Was versteht man unter der sekundär progredienten MS?

Als sekundär progrediente MS bezeichnet man eine bestimmte Ausprägung der Multiplen Sklerose. Dabei kommt es "sekundär", also hervorgehend aus einem milderen Krankheitsstadium, zu einer langsamen Zunahme der neurologischen Schäden. Diese Schäden bilden sich dann nicht mehr zurück.

Von der sekundär progredienten MS abzugrenzen ist die schubförmig remittierende MS, bei der sich die neurologischen Schäden nach einem Schub vollständig oder zumindest zu einem großen Teil wieder zurückbilden.

Die sekundär progrediente MS geht häufig aus einer schubförmig remittierenden MS hervor, ist also gewissermaßen eine Spätform der Multiplen Sklerose. Allerdings muss das nicht passieren. Nur bei etwa jedem zweiten Menschen mit MS wird aus einer schubförmig remittierenden MS nach 10-15 Jahren eine sekundär progrediente MS.

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Kommentare (1)
MS
1 Montag, den 15. August 2016 um 17:32 Uhr
Beatrix
Da stellt sich mir persönlich die Frage: Warum können die Ärzte untereinander Verlaufsformen nicht akzeptieren? in Bayern wurde festgestellt, dass aufgrund der Schwere der Schübe und die nicht vollständigen Rückbildungen der Behinderungen, die dann schlecht bleiben ....spätestens nach 6 Monaten muss Kortison her, sonst geht nix mehr!
Warum kann man diese Verlaufsform dann nicht akzeptieren und dementsprechend reagieren? Wie kann ich als Patient diese Verlaufsform feststellen? Und dem Arzt mitteilen? Alles etwas schwammig!
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