Vitamin D: Zu wenig ist genauso schädlich wie zu viel

60% der Deutschen sind unzureichend mit Vitamin D versorgt. Das meldet zumindest die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Das kann die Gesundheit bedrohen, wie jetzt auch eine dänische Studie zeigt. Allerdings zeigt die gleiche Studie, dass auch ein Zuviel an Vitamin D schädlich sein kann.

Die Wissenschaftler aus Kopenhagen haben die Blutwerte von rund 250.000 Dänen untersucht und dabei Grenzwerte ausgemacht, ab denen es gefährlich wird. Das Ergebnis: Am besten ist die Mitte. So erhöhte sich das Sterblichkeitsrisiko bei einer sehr niedrigen Konzentration (unter 10 nmol/l) um das 2,3fache und stieg ab 140 nmol/l um den Faktor 1,4. Der demnach optimale Wert liegt bei 50 nmol/l.

Vitamin D: viel aus dem Sonnenlicht, etwas aus der Nahrung

Zum Hintergrund: Vitamin D ist ein besonderes Vitamin. Denn der Mensch kann es nicht nur über die Nahrung zu sich nehmen, sondern es auch selbst bilden: Vitamin D wird zu 90% durch den Einfluss von Sonnenlicht produziert. Über die Nahrung ist es schwieriger. Nur wenige Lebensmittel enthalten Vitamin D in bedeutenden Mengen. Dazu gehören insbesondere fettreiche Seefische wie Hering und Makrele. In Leber, Eigelb und einigen Speisepilzen findet sich das Vitamin in geringerem Maße.

Unser Körper benötigt Vitamin D vor allem für kräftige Knochen. Es soll aber auch gegen Diabetes, Krebs und Depressionen helfen, wobei der Nutzen gegen die ersten beiden Krankheiten wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 30.05.2012
Quelle: Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism

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