Wann muss ein MS-Schub mit Kortison-Präparaten (Glukokortikoiden) behandelt werden?

Wenn ein akuter Schub der Multiplen Sklerose "nur" mit Sensibilitätsstörungen einhergeht, kann auf Kortison-Präparate (und auch andere starke Entzündungshemmer) in aller Regel verzichtet werden. Bei Bewegungsstörungen oder anderen funktionellen Beeinträchtigungen können Glukokortikoide dagegen als Pulstherapie (kurzfristig hochdosiert) sinnvoll sein.

Fällt die Entscheidung für eine Kortison-Pulstherapie, kommen meist Präparate mit dem Kortison-Wirkstoff Methylprednisolon zum Einsatz. Der Wirkstoff wird üblicherweise intravenös über drei bis fünf Tage verabreicht.

Kommt es darunter binnen zwei Wochen nicht zu einer deutlichen Besserung, empfehlen MS-Experten einen zweiten Versuch in etwas höherer Dosierung.

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