Laktat spielt auch bei Krebs eine wichtige Rolle
Laktat entsteht beim Abbau von Zucker im Blut. Bei Sportlern spielt Laktat eine besondere Rolle zur Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit. Allerdings produzieren auch Krebszellen vermehrt Laktat, weil sie häufig einen erhöhten Glukose-Umsatz haben. Die Bestimmung von Laktat kann helfen, nicht nur die Agressivität des Tumors zu erkennen, sondern auch die Behandlungsfähigkeit zu bestimmen.
Laktat macht Krebszellen unempfindlicher
Laktat hat als Stoffwechselprodukt besondere Bedeutung für das Erkennen von Tumoreigenschaften. Das sagt Dr. Wolfgang Müller-Klieser vom Universitätsklinikum Mainz. So kann die Laktatkonzentration im Tumor Aufschluss darüber geben, wie wahrscheinlich der Krebs Metastasen bildet. Das wiederum lässt eine Aussage zur Prognose der Patienten zu.
Die Menge des im Tumorgewebe angereicherten Laktats kann auch Aufschluss über die Strahlen- und Immunresistenz von Tumoren geben. Denn hohe Laktatkonzentrationen verhindern, dass bei einer Strahlentherapie die sogenannten reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) die Tumorzellen abtöten können. Müller-Klieser hofft, durch eine Veränderung des Glukose-Stoffwechsels neue Behandlungsmöglichkeiten zu erschließen, zumindest aber die Effektivität einer Strahlentherapie zu verbessern.
WANC 22.11.2011
Quelle: Cancer Research, Universitätsklinik Mainz
