Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Osteoporose. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Osteoporose durch Magen-Darm-Erkrankungen
Wenn Magen und Darm nicht richtig arbeiten, dann besteht auch Gefahr für die Knochen. Denn wenn diese nicht mehr ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt werden, dann können sie brüchig werden.
Wie wirkt Fosamax® bei Osteoporose?
Fosamax® enthält den Wirkstoff Alendronsäure, auch Alendronat genannt. Das ist ein sogenanntes Bisphophonat und wirkt dem Knochenabbau entgegen.
Auf welche Weise wirken Bisphosphonate bei Osteoporose?
Bisphosphonate sind eine Gruppe von Medikamenten, die allesamt dem Knochenabbau entgegenwirken. Das gelingt ihnen, in dem sie die sogenannten Osteoklasten hemmen. Das sind die "Knochen-Entrümpler" im Körper.
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Mit welchen Untersuchungen lässt sich eine Osteoporose feststellen?
Die erste Frage, die man sich bei einer Osteoporose-Abklärung immer stellen muss, ist die, ob die Abklärung überhaupt notwendig ist. Was hat den Arzt dazu gebracht, einen Knochenschwund zu vermuten? Ist das für Sie nicht schlüssig, sollten Sie im Zweifel einen zweiten Arzt fragen.
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Wann sollte eine gezielte Untersuchung auf Osteoporose erfolgen?
Insgesamt ist dieses Thema etwas strittig. Dadurch, dass einige Ärzte (Knochendichtemessung) und einige Pharmafirmen (Medikamente) von einer intensiveren Osteoporose-Diagnostik profitieren und sich auch entsprechend verhalten, sollte man die "Empfehlungen" zu dieser Frage immer lieber doppelt prüfen.
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Stimmt es, dass man bei einer Osteoporose immer kleiner wird?
Zumindest bei sehr langem, unentdecktem Verlauf kann das passieren. Und zwar dadurch, dass es zu unbemerkten Einbrüchen von Wirbelkörpern kommt, die die Wirbelsäule zusammensinken lassen.
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Welche Symptome verursacht eine Osteoporose?
Meistens überhaupt keine. Zumindest über lange Zeit. Das klingt aber nur auf den ersten Blick gut. Denn gerade, weil eine Osteoporose lange Zeit keine Beschwerden verursacht, wird sie oft auch erst sehr spät entdeckt.
Stimmt es, dass man durch Rauchen eine Osteoporose bekommen kann?
Ja. Der Grund: Bei Rauchern kommt es zu einer schlechteren Nährstoffversorgung des Knochens.
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Kann eine Schilddrüsenüberfunktion zur Osteoporose führen?
Ja. Vereinfacht kann man sagen, dass das Schilddrüsenhormon Thyroxin den Energieverbrauch und Gesamtumsatz des Körpers erhöht. Das ist auch völlig okay, nur bei einem Zuviel davon wird es zum Problem.
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Stimmt es, dass eine Kortison-Behandlung zu Knochenschwund und Osteoporose führen kann?
Ja und nein. Wenn man über einen langen Zeitraum Kortison-Tabletten einnehmen muss, steigt tatsächlich das Risiko für eine Osteoporose. Das gilt aber nicht, wenn die Behandlung nur ein paar Tage oder auch wenige Wochen dauert.
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Osteoporose: Schon in der Jugend vorsorgen
8 Millionen Menschen sollen in Deutschland unter Osteoporose leiden. Das Westdeutsche Osteoporose Zentrum (WOZ) moniert, dass nur jede fünfte Erkrankung rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird. Eine Vorsorge gegen Knochenschwund könne schon in der Pubertät erfolgen.
Osteoporose? Knochendichtemessung nur bei begründetem Verdacht
Osteoporose ist vornehmlich eine Krankheit des höheren Alters. Sie trifft Frauen häufiger als Männer. Bei einer Osteoporose vermindert sich die Festigkeit – besser die Dichte – der Knochen. Dadurch werden sie dünner und anfälliger für Brüche. Das Risiko kann durch eine Knochendichtemessung – medizinisch Osteodensitometrie – ermittelt werden.
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Was versteht man unter einer sekundären Osteoporose?
Von sekundärer Osteoporose sprechen Ärzte, wenn der Knochenschwund auf eine andere Erkrankung zurückgeht. Wenn die Osteoporose also nicht das "primäre" Geschehen ist, sondern sekundär dem anderen Gesundheitsproblem folgt.
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Was hat das Körpergewicht mit der Osteoporose zu tun?
