Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Multiple Sklerose. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Können Probleme mit dem Stuhlgang mit der Multiplen Sklerose zusammenhängen?
Ja, das ist möglich. Probleme mit dem Stuhlgang sind bei der Multiplen Sklerose (MS) nicht selten. In einem fortgeschritteneren Stadium der MS können auch neurogene Störungen im Bereich des Afters auftreten und an diesen Problemen beteiligt sein.
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Ist eine Blasenstörung als Symptom der Multiplen Sklerose häufig?
Ja. Eine neurogene Blasenstörung entwickeln etwa 70% aller Menschen mit Multipler Sklerose (MS) im Verlauf der Erkrankung. Nicht selten ist die Blasenstörung sogar das Erstsymptom der MS.
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Können häufige Blasenentzündungen ein Hinweis auf eine Multiple Sklerose sein?
Ja, allerdings muss man gleich zu Beginn klar betonen, dass die meisten Blasenentzündungen absolut nichts mit der Multiplen Sklerose (MS) zu tun haben. Auch ein gehäuftes Auftreten hat in der Regel andere Ursachen.
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Was ist eine überaktive Blase?
Bei der sogenannten überaktiven Blase ist der Blasenmuskel (Musculus detrusor) gereizt und spannt sich bereits bei kleinen Urinmengen in der Blase an. Die Betroffenen spüren einen häufigen und starken Harndrang, wobei die Urinmengen eher klein sind.
Wie kann man abschätzen, ob es sich bei neuen Beschwerden um einen Schub handelt?
Es ist nicht immer leicht, bei neu auftretenden Beschwerden anhand der Symptome zu beurteilen, ob es sich um einen neuen Krankheitsschub handelt. Es gilt eine grobe Faustregel, die allerdings auch nicht sonderlich eindeutig ist: Bestehen Beschwerden länger als 24 Stunden, kann es sich um einen Schub handeln.
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Multiple Sklerose: Lässt sich die Zeit zurück drehen?
Mit dem Älterwerden treten im Gehirn Veränderungen auf, die zu einem Abbau der Nervenscheiden führen können. Also genau denjenigen Strukturen, die auch bei der Multiplen Sklerose angegriffen werden. Nun glauben Wissenschaftler, einen Weg gefunden zu haben, die damit verbundenen Schädigungen rückgängig zu machen – zumindest zum Teil.
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Verschwinden die Missempfindungen bei Multipler Sklerose wieder?
Zu Beginn der Krankheit verschwinden die Missempfindungen nach einiger Zeit meist wieder - genauso wie sie gekommen sind. Vor allem in einem späteren Stadium der Multiplen Sklerose kann es aber auch zu bleibenden und damit chronischen Missempfindungen kommen.
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Kann es sein, dass sich Missempfindungen bei der MS immer weiter ausbreiten?
Ja, es ist möglich, dass eine Missempfindung sich zunächst auf ein kleineres Hautareal beschränkt, sich dann aber innerhalb von Tagen und Wochen weiter ausbreitet, etwa auf das Bein oder den Arm.
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Welche Formen von Missempfindungen oder Sensibilitätsstörungen lassen sich bei der MS unterscheiden?
Oberflächliche Missempfindungen (Parästhesien) kommen am häufigsten vor. Dies sind vor allem Kribbelgefühle und das Gefühl des „Ameisenlaufens“.
Wie fühlen sich die Sensibilitätsstörungen bei der Multiplen Sklerose an?
Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Sensibilitätsstörungen bei der Multiplen Sklerose. Recht häufig berichten Betroffene von strumpfartigen Kribbelgefühlen in den Füßen und am Unterschenkel oder handschuhartigen Missempfindungen an den Händen.
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Stimmt es, dass bei Multipler Sklerose Gesichtsschmerzen auftreten können?
Ja, Gesichtsschmerzen entwickeln sich häufiger infolge einer Trigeminusneuralgie, einer Reizung des Gesichtsnervs Nervus Trigeminus. Die Nervenreizung kann allerdings auch im Rahmen anderer Krankheiten oder isoliert vorkommen.
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Bedeutet eine Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis), dass man später Multiple Sklerose bekommt?
Eine Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis) ist ein häufiges Erstsymptom der Multiplen Sklerose (MS). Sie kann aber auch im späteren Verlauf der Krankheit vorkommen. Allerdings heißt das nicht, dass eine Sehnerventzündung auch mit Sicherheit zu einer MS führt.
Bildet sich eine Sehnervenentzündung (Optikusneuritis) von allein wieder zurück?
