Wenn Schlucken zur Qual wird
Bei manchen Menschen funktioniert das Schlucken nicht. Das kann als Folge einer Krankheit – wie Schlaganfall oder Parkinson – so sein. Oder aber, weil der Schluckvorgang an sich beeinträchtigt ist.
Schluckstörungen – der Arzt nennt das Dysphagien – betreffen vor allem ältere Menschen. Bei den über 75jährigen soll angeblich jeder Zweite darunter leiden. Warum gerade diese Personengruppen damit zu tun haben, erklärt sich zum einen damit, dass in Folge von Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder anderen neurologischen Krankheitsbildern der Schluckreflex gestört wird. Außerdem ist der Vorgang des Schluckens eine komplizierte Abfolge bestimmter Reaktionen, bei der Gehirn, Nerven und Muskeln mitwirken. Mit zunehmendem Alter kann dieses Zusammenspiel weniger gut funktionieren.
Gefahr der Lungenentzündung
Derartige Störungen können zu Erkrankungen führen, die nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern oft auch nur problematisch zu behandeln sind. Prof. Martin Tegenthoff, Direktor der Neurologischen Klinik des Bergmannsheil, warnt, dass sich Menschen mit Schluckstörungen oft verschlucken. Speichel und Speisereste in der Luftröhre können aber beispielsweise eine Lungenentzündung hervorrufen.
Dysphagien lassen sich unter anderem mit einem speziellen Schlucktraining behandeln.
WANC 06.10.2011
Quelle: Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
