Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Prostatakrebs. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Inkontinenz nach Prostata-OP: Training schafft Besserung
Das ist der Albtraum betroffener Männer: Nach einer Prostatakrebsoperation funktionieren die Schließmuskeln nicht mehr. Die Folge: Inkontinenz, d.h. Harn kann nicht zurückgehalten werden. Doch eine Studie belegt nun, dass durch ein gezieltes Training bei der Regeneration geholfen werden kann.
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Je geringer die Fruchtbarkeit, desto geringer das Risiko für Prostatakrebs
Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, dann liegt das zu 50% am Mann. Die häufigste Ursache für die Unfruchtbarkeit bei Männern ist eine verminderte Spermienqualität. Was vielen Männern große Sorgen macht, hat allerdings eine gute Seite: Männer mit geringer Fortpflanzungsfähigkeit sind viel weniger von Prostatakrebs betroffen.
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Was bedeutet im Befundbericht über Prostatakrebs MO oder M1?
Mit M0 und M1 wird zum Ausdruck gebracht, ob der Tumor bereits Fernmetastasen gebildet hat. M0 (keine Metastasen) ist also deutlich günstiger als M1. Allerdings wachsen viele Prostatatumoren so langsam, dass selbst M1 eine nicht so fatale Diagnose ist wie bei anderen Krebsarten.
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Was bedeutet bei einem Prostatakrebs-Befund N0 oder N1?
Der Befundbericht bei einem Prostatakrebs enthält meist die sogenannte Klassifizierung nach TNM. Das "N" steht dabei für die benachbarten Lymphknoten. Sind diese tumorfrei, spricht man von NO, enthalten sie Krebszellen, heißt es N1.
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Was bedeutet bei einem Prostatakrebs-Befund T1, T2, T3 oder T4?
Um die Ausbreitung eines Prostatatumors zu klassifizieren, benutzen Mediziner das sogenannte TNM-System. Das "T" steht dabei für die Größe des Krebsherdes, das "N" für befallene Lymphknoten und das "M" für das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Metastasen (Tochtergeschwülsten).
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Neuartiges radioaktives Präparat gegen Prostatakrebs
Mit einem neuartigen Medikament soll die Behandlung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs verbessert werden. Vor allem in den Fällen, in denen sich bereits Knochenmetastasen gebildet haben, soll das radioaktive Präparat Schmerzen lindern und die Überlebenszeit verlängern.
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Diagnose Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht TNM?
Das TNM-System dient der Beurteilung der Ausbreitung eines Tumors. Es wird nicht nur bei Prostatakrebs, sondern bei fast allen Krebserkrankungen angewandt.
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Was bedeutet bei Prostatakrebs der Gleason-Score?
Der Gleason-Score sagt etwas über die Zelleigenschaften des Tumors aus. Je höher der Wert liegt, desto aggressiver und gefährlicher sind die Krebszellen einzuschätzen.
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Was bedeutet Prostatakarzinom vom Typ G1 oder G4?
Um die Gefährlichkeit eines Prostatatumors einschätzen zu können, werden im Rahmen der Abklärungsdiagnostik Gewebeproben entnommen und die Krebszellen auf ihre Wachstumseigenschaften hin untersucht. Das Ergebnis wurde bis vor einigen Jahren im "Grading-System" ausgedrückt, nämlich in G1, G2, G3 oder G4.
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Biopsie-Befund "ASAP" oder "HGPIN": Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Prostatakrebs habe?
Leider relativ hoch. Wenn bei einer Prostatabiopsie Zellverbände gefunden werden, die als HGPIN (hochgradig prostatische intraepitheliale Neoplasie) oder ASAP (atypische mikroazinäre Proliferation) klassifiziert werden, besteht eine recht große Gefahr, dass diese Zellen zu einem bösartigen Tumor werden, oder dass an anderer Stelle bereits ein Krebsherd vorliegt.
Verdacht auf Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht die Abkürzung HGPIN?
Ärzte lieben es, wenn sie keiner versteht (außer Kollegen). HGPIN ist die Abkürzung für "hochgradig prostatische intraepitheliale Neoplasie". Auf deutsch heißt das, man hat im Prostatagewebe Zellen gefunden, die hochverdächtig für eine Krebsvorstufe sind.
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Diagnose Prostatakrebs: Was meinen Ärzte, wenn sie vom "Grading" des Tumors sprechen?
Das "Grading" eines Tumors beschreibt seine Zellbeschaffenheit und das Ausmaß seiner Aggressivität. So kann es durchaus große Unterschiede geben, was die Wachstums- und Ausbreitungseigenschaften der Krebszellen angeht.
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Stimmt es, dass Fahrradfahren oder körperliche Anstrengung des PSA-Wert ansteigen lassen können?
