Erschöpfungs-Syndrom (Fatigue): Jeder dritte Krebspatient hat damit zu kämpfen

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Menschen, die an Krebs erkrankt sind, leiden häufig unter Erschöpfungszuständen – in Folge der Krankheit selbst oder der Therapie. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig haben ermittelt, dass etwa jeder dritte Krebspatient mit der sogenannten "Fatigue" als Begleitsymptom zu kämpfen hat. Direkt nach dem Aufenthalt im Krankenhaus sind es sogar 40%. Doch häufig bleibe das unbemerkt.

Von der chronischen Müdigkeit und Erschöpfung waren insbesondere junge Patienten unter 40 Jahren betroffen. Sie litten zu über der Hälfte unter Fatigue, während es bei den über 60jährigen nur jede fünfte Patient war. Das sei überraschend, kommentieren die Ärzte, weil man bisher dachte, dass Fatigue mit dem Alter zunimmt.

Warum dieser Zustand so oft von den Ärzten nicht bemerkt wurde, obwohl er die Lebensqualität starkt einschränkt, können sie die Wissenschaftler nur damit erklären, dass das Erschöpfungssyndrom in den Therapieplänen zu wenig beachtet werde. Dabei kann den Betroffenen geholfen werden. Gegen Blutarmut, die die quälende Müdigkeit hervorrufen kann, kann eine Transfusion roter Blutkörperchen helfen. Auch körperliche Bewegung und psychosoziale Beratung helfen dabei, das Fatigue-Syndrom zu überwinden.


WANC 27.10.2011
Quelle: British Journal of Cancer 105, 445–451

 

 

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