Übergewicht gilt als Risikofaktor für eine Vielzahl von Erkrankungen, und wer ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, wird mit diesen Informationen fast ein bisschen gequält. Man kann ihnen ja praktisch nicht aus dem Wege gehen. Da tun dann gute Nachrichten manchmal gut: Zumindest bei der Osteoporose ist es nämlich andersherum.
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Stimmt es, dass ein spätes Einsetzen der Monatsblutung das Osteoporose-Risiko erhöht?
Ja. Vereinfacht kann man sagen: Um so mehr weibliche Geschlechtshormone im Laufe des Lebens produziert werden, um so geringer ist das Risiko für eine Osteoporose im Alter. Somit ist ein später Beginn der monatlichen Regelblutung ein eher ungünstiger Faktor.
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Welche Knochen sind bei einer Osteoporose am stärksten gefährdet?
Der Oberschenkelknochen und die Wirbelkörper. Zumindest, was die Bruchgefahr angeht. Anders ausgedrückt: Die häufigsten Knochenbrüche aufgrund einer Osteoporose sind Oberschenkelhalsbrüche und sogenannte Wirbelkörperfrakturen.
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Osteoporose: Keine reine Frauenkrankheit
Immer mehr Männer bekommen eine Krankheit, die bisher eher als ein Frauenproblem galt: Osteoporose. Rund acht Millionen Deutsche leiden an immer poröser und damit bruchanfälliger werdenen Knochen. Mittlerweile sind darunter etwa ein Drittel Männer. Und die Tendenz ist steigend.
Was haben die beiden Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron mit dem Knochen und Osteoporose zu tun?
Neben vielen anderen Aufgaben und Funktionen steuern die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron auch den Knochenstoffwechsel. Nicht direkt, aber über Beeinflussung anderer Hormone und Botenstoffe.
Welches Hormon sorgt für einen Kalziumabbau im Knochen?
Das sogenannte Parathormon. Parathormon wird in der Nebenschilddrüse gebildet und steuert den Kalziumabbau im Knochen. Unter dem Einfluss dieses Hormons wird Kalzium aus dem Knochen herausgelöst und ins Blut überführt.
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Was ist Calcitonin? Und wofür ist es gut?
Calcitonin ist ein Hormon, das in der Schilddrüse gebildet wird. Es steuert in erster Linie den Kalzium- und Phosphat-Haushalt im Körper.
Welche beiden Körperstoffe sorgen dafür, dass der Knochen ausreichend Kalzium enthält?
Calcitonin und Vitamin D. Vitamin D ist dabei im eigentlichen Sinne kein körpereigener Stoff: Das Vitamin muss über die Nahrung zugeführt werden oder – mengenmäßig bedeutender – es wird im Körper unter Einfluss von Sonnenlicht aus Vorstufen gebildet.
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Kann man Wirbelfrakturen operativ beheben?
Ja. Wenn Wirbelbrüche (Wirbelfrakturen) aufgrund einer Osteoporose über Monate anhaltenden Schmerzen bereiten, gibt es zwei gängige Verfahren zur operativen Behandlung:
Welche Besonderheiten oder Krankheiten begünstigen die Entstehung einer Osteoporose?
Es gibt eine ganze Reihe an körperlichen Faktoren oder auch Erkrankungen, die die Entstehung und das Fortschreiten einer Osteoporose begünstigen können. Dazu zählen:
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Schadet zu viel Kalzium der Gesundheit?
Experten gehen davon aus, dass eine tägliche Zufuhr von 1.000 mg Kalzium ausreicht. Mehr als 1.500 mg pro Tag können der Gesundheit unter Umständen schaden.
Darf man sich mit einem Wirbelkörperbruch noch bewegen?
Ja, man sollte sogar! Zu Wirbelkörperbrüchen (Wirbelkörperfrakturen) kommt es in aller Regel bei fortgeschrittener Osteoporose.
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Stimmt es, dass regelmäßiger Sport vor Osteoporose schützt?
Klares Ja. Regelmäßige körperliche Bewegung ist enorm wichtig, um Osteoporose vorzubeugen und auch, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
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Stimmt es, dass eine Kalzium-Therapie gefährlich fürs Herz sein kann?
Ja, allerdings ist diese Erkenntnis noch recht neu. Eine im British Medical Journal publizierte Studie (Bolland et al., BMJ 2010) hat ergeben, dass bei regelmäßiger Einnahme von Kalziumpräparaten (ohne gleichzeitige Vitamin-D-Gabe) zur Vorbeugung oder Behandlung einer Osteoporose das Herzinfarktrisiko in einem vierjährigen Beobachtungszeitraum um etwa 30% steigt.