In den meisten Fällen heilt eine Optikusneuritis von selbst und folgenlos wieder ab. Das kann allerdings einige Wochen, manchmal auch Monate und seltener auch noch länger dauern.
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Wie macht sich eine Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis) bemerkbar?
Eine Entzündung des Sehnervs (oder im Mediziner-Jargon: Optikusneuritis) kommt bei der Multiplen Sklerose in 20-30% der Fälle vor. Oft tritt sie bereits zu Beginn der Krankheit auf, manchmal aber auch erst im weiteren Verlauf.
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Welche Beschwerden können bei Multipler Sklerose an den Augen entstehen?
Bei der Multiplen Sklerose (MS) sind Probleme an den Augen oder mit der Sehfähigkeit ein häufiges Frühsymptom. Allerdings gibt es auch viele Menschen mit MS, die überhaupt keine Einschränkungen in diesem Bereich haben. Spezifisch ist das also nicht.
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Gibt es Symptome, die sicher auf eine Multiple Sklerose hinweisen?
Nein, die gibt es nicht. Jedes mögliche Symptom der Multiplen Sklerose (MS) kann für sich betrachtet meist auch eine Vielzahl anderer Ursachen haben. Sämtliche möglichen Beschwerden sind also zunächst einmal nicht spezifisch für die MS.
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Können bei der Multiplen Sklerose auch mehrere Symptome gleichzeitig auftreten?
Ja, das ist sogar meistens der Fall. Eher seltener kommt es bei der Multiplen Sklerose (MS) nur zu einem einzigen Symptom wie z.B. einer Entzündung des Sehnervs.
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Was ist das häufigste Erstsymptom der Multiplen Sklerose?
Die häufigsten Erstsymptome der Multiplen Sklerose (MS) sind im folgenen aufgelistet. Allerdings treten diese bei weitem nicht immer auf.
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Sind die Beschwerden bei Multipler Sklerose so charakteristisch, dass man sie sofort erkennt?
Leider nein. "Leider" deshalb, weil das oft eine längere Zeit der Ungewissheit bedeutet, in der man von Untersuchung zu Untersuchung rennt, bis endlich klar ist, ob es sich um eine Multiple Sklerose (MS) oder etwas anderes handelt.
Wie erkenne ich einen Schub?
Ein Schub bei der Multiplen Sklerose bezeichnet das Entstehen eines oder mehrerer Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark. Gleichzeitig kommt es zu körperlichen Beschwerden oder neurologischen Funktionsbeeinträchtigungen.
Bekommt man bei der Multiplen Sklerose Anfälle?
Nein, Anfälle gibt es bei der Multiplen Sklerose in der Regel nicht (abgesehen von einem seltenen Symptom mit sogenannten Hirnstammanfällen). Es gibt aber sogenannte Schübe, bei denen neue Entzündungsherde auftreten und deshalb mehr oder minder ausgeprägte Symptome und Beschwerden bestehen.
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Was ist eine chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI)?
Die chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI) ist die Bezeichnung für eine Theorie zur Entstehung der Multiplen Sklerose (MS). Sie ist nicht nur sprachlich eine Zumutung, sondern auch höchst umstritten.
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Ist die Multiple Sklerose vermeidbar?
Viele Menschen, die eine Multiple Sklerose bekommen haben, stellen sich die Frage "Bin ich schuld?" oder "Was habe ich falsch gemacht?". Die Antwort lautet: "Nichts. Es gibt keine Schuld."
Warum sind Frauen häufiger von einer Multiplen Sklerose betroffen als Männer?
Warum Frauen häufiger an einer Multiplen Sklerose (MS) erkranken als Männer, ist trotz intensiver Forschung zu diesem Thema bislang nicht eindeutig geklärt.
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Kann man auch noch in höherem Alter an Multipler Sklerose erkranken?
Ja, allerdings erkranken ältere Menschen nur sehr selten an der Multiplen Sklerose (MS). Ab einem Alter von 40 Jahren wird die Krankheit immer seltener, ab 60 Jahren ist die Anzahl der neu auftretenden MS-Fälle verschwindend gering.
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Können auch Kinder und Jugendliche eine Multiple Sklerose entwickeln?
Ja, aber das ist vergleichsweise selten. In den allermeisten Fällen liegt der Erkrankungsbeginn bei Multipler Sklerose (MS) im jungen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren.
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Ist die Häufigkeit der MS überall auf der Welt gleich?
