Erhöhte Leberwerte durch Medikamente

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Eigentlich sollen Medikamente heilen helfen. Doch manchmal schaden sie auch. Vor allem können Arzneimittel Lebererkrankungen verursachen. Die Zahl der Betroffenen scheint höher zu sein, als man denkt, bestätigt eine Umfrage.

Insgesamt wurden über Apotheken 646 Personen befragt. 15,3% von ihnen gaben an, dass in Folge der Einnahme von Medikamenten ihre Leberwerte erhöht gewesen seien. Das ist, wie die Deutsche Leberstiftung feststellt, deutlich mehr als erwartet.

 

Die Liste der potentiell leberschädlichen Medikamente ist lang

Praktisch jedes Medikament kann die Leber schädigen. Abhängig ist das nach Feststellung von Experten vor allem von der Dosis. Eine Studie hat ergeben, dass beispielsweise hohe Dosen der Wirkstoffe Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose), Mercaptopurin (zur Behandlung von Leukämien), Methotrexat (zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen), Tetrazyklin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten) und Paracetamol (zur Schmerzlinderung) allesamt der Leber schaden.

Erhöhte Leberwerte sind ein Anzeichen für Leberschädigungen. Ärzte nennen das "toxisch medikamenteninduzierte Hepatopathie" und meinen damit, dass Medikamente die Leberzellen direkt oder indirekt geschädigt haben. Dabei kann es zu Leberfibrose und Leberzirrhose beispielsweise durch Methotrexat kommen. Viele Medikamente bedingen eine Fettleber oder Fettleberhepatitis. Verhütungsmittel oder Anabolika können für ein Leberadenom verantwortlich sein.


WANC 10.10.2011
Quelle: Deutsche Leberstiftung

 

 

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