Wie äußert sich eine Neurodermitis im Kleinkindesalter?

Während die Neurodermitis bei Babys eher die Kopfhaut und später Gesicht, Windelregion und Rückseiten der Arme und Beine betrifft, verändert sich das Erscheinungsbild ab dem zweiten Lebensjahr in der Regel. Nun treten die Ekzeme eher in den Gelenksregionen auf: vor allem in Arm- und Kniebeugen, aber auch an Hand- und Fußgelenken.

Auch der Hals ist häufiger betroffen, während Gesicht und Kopfhaut in diesem Alter meist Ekzem-frei bleiben.

Da die Ekzeme meist stark jucken und es schwierig ist, die kleinen Kinder immer vom Kratzen abzuhalten, wird mit der Zeit die Haut in den betroffenen Bereichen oft dicker und rauer.

Neurodermitis-Zeichen an Augen und Ohren

Bei einigen Kindern mit Neurodermitis beobachtet man unter den Augenlidern eine Art Furche, man nennt das auch doppelte Unterlidfalte. Andere Kinder entwickeln Hauteinrisse im Bereich der Ohrläppchen oder haben auffällig trockene Lippen. Solche begleitenden "Zeichen" können die Neurodermitis-Diagnose zwar verdichten, sie sind aber keineswegs beweisend, zumal sie auch fehlen oder auf eine ganz andere Ursache zurückgehen können. Bei einem kleinen Hauteinriss am Ohrläppchen ohne weitere Auffälligkeiten muss man also nicht gleich davon ausgehen, dass das Kind Neurodermitis hat.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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