Welche Formen von Missempfindungen oder Sensibilitätsstörungen lassen sich bei der MS unterscheiden?
Oberflächliche Missempfindungen (Parästhesien) kommen am häufigsten vor. Dies sind vor allem Kribbelgefühle und das Gefühl des „Ameisenlaufens“.
Tiefensensibilitätsstörungen bezeichnen Missempfindungen wie das Gefühl des Eingeschnürtseins am Brustkorb oder an Gelenken. Auch Schwellungsgefühle sind möglich. Störungen der Tiefensensibilität werden häufig zunächst nicht bemerkt, können aber z.B. zu einem unsicheren Gehen beitragen.
Temperatur-Missempfindungen kommen ebenfalls häufiger vor. Die Betroffenen haben das Gefühl, ein Fuß oder Bein sei ganz kalt, merken bei Berührung aber selbst, dass das nicht stimmt. Zudem können Kältereize stellenweise übermäßig bis zur Schmerzhaftigkeit empfunden werden.
Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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