Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Multiple Sklerose. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Messung der Nervenleitung: Neues Verfahren zur Früherkennung der MS
Die Multiple Sklerose (MS) wird häufig erst drei bis vier Jahre nach dem Auftreten der ersten Symptome vom Arzt erkannt. Die ersten Anzeichen sind oft so vage, dass sie mit denen anderer Krankheiten verwechselt werden können. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung berichtet nun über ein Verfahren, das angeblich schnell und genau eine MS nicht nur nachweisen, sondern auch die Entwicklung der Krankheit abschätzen kann.
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Welche Nebenwirkungen können unter Fingolimod auftreten?
Auch wenn Fingolimod in einer Dosierung von 0,5 mg pro Tag im allgemeinen gut verträglich ist, können im Einzelfall auch schwere Nebenwirkungen auftreten.
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Welchen Vorteil hat Fingolimod gegenüber anderen Medikamenten der Eskalationstherapie?
Eine sogenannte Eskalationstherapie kann dann notwendig sein, wenn es trotz der Behandlung mit Basismedikamenten wie Interferon zu einer Krankheitsprogression kommt. Ob man sich dann für eine solche "Eskalation" entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber wenn ja, dann ist auch das recht neue Medikament Fingolimod eine Option.
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Was für ein Medikament ist Fingolimod (Gilenya®) und für wen ist es geeignet?
Fingolimod (Handelsname: Gilenya®) ist ein noch recht neuer Wirkstoff zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Es handelt sich wie bei den meisten anderen MS-Medikamenten auch um ein Immunsuppressivum, also ein Mittel, das das Immunsystem unterdrückt. Fingolimod richtet sich insbesondere gegen die Lymphozyten und hindert diese Abwehrzellen an der Einwanderung ins zentrale Nervensystem.
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Was ist Cyclosporin A?
Cyclosporin A ist ein hochwirksames Zytostatikum und Immunsuppressivum. Das heißt auf deutsch, ein Medikament, das wie ein Zellgift wirkt und das Immunsystem unterdrückt.
Wie schnell schreitet eine Multiple Sklerose normalerweise voran?
Darauf gibt es keine vernünftige Antwort. Häufig schreitet die MS über viele Jahre so gut wie gar nicht voran, oder geht nach einem Schub wieder in eine fast stumme Phase über. Aber es gibt natürlich auch ungünstigere Verläufe. Das ist individuell so unterschiedlich, dass sich eine allgemeine Prognose fast verbietet.
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Was bedeutet bei der Multiplen Sklerose die EDSS-Skala?
Die EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale) ist eine Einteilung zur Beurteilung des Behindertengrades. Sie wird manchmal von Ärzten benutzt, um den Erfolg der Behandlung zu beurteilen. Wenn überhaupt, macht das aber nur Sinn, wenn die MS sehr stark voranschreitet oder vorangeschritten ist. Also längst nicht immer.
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Was für Nebenwirkungen kann Cyclophosphamid hervorrufen?
Cyclophosphamid ist ein Zellgift und kann dosisabhängig schwere Nebenwirkungen verursachen. Zwar leidet nicht jeder Behandelte in gleichem Maße darunter. Aber die insgesamt doch potentiell gravierenden Nebenwirkungen machen eine sorgsame Abwägung über das Für und Wider der Behandlung in jedem Fall notwendig.
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Was für ein Medikament ist Cyclophosphamid (Endoxan®)?
Wie Mitoxantron ist Cyclophosphamid ein sogenanntes Zytostatikum, also ein Zellgift. Das Medikament, das auch in der Krebstherapie eingesetzt wird, wirkt vor allem gegen schnell wachsende Zellen und damit auch gegen Immunzellen. Es handelt sich damit um ein sehr starkes Immunsuppressivum.
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Warum wirkt Mitoxantron nicht immer gleich gut?
Wie bei anderen Behandlungsformen der Multiplen Sklerose auch spricht nicht jeder MS-Betroffene gleich gut auf Mitoxantron an. Warum das so ist, ist noch weitgehend im Bereich der Spekulation. Oder "Gegenstand der Forschung", wie viele Experten lieber sagen.
