Sich regen bringt Segen

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Bewegung hält fit und gesund. Klar. Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßiger Sport einen sogar länger leben lässt. Dabei existiert ein Zusammenhang zwischen der Dauer und Intensität der Bewegung und dem Nutzen: In der Regel bringt mehr auch mehr. Aber selbst wenig ist besser als nichts.

 

Es muss kein Höchstleistungssport sein

Man muss nicht wie ein Höchstleistungsportler trainieren, um gesund zu bleiben. Gesundheitlichen Nutzen bringt auch moderate Bewegung durch das Verrichten leicht bis mäßig intensiver Alltagsaktivitäten. Wer also Haushalts- oder Gartenbarbeiten verrichtet, Besorgungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt, der sorgt dafür, dass er länger lebt. Das gilt vor allem für ältere Menschen. Und Frauen profitieren mehr davon als Männer.

Jede Stunde pro Woche, die man sich so in Bewegung hält, senkt die Mortalität (das Sterblichkeitsrisiko) in einem bestimmten Lebensjahr um 4%, sagen die Wissenschaftler vom Zentrum für Sportwissenschaften an der Universtität Wien. Zur Erläuterung: Die altersspezifische Mortalität ist die statistische Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Lebensjahr zu sterben. Kein schöner Wert, aber irgendwie muss man es ja messen.

 

Mehr Sport = längeres Leben (zumindest statistisch)

Die Wiener Forscher haben Daten von weltweit mehr als 1,3 Millionen Menschen ausgewertet. Schon das Betreiben mäßig intensiver Freizeitsportarten wie Nordic Walking, Tanzen, Radfahren und Wandern reduzierte die Mortalität um 6%, intensivere Ausdauersportarten wie Laufen, Tennis und anderer Ballsport erreichten sogar 9%.

Wer die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene "Mindestdosis Bewegung" von 2,5 Stunden pro Woche moderater Alltags- oder Freizeitbewegung schaffte, verringerte sein Risiko um 10%. Intensiveres Training über den gleichen Zeitraum erhöhte den Vorteil auf 22%. Wer 5 Stunden pro Woche moderat trainierte, hatte eine um 19% geringere altersspezifische Mortalität. Wer über diese Zeit intensiv trainierte, senkte sein Risiko gar um 39%.


WANC 21.10.2011
Quelle: International Journal of Epidemiology 2011; 1-19
DOI: 10.1093/ije/dyr112

 

 

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