Je geringer die Fruchtbarkeit, desto geringer das Risiko für Prostatakrebs

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Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, dann liegt das zu 50% am Mann. Die häufigste Ursache für die Unfruchtbarkeit bei Männern ist eine verminderte Spermienqualität. Was vielen Männern große Sorgen macht, hat allerdings eine gute Seite: Männer mit geringer Fortpflanzungsfähigkeit sind viel weniger von Prostatakrebs betroffen.

Die Wissenschaftler sagen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen der männlichen Fruchtbarkeit und dem Risiko gibt, an Prostatakrebs zu erkranken. Und die Verminderung des Risikos ist erheblich: Sie liegt bei 50%. Herausgefunden wurde das bei der Untersuchung von zwei Gruppen mit jeweils 450 Männern. In der einen Gruppe waren Männer mit und in der anderen ohne eine Prostatakrebs-Erkrankung. Dabei stellte sich heraus, dass eine eingeschränkte Fertilität mehr Einfluss auf das Risiko hat, als beispielsweise Ernährung, Rauchen, Alkohol und andere Faktoren.

 

Schuld ist das Dioxin-Rezeptor-Gen

Warum das so ist, führen die Studienautoren auf genetische Ursachen zurück. Sie machen das Gen für den Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AHR) verantwortlich, der auch Dioxin-Rezeptor genannt wird. Seinen Namen hat das Gen erhalten, weil es gesundheitsschädigende Wirkungen von Umweltgiften – wie es Dioxin ist – in die Zellentwicklung trägt. Und das kann vermutlich die Zeugungsfähigkeit beeinflussen.

WANC 02.02.2012
Quelle: The Swedish Research Council, Lund University, Fertility Center Berlin

 

 



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