Ja. Alles, was Druck auf die Prostata ausübt, kann des PSA-Wert kurzfristig erhöhen. Das gilt besonders für Fahrradfahren, aber auch für körperliche Anstrengung generell, und das gilt übrigens auch für Geschlechtsverkehr.
Warum sollte ein PSA-Test immer mindestens einmal wiederholt werden?
Weil der PSA-Wert sehr störanfällig ist und sehr stark schwanken kann. So können zum Beispiel so alltägliche Dinge wie körperliche Anstrengung, Fahrradfahren oder auch Geschlechtsverkehr vor der Untersuchung den Wert in die Höhe treiben.
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Welche Beschwerden verursacht Prostatakrebs im Frühstadium?
Meistens gar keine. Da bösartige Tumoren in der Prostata häufig im äußeren Teil der Vorsteherdrüse entstehen, wo sie auf keine relevanten anderen Gewebe drücken, wachsen sie oft über viele Jahre vollkommen unbemerkt.
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Sind Probleme beim Wasserlassen ein typisches Frühsymptom bei Prostatakrebs?
Nein. Prostatakrebs kann zwar auch zu Problemen beim Wasserlassen führen (z.B. schwächer werdender Harnstrahl), allerdings ist das eher selten. Das hängt damit zusammen, dass bösartige Tumoren eher an der äußeren Seite der Vorsteherdrüse entstehen, wo sie nicht auf die Harnröhre drücken können.
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Flottes Gehen kann gegen Prostatakrebs helfen
Für Männer, bei denen ein Prostatakrebs entdeckt wurde, lohnt es sich offenbar, regelmäßig Sport zu treiben. Wer zum Beispiel einmal pro Woche ein mehrstündiges intensives Walking betreibt, erhöht seine Chancen, dass der Tumor sich nicht weiter ausbreitet. Dies ist das Ergebnis einer Studie der University of California in San Francisco.
Prostatakrebs: Kaffee kann Risiko senken
Männer, die regelmäßig Kaffee trinken, haben anscheinend ein geringeres Risiko für Prostatakrebs. Der Effekt stellt sich schon bei einer Tasse pro Tag ein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Kaffee Koffein enthält oder nicht. Dies ist das Ergebnis einer Studie der US-amerikanischen Harvard School of Public Health, an der fast 50.000 Männer teilnahmen.
Habe ich einen Anspruch auf Erstattung der Kosten für einen PSA-Test?
Nein, zumindest nicht im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge. Der PSA-Test gehört nicht zum Früherkennungsprogramm bei Prostatakrebs und wird daher von den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Zusammenhang auch nicht bezahlt bzw. erstattet.
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Was genau ist eigentlich PSA?
Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein körpereigenes Eiweiß. Es sorgt in der Prostata für eine Verflüssigung des Samensekrets.
Ist die Tastuntersuchung der Prostata in der Krebsfrüherkennung zuverlässig?
Leider nein. Zwar können mit der rektalen Untersuchung der Prostata (Arzt tastet Prostata mit dem Finger vom Enddarm aus ab) Unregelmäßigkeiten der Drüsenoberfläche ertastet und damit Hinweise auf einen möglichen Tumor entdeckt werden. Allerdings auch nur, wenn der Tumor exakt in den abgetasteten Bereich hineingewachsen ist.
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Ist die Teilnahme an den Krebsvorsorgeuntersuchungen Pflicht?
Nein. Die Teilnahme am gesetzlichen Früherkennungsprogramm ist für Männer freiwillig. Allerdings besteht für Männer, die nach dem 31. März 1962 geboren wurden, die Pflicht, sich über das Für und Wider der Vorsorgeuntersuchungen zumindest einmal beraten zu lassen.
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Muss man bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung Praxisgebühr zahlen?
Nein. Mit dieser Regelung wollen Krankenkassen und Gesetzgeber verhindern, dass finanzielle Gründe ein Hinderungsgrund für die sinnvollen (und im Zweifel krankheitsverhütenden) Vorsorge-Untersuchungen sind.
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Welche Ärzte führen Vorsorgeuntersuchungen für Prostatakrebs durch?
Die Krebsvorsorgeuntersuchung für Prostatakrebs bieten Hausärzte, hausärztliche Internisten und Urologen an. Hausärzte und Internisten überweisen für diese Untersuchung manchmal auch an einen Urologen, sind aber allemal ein guter erster Ansprechpartner.
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Erhöht die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) das Krebsrisiko?
Nein, nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die benigne Prostatahyperplasie, also die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, ist ja sehr häufig und kann teilweise ähnliche Beschwerden hervorrufen wie ein Karzinom.
