Prostatakrebs: Kaffee kann Risiko senken
Männer, die regelmäßig Kaffee trinken, haben anscheinend ein geringeres Risiko für Prostatakrebs. Der Effekt stellt sich schon bei einer Tasse pro Tag ein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Kaffee Koffein enthält oder nicht. Dies ist das Ergebnis einer Studie der US-amerikanischen Harvard School of Public Health, an der fast 50.000 Männer teilnahmen.
Die Details sind fast noch interessanter: Männer, die sechs oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken (also eine gemeinhin schon als etwas hoch eingeschätzte Menge), hatten ein um 20% geringeres Risiko, Prostatakrebs zu bekommen. Besonders aggressive Tumoren traten sogar um 60% weniger auf. Auch bei bis zu drei Tassen Kaffee am Tag war die Schutzwirkung noch nachweisbar - aber geringer ausgeprägt.
Und wie macht der Kaffee das? Am Koffein kann es ja nicht liegen. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Schutzeffekt auf entzündungshemmende Substanzen und sogenannte Antioxidantien im Kaffee zurückzuführen ist. Der genaue Zusammenhang ist aber noch weitgehend unklar.
WANC 19.05.2011
Quelle: Journal of the National Cancer Institute, online, May 17, 2011.
