Impfung gegen Krebs
Die Impfung gegen Krebs rückt immer näher. Weltweit sind seit Jahren viele Wissenschaftler dabei, an Impfstoffen gegen Tumorzellen zu arbeiten. Ein Forschungsprojekt der Universität Lausanne zeigt jetzt einmal mehr, wie weit die Entwicklung schon gediehen ist.
Das Prinzip ist dabei fast immer dasselbe: Es geht darum, Proteinbestandteile aus Krebszellen zu isolieren und so aufzubereiten, dass das körpereigene Immunsystem darauf möglichst heftig reagiert. Wie die Schweizer Wissenschaftler jetzt berichten, werden dabei sowohl originale Eiweiße aus Tumorzellen wie auch künstliche Proteine erprobt.
Aktivierung der körpereigenen Anti-Krebs-Armee
Es geht in diesen Forschungsarbeiten also vor allem darum, genau diejenige Eiweißkomponente zu finden, auf die sich Abwehrzellen besonders gut sensibilisieren lassen - um sich dann später mit aller Kraft auf mögliche Krebszellen zu stürzen. Von zentraler Bedeutung sind dabei die T-Lymphozyten oder auch T-Zellen. Diese körpereigenen Immunzellen sind es nämlich, die bei Kontakt mit einer Krebszelle bzw. mit einem Partikel dieser Tumorzelle im Blut oder Gewebe "anspringen" sollen.
Die Arbeiten in Lausanne zeigen, dass die T-Zellen durchaus dazu in der Lage sind, sehr stark auf Kontakt mit solchen Krebs-Proteinen zu reagieren und die Tumorzellen zu zerstören. Aber es geht natürlich auch darum, dass dabei tatsächlich "nur" Krebszellen angegriffen werden und nicht auch gesunde Zellen. Es geht also bei den Forschungsarbeiten vor allem auch um eine Feinjustierung. Und die läuft mit Hochdruck. Und hat gerade wieder einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht (den molekularbiologisch zu erklären, hier zu weit führen würde). Die Schweizer Arbeitsgruppe ist jedenfalls zuversichtlich, dass es bis zu einer Anwendung im Ernstfall nicht mehr lange hin ist.
WANC 14.06.2011
Quelle: Universität Lausanne, Zentrum für Krebsforschung
