Krebs: in 40% der Fälle hausgemacht
Über 40% aller Krebserkrankungen könnten vermieden werden, wenn bestimmte Verhaltensweisen geändert würden. Vor allem Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkohol und Übergewicht sind für die bösartigen Tumoren verantwortlich.
Eine in England durchgeführte Studie belegt, dass ein ungesunder Lebensstil sowie bestimmte Umweltfaktoren eine große Zahl von Krebsfällen hervorruft. Krebserkrankungen, die also vermeidbar wären, wenn man nur sein Verhalten ändern würde. Insgesamt haben die Wissenschaftler 14 Lebensstil-Faktoren gefunden, die das Krebsrisiko erhöhen. Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkohol und Übergewicht machen allein etwa ein Drittel der vermeidbaren Krebsfälle aus. Der Rest geht unter anderem auf das Konto von Beruf, Sonnenstudios, Infektionen, Röntgenstrahlung, zu wenige Bewegung, zu kurzes Stillen und Hormonzufuhr.
Haupt-Übeltäter: Rauchen
Rauchen wird von den Wissenschaftlern als der wichtigste Einflussfaktor bezeichnet. Es veursacht 23% aller Krebsfälle bei Männern und 16% bei Frauen. Daneben ist der zu geringe Verzehr von frischen Früchten und Gemüse für 6% (Männer) bzw. 3,5% (Frauen) der Tumore verantwortlich, Übergewicht und Adipositas für 4% bzw. 7%, Akohol für 4,5 bzw. 3,5%, Sonnenstudios bei beiden Geschlechtern für 3,5% der Fälle. Bei Männern spielt außerdem noch der Beruf (5%) eine Rolle, bei den Frauen sind es auch Infektionen (z.B. HPV: 3,7%).
WANC 08.12.2011
Quelle: British Journal of Cancer
