Kommt die Immunisierung gegen das Multiple Myelom?

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Das Multiple Myelom, eine bestimmte Art von Lymphdrüsenkrebs, ist hinterhältig. Obwohl die betroffenen Patienten behandelt werden können und sich meist auch über anfängliche Behandlungserfolge freuen können, tritt bei über 90% ein Rückfall ein. Der Grund sind sogenannte Schläferzellen, die sich im Knochenmark verstecken und dort von der Chemotherapie nicht erreicht werden. Doch nun gibt es Hoffnung: Ärzte sind davon überzeugt, dass sie schon bald eine Immuntherapie entwickeln können.

Warum eine solche schützende Therapie bisher nicht existierte, hat einen einfachen wie schwerwiegenden Grund. Die Schläferzellen, medizinisch Myelom-Stammzellen genannt, konnten von den bisherigen Medikamenten nicht erkannt werden. Doch nun haben Wissenschaftler ein Molekül gefunden, mit dem sie Schläferzellen nicht nur identifizieren, sondern sie höchstwahrscheinlich sogar auslöschen können.

 

Spezialagenten spüren verbliebene Tumorzellen auf

Das Molekül nennt sich kryptisch CD229. Es befindet sich beim Mutiplen Myelom auf der Oberfläche jeder ausgereiften Tumorzelle. Aber auch auf der der Schläferzellen, die im Knochenmark lauern. Die Forscher entwickeln nun einen sogenannten Antikörper. Das ist sozusagen ein Spezialagent, der es nur auf CD229 abgesehen hat und dieses Molekül unerbittlich aufspürt und dann eliminiert.

Wenn das gelingt, könnte eine Immuntherapie abgeleitet werden, die diese Antikörper gegen CD229 z.B. mittels einer Impfung in den Körper der Patienten bringt und somit deren Heilungschancen erhöht.


WANC 21.10.2011
Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 

 

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