Lungenkrebs: Mikrowellen verbrennen Tumorzellen

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Die Behandlung von Lungenkrebs ist oft schwierig. Insbesondere Metastasen, das sind Krebszellen, die der ursprüngliche Tumor absondert und die neue Tumore bilden, sind nur schwer zu erfassen. Ärzte der Frankfurter Universitätsklinik setzten jetzt Mikrowellen ein, mit denen sie Krebszellen geradezu verbrennen.

Dazu wird die Mikrowellensonde unter die Haut geleitet. Und zwar so, dass sie praktisch direkt auf den Tumor zielt. Dann werden die Mikrowellen fünf bis zehn Minuten aktiviert. Dabei verbrennen die Krebszellen unter der Hitze. Ärzte nennen diese Behandlungsmethode Mikrowellenablation (MWA). Eingesetzt wird das Verfahren erst seit kurzem bei bösartigen Tumoren, wenn das Tumorgewebe auf dem Operationswege nicht mehr entfernt werden kann.

 

Erste Ergebnisse vielversprechend

In einer Studie wurde die Methode bei 80 Patienten und insgesamt 180 Tumorherden erprobt. 95 Tumore konnten vollständig "verbrannt" werden. Besonders erfolgreich war die MWA bei Tumoren mit einer Größe von drei Zentimetern und kleiner. Außerdem erwies sich die Behandlung bei peripheren Metastasen als deutlich erfolgreicher als bei zentral in der Lunge lokalisierten.

Die Ärzte schätzen die Mikrowellentherapie als sehr sicher und präzise ein.


WANC 04.11.2011
Quelle: Radiology 262 (November 2011), Klinikum der Universität Frankfurt

 

 

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