaub können Sie Ihr Immunsystem stärken: mit ausgewogener Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf.
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Warum tritt Lippen-Herpes im Urlaub besonders gern in Erscheinung?
Es ist ärgerlich, aber auch Herpesviren (Herpes simplex) mögen die Sonne. Und sie mögen ein Immunsystem, das gerade ein bisschen schwächelt. Beides wird ihnen im Urlaub häufiger geboten als zuhause.
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Was kann ich gegen Verstopfung im Urlaub tun?
Manchmal hilft schon ein keimarmes Örtchen, in dem Sie sich behaglich fühlen. Reinigen oder desinfizieren Sie in Ihrer Unterkunft zunächst die Toilette. Außerdem sollten Sie im Urlaub nicht nur auf der faulen Haut liegen, sondern sich auch viel bewegen – das macht auch dem Darm Beine.
Warum habe ich im Urlaub immer Verstopfungen?
Sie gehören wahrscheinlich zu den Vielen, deren Darm auf eine Umstellung sensibel reagiert. Und an Umstellungen mangelt es auf Reisen nicht:
Stimmt es, dass Cola gegen Durchfall hilft?
Das ist offenbar ein Mythos. Britischen Gesundheitsexperten zufolge soll sogar das Gegenteil der Fall sein: Cola schadet eher als dass sie hilft.
Ab wann muss man mit Durchfall zum Arzt?
Wenn Sie mehr als drei Tage Durchfall haben, sollten Sie auf jeden Fall zu einem Arzt gehen. Denn ein "normaler" und eher harmloser Reisedurchfall ist nach spätestens drei Tagen abgeklungen.
Woher kommt der Reisedurchfall?
Typischerweise entsteht Reisedurchfall durch bakteriell verunreinigte Lebensmittel. Er ist also eine ganz normale Abwehrreaktion des Körpers gegen unerwünschte Eindringlinge.
Was mache ich, wenn im Urlaub mein Magen rebelliert?
Steigen Sie ein paar Tage auf leichte Kost um, bei stärkeren Beschwerden am besten auf Zwieback und Kamillentee. Vor allem sollten Sie um fette Speisen einen großen Bogen machen.
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Warum spielt ausgerechnet im Urlaub bei vielen Menschen der Magen verrückt?
Weil der Magen ein Gewohnheitstier ist. Im Urlaub ist oftmals vieles anders als zu Hause: andere Umgebung, ungewohnter Lebensrhythmus, fremde, fette und scharf gewürzte Speisen.
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Kann man auf Reisen Fisch und Fleisch immer bedenkenlos essen?
Durchgebratenes Fleisch ist kein Problem. Mit Geflügel und Eiern sollten Sie allerdings vorsichtig sein – auch Salmonellen und andere Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen haben es gern schön warm.
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Kann ich Obst und Gemüse vom Markt essen?
Auch wenn es noch so lecker aussieht: Im Urlaub, insbesondere in südlichen und tropischen Ländern gilt die Regel: "Peel it, cook it or forget it" ("Schäle es, koche es, oder vergiss es").
Wo kann man das Wasser aus der Wasserleitung trinken?
Im Urlaub am besten nirgendwo. Es sei denn, Sie haben vom Hotel oder Gastgeber eine wirklich verlässliche Bestätigung der Unbedenklichkeit. Die Trinkwasserqualität ist in kaum einem Land so hoch wie in Deutschland.
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Was hilft gegen einen Jetlag?
Komplett vermeiden lässt sich ein Jetlag beim Überfliegen von mehreren Zeitzonen nicht. Aber immerhin gibt es einige Tricks, wie Sie die Beschwerden in den Tagen nach der Ankunft verringern können.
Wenn ich vorbeugend ein Malariamedikament nehme, ist dann mein gestilltes Baby automatisch auch geschützt?
Nein, die Muttermilch schützt nicht ausreichend vor der Erkrankung. Ihr Baby braucht immer eine eigene Malariaprophylaxe. Wenn es denn überhaupt eine braucht.
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