Husten und Atemnot: Steckt eine COPD dahinter?
Unter der chronischen Lungenerkrankung COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease - Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden immer mehr Menschen. In Deutschland sind es fast 6 Millionen. Die Deutsche Atemwegsliga beklagt, dass trotz steigender Patientenzahlen nur wenig darüber bekannt ist. Das verhindere auch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung.
COPD ist eine schleichende Erkrankung. Sie entwickelt sich über Jahre hinweg, für den Betroffenen meist unbemerkt. Bei einer COPD verengen sich die Bronchien, weil die Bronchialmuskulatur verkrampft, die Schleimhäute der Bronchien anschwellen, die Atemwege dauerhaft entzünden und vermehrt Schleim produziert wird. Erste Anzeichen der Erkrankung sind häufiger Husten, Auswurf am Morgen und Atemnot unter Belastung, bei Fortschreiten auch in Ruhe.
Geschätzte 75% der COPD-Fälle werden zu spät erkannt
Die Erkrankung bleibt häufig lange unerkannt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sagt, dass bis zu 75% der Fälle nicht oder zu spät diagnostiziert werden. Eine Studie in Kanada ergab, dass jeder fünfte Erkrankte trotz Beschwerden keine entsprechende Diagnose vom Hausarzt erhält.
Dabei ist gerade das frühe Erkennen und Behandeln entscheidend. Findet das nicht statt, kann das Lungengewebe so geschädigt werden, dass eine Therapie nicht mehr möglich ist. Die Beschwerden lassen sich durch Medikamente zur Erweiterung der Atemwege und Linderung der Entzündungen mildern. Und körperliches Training erhöht die Belastbarkeit und vermindert die Krankheitszeichen.
WANC 16.11.2011
Quelle: "Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem – besser mit der Krankheit leben"