Nein, es gibt Regionen und Völker, bei denen die Krankheit kaum vorkommt und andere, bei denen die Multiple Sklerose (MS) deutlich häufiger auftritt.
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Wie häufig kommt die Multiple Sklerose vor?
Die Multiple Sklerose (MS) ist keine seltene Erkrankung und in Deutschland nach der Epilepsie die häufigste neurologische Krankheit. Nach Schätzungen sind weltweit 2,5 Millionen erkrankt. In Deutschland leben über 130.000 Manchen mit der Diagnose.
Bedeutet Multiple Sklerose automatisch Behinderung?
Nein, keinesfalls ist die Multiple Sklerose (MS) gleichbedeutend damit, eines Tages behindert zu sein. Bei einem Großteil der Menschen mit MS wird die Erkrankung von anderen Personen nicht einmal bemerkt (was natürlich auch als problematisch erlebt werden kann).
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Macht die Multiple Sklerose dumm?
Klares Nein. Die Multiple Sklerose (MS) kann zu verschiedenen Einschränkungen führen, die Intelligenz ist davon aber von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht betroffen.
Ist die Multiple Sklerose eine psychische Krankheit?
Nein, mit einer "Geisteskrankheit" hat die Multiple Sklerose (MS) nichts zu tun. MS ist eine körperliche Erkrankung, bei der Nervenzellen des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) entzündlich geschädigt werden.
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Ist die Multiple Sklerose eine tödliche Krankheit?
Nein, die chronischen Entzündungen bei der Multiplen Sklerose (MS) können zwar bleibende Beeinträchtigungen nach sich ziehen, führen aber in der Regel nicht zum Tod. Todesfälle kommen ganz selten bei sehr schweren Verläufen vor, stellen aber die absolute Ausnahme dar.
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Was ist die Ursache der Multiplen Sklerose?
Warum habe ich MS? Das ist eine Frage, die sich fast alle Menschen mit Multipler Sklerose stellen. Leider gibt es darauf aber keine befriedigende Antwort. Die genauen Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) sind nach wie vor ungeklärt.
Können alle Bereiche des zentralen Nervensystems von der Multiplen Sklerose betroffen sein?
Ja, innerhalb des zentralen Nervensystems, also im Gehirn und Rückenmark kann es in allen Bereichen zu Entzündungen im Rahmen der Multiplen Sklerose (MS) kommen.
Multiple Sklerose: Neues Medikament verringert Schübe
Ein internationales Wissenschaftler-Team unter Federführung der Universität Basel hat ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) getestet. Das Fazit: Es vermindert im Vergleich zu bisherigen Wirkstoffen die aktiven MS-Herde und die Schubhäufigkeit.
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Immunsystem umerziehen: Neuer Therapieansatz bei Multipler Sklerose und Psoriasis
Obwohl Schuppenflechte und Multiple Sklerose ganz unterschiedliche Krankheiten sind, haben sie etwas gemein: Sie sind beides Autoimmunerkrankungen. Das bedeutet, sie beruhen auf Entzündungen, die durch ein gestörtes Verhalten unseres Immunsystems entstehen, das sich gegen den eigenen Körper wendet. Wissenschaftler haben nun den genauen Entstehungsprozess etwas besser entschlüsselt. Schon bald sollen Medikamente zur Verfügung stehen, mit denen man die Krankheiten besser behandeln kann.
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Was bedeutet Demyelinisierung?
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine demyelinisierende Erkrankung. Demyelinisierung bedeutet, dass die Schutzhüllen der Nerven angegriffen werden.
Sind bei der Multiplen Sklerose alle Nerven im Körper betroffen?
Nein, bei der Multiplen Sklerose (MS) beschränkt sich der Krankheitsprozess auf die Nervenscheiden und Nerven des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark).
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Welche Nerven sind bei der Multiplen Sklerose betroffen?
Bei der Multiplen Sklerose (MS) ist der ursächliche Krankheitsprozess im zentralen Nervensystem lokalisiert. Also im Rückenmark und im Gehirn. Gehirn und Rückenmark sind wichtige Schaltzentralen, die für Bewegung, Sprechen, Hören, Sehen, Fühlen und vieles mehr unabdingbar sind.
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Wie entsteht die Multiple Sklerose (MS)?
Bei der Multiplen Sklerose (MS) greifen körpereigene Abwehrzellen des Immunsystems (T-Zellen) die Nervenscheiden (Myelinscheiden) an. Die Myelinscheiden sind im Prinzip die Hüllen, die die Nervenfasern von außen schützen.
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