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Mitoxantron-Behandlung abgeschlossen: Wie geht es weiter?
Die Behandlung mit Mitoxantron kann wegen der möglichen Herzschädigung bei Langzeittherapie in jedem Fall nur für begrenzte Zeit durchgeführt werden. Danach ist das weitere Vorgehen eine sehr individuelle Entscheidung.
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Was sind häufige Nebenwirkungen von Mitoxantron?
Mitoxantron ist ein sogenanntes Zytostatikum, greift also in den Prozess der Zellteilung ein. Außerdem unterdrückt es sehr intensiv das körpereigene Immunsystem. Aus diesem Wirkprofil heraus erklären sich die meisten Nebenwirkungen.
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Kann man unter einer Behandlung mit Mitoxantron schwanger werden?
Nein. Mitoxantron kann das Erbgut verändern und keimzellschädigend wirken, so dass eine sichere Verhütung wichtig und sogar Voraussetzung für die Behandlung ist. Auch nach dem Absetzen der Mitoxantron-Therapie müssen Frauen und Männer mit einer Schwangerschaftsplanung noch mindestens sechs Monate warten.
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Wie wirkt Mitoxantron?
Mitoxantron ist ein Zytostatikum, also ein Zellgift, das auch in der Krebsbehandlung eine Rolle spielt. Der Wirkstoff führt in der Zelle zu DNA-Schäden, unterdrückt damit die Zellteilung und hemmt vor allem schnell wachsende Zellen sowie Imunzellen.
Stimmt es, dass man auch gegen Natalizumab Antikörper bilden kann?
Ja. Die Situation ist hier sehr ähnlich wie bei einer Behandlung mit Interferon. Bis zu 6% derjenigen, bei denen die Multiple Sklerose mit Natalizumab (Tysabri®) behandelt wird, entwickeln Antikörper gegen den Wirkstoff.
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Für wen kommt eine Behandlung mit Natalizumab (Tysabri®) in Betracht?
Natalizumab ist vor allem dann eine Option, wenn bei einer schubweise verlaufenden Multiplen Sklerose eine Basistherapie mit Interferon nicht zu einer ausreichenden Eindämmung der Krankheitsaktivität führt. Wenn also trotz des Interferons mindestens ein Schub im letzten Jahr aufgetreten ist und auch diagnostische Maßnahmen eine hohe Entzündungsaktivität nachweisen.
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Welche Nebenwirkungen können unter Natalizumab (Tysabri®) auftreten?
Zwar wird Natalizumab (Handelsname: Tysabri®) meist relativ gut vertragen, dennoch kann es wie bei allen anderen MS-Medikamenten auch zu Nebenwirkungen kommen. Dies sind am häufigsten Kopfschmerzen und Müdigkeit.
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Darf man Natalizumab (Tysabri®) gleichzeitig mit Interferon oder Glatirameracetat anwenden?
Nein, die Behandlung mit Natalizumab ist eine Einzelbehandlung, die nicht mit Immunsuppressiva oder aber Immunmodulatoren wie Interferon und Glatirameracetat kombiniert werden darf. Deshalb ist es auch wichtig, den Arzt über etwaige Behandlungen anderer Erkrankungen mit Substanzen, die das Immunsystem beeinflussen, zu informieren.
Stimmt es, dass es unter Natalizumab (Tysabri®) zu einer gefährlichen Hirninfektion kommen kann?
Ja, unter der Behandlung mit Natalizumab (Handelsname: Tysabri®) wurde vermehrt eine gefährliche Virusinfektion des Gehirns festgestellt. Und zwar die sogenannte "Progressive Multifokale Leukenzephalopathie" (PML).
Wie wirkt Natalizumab (Tysabri®)?
Natalizumab (Tysabri®) ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung der schubförmigen MS. Die Behandlung ist zu erwägen, wenn Basismedikamente wie Interferon beta oder Glatirameracetat nicht wirksam sind und eine hohe Krankheitsaktivität besteht.