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Ich habe Rheuma: Was kann ich gegen mein Osteoporose-Risiko tun?
Menschen mit Rheuma (rheumatoider Arthritis) haben ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Das liegt zum einen an der entzündlichen rheumatischen Krankheit selbst, zum anderen an der Einnahme von Kortisonpräparaten (wenn diese eingenommen werden müssen).
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Wann sollte man bei Morbus Crohn mit Kalzium und Vitamin D einem Knochenschwund vorbeugen?
Die Einnahme von Kalzium und Vitamin D kann der Entstehung eines Knochenschwunds bzw. einer Osteoporose vorbeugen. Das wird bei Menschen mit Morbus Crohn in verschiedenen Situationen empfohlen, zum Beispiel, wenn bei der Knochendichtemessung ein gewisser Wert unterschritten wird.
Wie kann es bei Morbus Crohn/Colitis ulcerosa zu einer Osteoporose kommen?
Die Entstehung einer Osteoporose hat verschiedene Ursachen und wird durch diverse Risikofaktoren beeinflusst. Unabhängig von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind dies:
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In welchen Fällen ist ein Morbus Crohn oder eine Colitis ulcerosa Anlass für eine Knochendichtemessung?
Knochendichtemessungen werden bei Menschen mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn in verschiedenen Situationen empfohlen. So bei länger andauernder Einnahme von Kortison-Präparaten, da diese den Knochenabbau unterstützen können.
Worauf sollten Sie beim Mineralwasser zur Osteoporose-Vorbeugung achten?
Auf den Kalzium-Gehalt. Einige Mineralwässer enthalten 500 mg Kalzium pro Liter und können damit relativ viel zur Osteoporose-Vorbeugung beitragen.
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In welchen Käsesorten ist besonders viel Kalzium enthalten?
In Emmenthaler und Parmesan. Anschaulich wird das an folgenden Vergleichswerten:
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Welche Lebensmittel enthalten relativ viele Phosphate?
Fleisch und Wurst. Auch Schmelzkäse und Softdrinks wie Coca Cola sind relativ phosphatreich.
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Warum sind phosphathaltige Lebensmittel ungünstig beim Osteoporose-Schutz?
Der wichtigste "Rohstoff" zum Schutz vor Osteoporose ist Kalzium. Das Problem an Phosphaten ist, dass sie Kalzium aus dem Knochen verdrängen, wenn sie in zu großer Menge vorliegen.
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Welches Speisesalz ist gut zur Osteoporose-Vorbeugung?
Speisesalz mit Fluorid. Verwenden Sie am besten nur Salz mit Fluorid und Jodid.
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Kann eine Milchzuckerunverträglichkeit die Entstehung von Osteoporose fördern?
Besteht eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktoseintoleranz), sollten unter anderem Milch und Milchprodukte gemieden werden. Diese spielen bei der Vorbeugung eines Knochenschwunds (Osteoporose) aber eine wichtige Rolle, denn sie sind wichtige Kalziumlieferanten. Somit kann die Versorgung mit Kalzium schwierig werden.
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Wie kann einem Knochenabbau unter einer Behandlung mit Kortison-Präparaten vorgebeugt werden?
Kortison-Präparate, die im ganzen Körper wirken, werden auch als systemische Glukokortikoide, Kortikosteroide oder Steroide bezeichnet. Vor allem bei einer länger andauernden Behandlung besteht dabei die Gefahr, dass es zu einem Knochenschwund (Osteoporose) kommt.
Wann ist eine medikamentöse Vorbeugung vor Osteoporose sinnvoll?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, und von unterschiedlichen Experten erhalten Sie dazu unterschiedliche Antworten. Tatsache ist: Für einige Frauen macht eine medikamentöse Vorbeugung durchaus Sinn, aber das Thema wird von den Herstellern der entsprechenden Präparate auch sehr gepusht, und der eine oder andere Experte, der eine Osteoporose-Prophylaxe empfielt, erhält zur gleichen Zeit üppige Vortragshonorare vom Hersteller.
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Schützt mich eine Hormontherapie mit Östrogen-Präparaten vor einer Osteoporose?
Zwar ist der Östrogenmangel ab dem Beginn der Wechseljahre ein ungünstiger Faktor für den Knochen, weil Östrogen den Knochen stärkt. Und Östrogen-Präparate können auch vor der Entwicklung einer Osteoporose schützen. Dennoch wird eine Hormonbehandlung zur Verhütung einer Osteoporose nur in Ausnahmefällen empfohlen.
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