EHEC-Folge Nierenversagen: Können Antikörper heilen helfen?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Die Hauptgefahr bei der gegenwärtig grassierenden EHEC-Epidemie ist das sogenannte hämolytisch urämische Syndrom (HUS). Doch es gibt eine gute Nachricht: Neben der Blutwäsche steht jetzt möglicherweise auch ein neuartiges Medikament zur Behandlung des HUS bereit.

Bei der Komplikation HUS setzen die Bakterien Giftstoffe frei, die in der Folge die Blutgefäße, die Darmwand und vor allem die Nieren schädigen. Entsprechend beginnt das HUS-Syndrom meist mit krampfartigen Durchfällen und Fieber - erst später werden dann die Nieren angegriffen.

Ein Ärzteteam an der Universitätsklinik Heidelberg hat jetzt in Kooperation mit internationalen Kollegen bei drei Kindern mit HUS zeigen können, dass mit dem Antikörper Eculizumab sehr gute Behandlungserfolge zu erzielen sind. Zwar sind diese Ergebnisse wegen der kleinen Anzahl an Kindern natürlich mit Vorsicht zu genießen, aber nach Ansicht von Prof. Franz Schaefer sind diese Erfolge sehr ermutigend. Eculizumab wird normalerweise bei einer seltenen Blutkrankheit eingesetzt.


WANC 30.05.2011
Quelle: New England Journal of Medicine, Deutsches Ärzteblatt, Bundesamt für Gesundheit

 

Share on Facebook: Das gefällt mir

Diesen Artikel zum eigenen Facebook-Profil posten. Hier einfach klicken