Wie läuft eine Kortison-Stoßtherapie (Pulstherapie) konkret ab?
Das Procedere beginnt meist einen Tag vor der eigentlichen Behandlung mit einer Blut- und Urinuntersuchung. Dabei werden vor allem die Blutzellen, die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Urin auf Infektionszeichen untersucht. Da Kortison das Immunsystem stark schwächt, ist es sehr wichtig, vorher mögliche Infekte auszuschließen.
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Stimmt es, dass der Blutzucker unter einer Kortison-Behandlung ansteigen kann?
Ja. Insbesondere bei einer hochdosierten Kortison-Behandlung kann der Zuckerwert im Blut manchmal sogar erheblich ansteigen. Denn unter dem Kortison-Einfluss werden Energiereserven in Zucker umgewandelt.
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Kortison-Behandlung: Worauf sollte man dann bei seiner Ernährung achten?
Die anregende Wirkung von Kortison macht sich auch im Stoffwechsel bemerkbar. Der Zuckerspiegel und die Fette im Blut steigen an, denn Kortison sorgt für eine Aktivierung der Energiereserven des Körpers. Es handelt sich halt im weitesten Sinne um ein Stress-Hormon, dass der Körper normalerweise nur dann vermehrt aussschüttet, wenn "Not am Mann ist".
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Zu welcher Tageszeit sollte man Kortison einnehmen?
Eine Kortison-Behandlung ist zwar nicht zwingend an eine betimmte Tageszeit gebunden. Dennoch sollte Kortison am besten früh morgens oder vormittags verabreicht werden.
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Welche Nebenwirkungen können unter einer intrathekalen Kortison-Behandlung auftreten?
Bei der intrathekalen Kortison-Behandlung wird das Medikament direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt. Davon erhofft man sich eine bessere Wirkung.
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Welche Vor- und Nachteile haben Kortison-Spritzen in den Rückenmarkskanal?
Spezialisierte Kliniken und Fachärzte bieten manchmal eine Kortison-Behandlung bei Multipler Sklerose an, bei der das Kortison direkt in den Nervenwasserraum (Liquor-Raum) gegeben wird. Wie bei der Lumbalpunktion wird eine Stelle der Lendenwirbelsäule punktiert und das Medikament eingespritzt.
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Gibt es auch kritische Stimmen zur Langzeittherapie der MS?
Ja. Es gibt MS-Patienten und auch einige Ärzte, die den Sinn der Langzeitbehandlung mit sogenannten Immunmodulatoren (v.a. Beta-Interferon und Glatirameracetat) anzweifeln.
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Kann Kortison auch bei nicht-schubfömigem Verlauf der MS helfen?
Besonders für die schubhaft verlaufende MS gibt es Belege, dass eine Kortison-Behandlung im Schub die Beschwerden lindern kann. Bei anderen Verlaufsformen wie dem primär und sekundär chronischen Verlauf sind die Wirksamkeitsbelege nicht erbracht.
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Wie wird ein MS-Schub in der Schwangerschaft behandelt?
Schwangere Frauen sollten insbesondere in der Frühschwangerschaft möglichst kein hochdosiertes Kortison erhalten, da es zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Die Entzündungsaktivität und damit die Schubfrequenz der Multiplen Sklerose sind in der Schwangerschaft aber zum Glück auch deutlich geringer als davor und danach.
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Warum muss man sich bei einer Kortison-Behandlung vor Infektionen schützen?
Kortison unterdrückt die körpereigene Immunabwehr, so dass es leichter zu Infekten kommen kann. Gleichzeitig kann eine Infektionskrankheit viel gravierender verlaufen, wenn man gleichzeitig Kortison einnimmt.
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MS-Schub: Was passiert, wenn ich die Kortison-Behandlung abbreche?
Der Abbruch einer Kortison-Behandlung ist jederzeit möglich, ohne dass mit einer Zunahme von Beschwerden zu rechnen ist. Allerdings bilden sich bestehende Beeinträchtigungen möglicherweise langsamer zurück als dies mit einer fortgeführten Kortison-Behandlung der Fall gewesen wäre.
