Was bedeutet bei Prostatakrebs der Gleason-Score?

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Der Gleason-Score sagt etwas über die Zelleigenschaften des Tumors aus. Je höher der Wert liegt, desto aggressiver und gefährlicher sind die Krebszellen einzuschätzen.

Zum Hintergrund: Im Rahmen der Abklärungsdiagnostik werden Gewebeproben entnommen und die Krebszellen auf ihre Wachstumseigenschaften hin untersucht. Früher wurde der Befund im "Grading-System" ausgedrückt (G1-G4). Heute gilt der Gleason-Score als Standard, weil er genauer ist.

Zur Bestimmung des Gleason-Scores werden zunächst mehrere Gewebeproben aus der Prostata entnommen und mikroskopisch untersucht. Jeder untersuchte Zellverband bekommt dann eine Zahl von 1 bis 5 zugeordnet, wobei ein Wert von 5 den höchsten Wachstums- und Gefährlichkeits-Level bedeutet. Von diesen Zellproben werden dann die beiden herangezogen, in denen die aggressivsten Krebszellen gefunden wurden. Der Wert dieser beiden wird zusammengezählt.

Der Gleason-Score kann dann also zwischen 2 (zweimal ein Wert von 1) und 10 (zweimal ein Wert von 5) liegen. In der Regel liegt er eher dazwischen. Je höher der Gleason-Score ausfällt, desto eher muss mit einer weiteren Ausbreitung des Tumors gerechnet werden und desto intensiver muss behandelt werden.


Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 

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