Verdacht auf Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht die Abkürzung HGPIN?

Ärzte lieben es, wenn sie keiner versteht (außer Kollegen). HGPIN ist die Abkürzung für "hochgradig prostatische intraepitheliale Neoplasie". Auf deutsch heißt das, man hat im Prostatagewebe Zellen gefunden, die hochverdächtig für eine Krebsvorstufe sind.

Wenn also HGPIN im Befundbericht steht, besteht Gefahr, dass entweder in Kürze ein bösartiger Tumor in der Vorsteherdrüse (Prostata) entsteht oder dass sogar an anderer Stelle schon ein Herd entstanden ist. In vielen Fällen wird bei einem solchen Befund zunächst eine weitere Gewebeentnahme (Biopsie) zur Kontrolle veranlasst. Aber selbst, wenn dabei kein Krebsherd entdeckt wird, muss häufig vorsorglich mit therapeutischen Maßnahmen (z.B. operative Entfernung) begonnen werden, um die Gefahr einer weiteren Ausbreitung dieser Zellen zu verhindern.

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