Viagra bekämpft schwarzen Hautkrebs

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Der Wirkstoff Sildenafil kann anscheinend dem Immunsystem helfen, sich erfolgreich gegen Hautkrebs zu wehren. Und zwar, in dem er die Wirkung der Krebszellen aufhebt, die die Körperabwehr unterdrücken. Sildenafil ist bereits bekannt: Als Viagra hilft es Männern mit Erektionsstörungen.

 

Krebs schützt sich vor Imunzellen

Wenn ein Tumor entsteht, dann geht das fast immer mit einer chronischen Entzündung einher, die im Umfeld des Krebsherdes auftritt. Diese chronische Entzündung produziert bestimmte Stoffe, die die körpereigene Abwehr daran hindern, die Krebszellen anzugreifen und zu vernichten. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum haben nach Möglichkeiten gesucht, diesen Mechanismus zu durchbrechen.

 

Körpereigene Krebsabwehr durch Sildenafil gestärkt

Sildenafil scheint das zu können. In Versuchen mit Mäusen stellte sich heraus, dass von den mit dem Wirkstoff behandelten Tiere mehr als doppelt so viele überlebten als von den unbehandelten. Die Wissenschaftler konnten beobachten, dass die Entzündung um das Melanom zurückging. Außerdem stieg die Zahl der T-Zellen. Das sind sozusagen die Kämpfer des Immunsystems, die die Tumorzellen angreifen. Dagegen ging die Menge der Aktivierungsmoleküle, die die Abwehr unterdrücken können, auf ein Normalmaß zurück.

Weil die Erkrankung bei Mäusen sehr ähnlich verläuft wie das Melanom beim Menschen, erwarten die Wissenschaftler, dass Viagra auch beim Menschen die Immunabwehr gegen den Krebs verbessern kann.


WANC 09.11.2011
Quelle: PNAS; 2011; doi: 10.1073/pnas.1108121108

 

Weitere Fragen und Antworten zu Erektionsstörungen finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Erektionsstörungen

 

 

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