Schichtarbeit und Schlafmangel: Häufiger chronisch krank

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Der Mensch lebt nach seiner inneren Uhr. Die sagt ihm, wann er schlafen und wann er wach sein soll. Wird der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus aber gestört, beispielsweise durch Schichtarbeit oder Schlafmangel, dann kommt anscheinend der ganze Körper durcheinander, was sich direkt auf die Gesundheit auswirkt: Betroffene erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Problemen, sind öfter übergewichtig und bekommen häufiger Diabetes.

Ständig wechselnde Arbeitszeiten durch Früh-, Spät- oder Nachtschichten bringen die sogenannten zirkadianen Rhythmen durcheinander. Diese steuern beispielsweise, wann wir schlafen und wann wir essen sowie unsere geistige und körperliche Leistungsbereitschaft. Gerät dieses System aus dem Takt, können gesundheitliche Störungen auftreten, erklärt Professor Dr. med. Thomas Haak, Chefarzt der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim.

Weil Schichtarbeiter aber meist auch weniger und schlechter schlafen, sind sie doppelt beeinträchtigt. Studien zeigen die Konsequenzen: Ihre Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt. Schichtarbeiter erkranken fünfmal häufiger an Diabetes als andere Berufstätige. Die Harvard Medical School in Boston hat herausgefunden, dass Schichtarbeit das Risiko für Übergewicht steigert. Beeinflusst werden darüber hinaus Blutdruck und Herzfrequenz.

Um die negativen gesundheitlichen Folgen zu vermeiden, müssen zwischen den Tag- und Nachtschichtwechseln mehrere freie Tage liegen, sagt Haak. Betroffene sollten sich außerdem regelmäßig untersuchen lassen, um mögliche Folgeerkrankungen frühzeitig zu entdecken.

WANC 08.09.2011
Quelle: Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), diabetesDe

 

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