Leberkrebs-Früherkennung: Fortschritte in Sicht
Leberkrebs wird in sieben von zehn Fällen erst in fortgeschrittenen Stadien festgestellt. Auf jeden Fall zu einem Zeitpunkt, in dem die Aussicht auf Heilung schon ungünstig ist. Doch nun scheint Hoffnung in Sicht: Mediziner haben eine Methode entdeckt, mit der sie schon sehr früh abschätzen können, wie agressiv der Tumor ist. Und außerdem gibt es Ansätze für eine neue Behandlungsoption.
Die neue Methode kann Leberkrebs in einem sehr frühen Stadium aufspüren. Wie agressiv der Tumor ist, lässt sich dann an den Spuren ablesen, die Chemokine (das sind Signalstoffe, die bei Zellen eine Wanderungsbewegung auslösen) und Immunmarker hinterlassen. Für Patienten ist das genauso vorteilhaft wie für die behandelnden Ärzte, weil schon sehr früh die beste Therapie individuell für jeden Patienten bestimmt werden kann.
Die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten könnten schon bald um eine weitere ergänzt werden. Denn Forscher haben herausgefunden, dass Immunzellen – T-Helfer-Zellen, Monozyten und Makrophagen – in der Lage sind, Zellen des Leberzellkarzinoms zu identifizieren und aus dem Körper zu entfernen. Nun werden Möglichkeiten gesucht, diese Reaktion des Immunsystems zu stärken und zu unterstützen.
WANC 10.11.2011
Quelle: Nature DOI: 10.1038/nature10599, Gut. 2011 Nov 8., PMID: 21930732