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Welche anderen Medikamente sollte man bei einer Kortison-Behandlung nicht einnehmen?
Kortison ist nicht nur ein starker Unterdrücker des Immunsystems, es ist als körpereigenes Hormon auch sonst ein recht "eingreifendes" Medikament mit komplexen Wirkungen. Deswegen haben Kortison-Präparate, die nicht nur örtlich (Haut, Spray) angewandt werden, eine ganze Reihe an möglichen Nebenwirkungen. Und auch Auswirkungen auf die Wirkung anderer Arzneimittel.
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Ist eine Plasmapherese auch für die Langzeitbehandlung geeignet?
Nein, die Plasmapherese ist nur eine Behandlungsoption für Menschen mit Multipler Sklerose mit einem schweren Schub, denen Kortison nicht hilft. Kommt es unter den Medikamenten nicht zu einer spürbaren Verbesserung, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie einen Versuch mit der "Blutwäsche". Das sollte allerdings spätestens vier bis sechs Wochen nach Beginn des Schubes geschehen.
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Multiple Sklerose: Omega-3-Fettsäuren ohne Wirkung?
Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren werden seit geraumer Zeit als mögliche Therapie gegen entzündliche Erkrankungen des Nervensystems diskutiert. Doch die Hoffnungen scheinen zu trügen, zumindest bei der MS. In einer aktuellen Studie brachte die Einnahme von Fischöl-Präparaten jedenfalls keine Verbesserung.
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MS: Wem kann eine Plasmapherese helfen?
Das ist leider im Vorfeld gar nicht so einfach zu beantworten. Die Plasmapherese ist grundsätzlich nur eine Option für den schweren Schub einer Multiplen Sklerose, der auf medikamentöse Immunblocker (Kortison) nicht anspricht. Und sie hilft nur denjenigen mit MS, in deren Entzündungsherden sich lösliche Antikörper finden.
MS: Was ist eine Plasmapherese?
Plasmapherese ist ein Verfahren, bei dem Blutplasma, d.h. der flüssige Teil des Blutes, von den festen Bestandteilen, den Blutzellen, außerhalb des Körpers getrennt wird. Die Plasmapherese ist eine Option zur Behandlung des MS-Schubes, wenn Medikamente nicht zu einer ausreichenden Besserung führen.
Stoßtherapie mit Kortison: Sind Nebenwirkungen häufig?
Leichte Nebenwirkungen kommen etwa bei der Hälfte der Behandelten vor. Dies sind vor allem Magen-Darm-Beschwerden, Schwitzen, Schlafprobleme und Herzklopfen. Schwerere Nebenwirkungen sind selten.
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MS-Schub: Sollte man lieber sofort mit einer Kortison-Behandlung beginnen?
Von den meisten Ärzten wird die frühe Behandlung mit Kortison empfohlen, wenn sich ein Schub ankündigt. Aber eine Wirksamkeit ist häufig auch noch gegeben, wenn man mit dem Kortison erst mehrere Wochen nach Beginn der Beschwerden beginnt. Vergleichende Studien konnten jedenfalls keine großen Unterschiede belegen.
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MS-Stoßtherapie: Ist es zwingend erforderlich, die Kortison-Dosis nur langsam zu reduzieren?
Nein. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Kortison-Dosis nur langsam reduziert werden sollte, um keine nachteiligen Effekte zu haben. Dieses sogenannte "Ausschleichen" ist aber nach einer jüngeren Studie nicht besser (aber auch nicht schlechter) als ein abruptes Absetzen der Infusionen (Neurology 2003; 60:477-478).
MS-Schub: Wie lange dauert eine sogenannte Stoßtherapie mit Kortison?
Üblicherweise dauert eine Hochdosis- oder Ultrahochdosisbehandlung mit Kortison gegen einen akuten Schub der Multiplen Sklerose drei bis fünf Tage. Anschließend wird die Dosis entweder Schritt für Schritt reduziert und somit "ausgeschlichen" oder sie wird abrupt abgesetzt.
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