Drei neue Gene, die das Risiko für Neurodermitis erhöhen

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Wissenschaftler vom "Helmholtz Zentrum München" haben drei Gene identifiziert, die ganz entscheidend für die chronische Hauterkrankung Neurodermitis sind. Das soll genutzt werden, um nicht nur Tests für eine bessere Risikoabschätzung, sondern auch neue Vorbeuge- und Behandlungsalternativen zu entwickeln.

Zwei der Gene haben Einfluss auf das Funktionieren der natürlichen Hautbarriere. Das dritte wirkt bei der Regulierung des Immunsystems mit, das bei Neurodermitis aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses dritte Gen soll im übrigen auch die Entwicklung von Asthma und Allergien beeinflussen. Die Entdeckung dieser Gene ist so bedeutend, weil Neurodermitis ganz entscheidend auch von genetischen Faktoren abhängt. Zur Krankheitsentstehung komme es dann in Kombination mit Umwelteinflüssen.

 

Bessere Risikoabschätzung möglich?

Für die Studie wurden 10.000 Neurodermitis-Patienten und 40.000 Gesunde in zwölf Ländern untersucht. Die Ergebnisse sollen nun dabei helfen, eine genauere Abschätzung des Risikos vornehmen zu können. Außerdem wollen die Wissenschaftler neue Ansätze finden, um der Krankheit besser vorbeugen und sie besser therapieren zu können.

In westlichen Ländern leiden 20% der Kinder und 5% der Erwachsenen unter Neurodermitis. Oft tritt sie in Verbindung mit Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma auf.

WANC 02.01.2012
Quelle: Nature Genetics 2011; doi:10.1038/ng

 

 

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