Bezahlt die Krankenkasse eine Psychotherapie?

Ja, in Deutschland bezahlen die Krankenkassen eine Psychotherapie. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Jedoch muss eine psychische Störung vorliegen, die von den Krankenkassen als solche anerkannt ist. Ob das der Fall ist, kann ein Facharzt, Psychiater oder anerkannter Psychotherapeut feststellen.

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Wann eine Psychotherapie bezahlt wird

Zu den psychischen Störungen mit sogenanntem Krankheitswert gehören zum Beispiel

  • Suchtkrankheiten,
  • wahnhafte Störungen wie schizophrene oder psychotische Störungen,
  • Angst- und Zwangsstörungen,
  • Depressionen,
  • manische oder hypomanische Störungen,
  • Essstörungen,
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen,
  • psychosomatische Störungen
  • und andere mehr.

Nur drei Verfahren werden sicher erstattet

Dabei sind kristallklare Abgrenzungen kaum möglich. Oft kommt nicht eine Störung alleine vor, sondern es zeigt sich eine Kombination aus verschiedenen Symptomen. Jedoch steht meist eine Symptomatik erkennbar im Vordergrund.

Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland aktuell nur drei Verfahrensrichtungen der Psychotherapie bezahlen: analytische, tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Verfahren. Aber es gibt Ausnahmen auf dem Weg außervertraglicher Kostenerstattungsverfahren als sogenannte Kulanzregelungen. Darüber kann man mit der Krankenkasse offen sprechen.

Autorin: Christa Kosmala, psychologische Beraterin (M.A. / Master of Counselling)

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