Erhöht eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) das Prostatakrebsrisiko?
Nein. Etwa Dreiviertel aller sexuell aktiven Menschen stecken sich mindestens einmal im Leben mit dem humanen Papillomvirus (HPV) an. Meist merkt man davon gar nichts. Während das HPV aber in Einzelfällen bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, hat es auf das Risiko, Prostatakrebs zu bekommen, keinen Einfluss.
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Hat die sexuelle Aktivität Einfluss auf das Prostatakrebs-Risiko?
Klares Nein. Egal, ob Sie nun keinen, wenig oder sehr viel Sex haben - für das Risiko, Prostatakrebs zu bekommen, ist das völlig unerheblich.
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Erhöht eine Sterilisation (Vasektomie) das Prostatakrebs-Risiko?
Klares Nein. Die Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter zur Empfängnisverhütung) hat keinen Einfluss auf das Risiko, Prostatakrebs zu bekommen.
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Erhöht Alkohol das Prostatakrebs-Risiko?
Nein. Alkohol hat mit der Entstehung von Prostatakrebs nichts zu tun.
Senken Phytohormone aus Soja das Prostatakrebs-Risiko?
Nein. Zumindest konnte ein solcher Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen werden.
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Senkt Selen das Prostatakrebs-Risiko?
Nein. Zumindest konnte ein solcher Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen werden.
Mein Vater ist an Prostatakrebs erkrankt: Ist dann auch mein Risiko erhöht?
Ja. Das persönliche Risiko nimmt zu, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind. Allerdings muss man bei der Interpretation solcher Daten immer auch vor zu großer Angst warnen: Längst nicht alle Männer, deren Väter ein Prostatakarzinom bekommen haben, erkranken auch selbst. Nur die Gefahr ist relativ betrachtet größer.
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Mein Bruder ist an Prostatakrebs erkrankt: Ist dann auch mein Risiko erhöht?
Ja. Das persönliche Risiko nimmt zu, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind. Allerdings muss man bei der Interpretation solcher Daten immer auch vor zu großer Angst warnen: Längst nicht alle Männer, deren Brüder ein Prostatakarzinom bekommen haben, erkranken auch selbst. Nur die Gefahr ist relativ betrachtet größer.
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Wird Prostatakrebs vererbt?
Prostatakrebs ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber nach jüngsten Erkenntnissen spielen genetische Faktoren bei der Entstehung offenbar zumindest eine Teil-Rolle. So wurde in einer großen schwedischen Studie festgestellt, dass das persönliche Risiko zunimmt, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind.
Entsteht Prostatakrebs durch zu viel Testosteron?
Fest steht: Männer, die vor der Pubertät ihre Hoden verloren und kein Testosteron zum Hormonausgleich eingenommen haben, bekommen keinen Prostatakrebs.
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Kann man auch schon als junger Mann an Prostatakrebs erkranken?
Das ist so gut wie ausgeschlossen. Prostatakrebs ist eine typische Erkrankung des höheren Alters, vor dem 50. Lebensjahr kommt sie fast nie vor.
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Ist man nach einer Szintigraphie noch gefährlich (radioaktiv) für andere Personen?
Die vor einer Szintigraphie gespritzten radioaktiven Substanzen weisen nur eine verhältnismäßig geringe Strahlenbelastung auf und zerfallen nach der Untersuchung auch sehr rasch. Insofern besteht nicht nur für Sie, sondern auch für Personen in Ihrer unmittelbaren Nähe im Prinzip keine Gefahr.
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Ist eine Knochen-Szintigraphie gesundheitsschädlich?
Bei einer Szintigraphie werden nur sehr geringe Mengen radioaktiver Substanzen verabreicht. Es handelt sich dabei zudem um Substanzen, die binnen kürzester Zeit wieder zerfallen bzw. ausgeschieden werden. Deshalb ist die radioaktive Strahlenbelastung bei einer Knochen-Szintigraphie zwar vorhanden, aber nicht bedenklich. Spätschäden sind nicht bekannt.
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Wie viel Zeit muss man für eine Knochen-Szintigraphie einplanen?
In der Regel mehrere Stunden. Die eigentlichen Aufnahmen dauern zwar nicht länger als 20 Minuten. Aber vorher wird eine radioaktive Substanz ins Blut gespritzt, die sich vor den Aufnahmen erst im Körper verteilen muss. Und das kann ein paar Stunden dauern.
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Kann mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt werden, wie weit der Prostatakrebs gewachsen ist?
Ja und nein. Mit der Magnetresonanztomographie (MRT, auch "Kernspintomographie") lässt sich evtl. erkennen, ob das Prostatakarzinom die Kapselgrenzen bereits überschritten hat.
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