HPV-Test: Gebärmutterhalskrebs früher erkennen

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Gebärmutterhalskrebs lässt sich mit speziellen Tests früher erkennen. Bisher wurde dafür der sogenannte Pap-Test eingesetzt: Die Untersuchung der Schleimhautzellen aus einem Abstrich vom Gebärmutterhals (Zervix) wird von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezahlt. Weil inzwischen aber feststeht, dass Humane Papillomaviren (HPV) der Hauptrisikofaktor für ein Zervixkarzinom sind, bietet sich eigentlich eher ein sogenannter HPV-Test an, um eine Krebserkrankung früher aufzuspüren. Den bezahlt die GKV aber im Augenblick nur in Ausnahmefällen.

 

Tests spüren tendentiell zu viele harmlose Herde auf

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun geprüft, ob der HPV-Test zur Risikominimierung geeignet ist. Dazu hat es die Daten von 235.613 Frauen ausgewertet, die wenigstens zweimal im Abstand von mindestens drei Jahren auf Vorstufen des invasiven Zervixkarzinoms untersucht worden waren. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahl der Krebsdiagnosen in der zweiten Screening-Runde in der HPV-Gruppe niedriger als in der Gruppe der Frauen lag, die in der ersten Screening-Runde allein mit einem Pap-Test untersucht worden waren.

Allerdings ermittelte das IQWiG für beide Screening-Verfahren die Gefahr einer Übertherapie. So wurden bereits mittelgradige und zum Teil sogar schon niedriggradige Vorstufen des Gebärmutterhalskrebs' behandelt. Doch das sind laut der Wissenschaftler Stadien, die sich in der überwiegenden Zahl der Fälle von allein zurückbilden und nur selten zu Karzinomen weiterentwickeln. Wie häufig bei HPV- und/oder Pap-Test unnötig behandelt wird, lasse sich anhand dieser Studien jedoch nicht bewerten.

WANC 25.01.2012
Quelle: Abschlussbericht S10-01 HPV-Test im Primärscreening des Zervixkarzinoms

 

 



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