COPD: Vitamin-D-Mangel nicht für Erkrankung verantwortlich
Patienten mit einer schweren chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) weisen häufig einen Mangel an Vitamin D auf. Weil das mehrere Studien belegten, gingen Ärzte bisher von einem Zusammenhang aus: Ein niedriges Vitamin-D-Niveau wurde für das Entstehen der Krankheit verantwortlich gemacht. Doch die Annahme erweist sich als falsch.
Damit auch Vitamin-D-Pillen überflüssig
Eine Studie mit über 1.400 Patienten belegte, dass weder ein ursprünglicher niedriger Vitamin-D-Wert noch die Erhöhung durch Vitamin-D-Präparate sich auf das Eintreten der Krankheit oder eine Verbesserung der Beschwerden nachweislich – die Wissenschaftler sagen dazu signifikant – auswirkte.
Die Ärzte aus Minneapolis/USA, die die Studie durchführten, kommen zu folgendem Fazit: Der Vitamin-D-Spiegel im Blut hat keinen Einfluss darauf, ob sich eine COPD verschlimmert oder verbessert. Deshalb ist auch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ohne Einfluss und damit im Grunde überflüssig.
WANC 07.11.2011
Quelle: American Journal of Respiratory Research and Critical Care Medicine
