Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Multiple Sklerose. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Messung der Nervenleitung: Neues Verfahren zur Früherkennung der MS
Die Multiple Sklerose (MS) wird häufig erst drei bis vier Jahre nach dem Auftreten der ersten Symptome vom Arzt erkannt. Die ersten Anzeichen sind oft so vage, dass sie mit denen anderer Krankheiten verwechselt werden können. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung berichtet nun über ein Verfahren, das angeblich schnell und genau eine MS nicht nur nachweisen, sondern auch die Entwicklung der Krankheit abschätzen kann.
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Wie schnell schreitet eine Multiple Sklerose normalerweise voran?
Darauf gibt es keine vernünftige Antwort. Häufig schreitet die MS über viele Jahre so gut wie gar nicht voran, oder geht nach einem Schub wieder in eine fast stumme Phase über. Aber es gibt natürlich auch ungünstigere Verläufe. Das ist individuell so unterschiedlich, dass sich eine allgemeine Prognose fast verbietet.
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Was bedeutet bei der Multiplen Sklerose die EDSS-Skala?
Die EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale) ist eine Einteilung zur Beurteilung des Behindertengrades. Sie wird manchmal von Ärzten benutzt, um den Erfolg der Behandlung zu beurteilen. Wenn überhaupt, macht das aber nur Sinn, wenn die MS sehr stark voranschreitet oder vorangeschritten ist. Also längst nicht immer.
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Wie läuft eine Kortison-Stoßtherapie (Pulstherapie) konkret ab?
Das Procedere beginnt meist einen Tag vor der eigentlichen Behandlung mit einer Blut- und Urinuntersuchung. Dabei werden vor allem die Blutzellen, die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Urin auf Infektionszeichen untersucht. Da Kortison das Immunsystem stark schwächt, ist es sehr wichtig, vorher mögliche Infekte auszuschließen.
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Stimmt es, dass der Blutzucker unter einer Kortison-Behandlung ansteigen kann?
Ja. Insbesondere bei einer hochdosierten Kortison-Behandlung kann der Zuckerwert im Blut manchmal sogar erheblich ansteigen. Denn unter dem Kortison-Einfluss werden Energiereserven in Zucker umgewandelt.
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Welche Vor- und Nachteile haben Kortison-Spritzen in den Rückenmarkskanal?
Spezialisierte Kliniken und Fachärzte bieten manchmal eine Kortison-Behandlung bei Multipler Sklerose an, bei der das Kortison direkt in den Nervenwasserraum (Liquor-Raum) gegeben wird. Wie bei der Lumbalpunktion wird eine Stelle der Lendenwirbelsäule punktiert und das Medikament eingespritzt.
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Darf Fingolimod mit anderen MS-Medikamenten kombiniert werden?
Nein, zumindest nicht mit anderen Mitteln, die ebenfalls das Imunsystem unterdrücken, und das sind ja praktisch alle. Fingolimod (Gilenya®) ist derzeit zugelassen für die "Eskalationsbehandlung" der Multiplen Sklerose (wenn also die Basistherapie nicht ausreichend wirkt) und darf dann nicht mit anderen Medikamenten ähnlicher Ausprägung kombiniert werden. Das gilt nicht nur für andere MS-Medikamente, sondern generell für alle anderen Arzneistoffe, die das Immunsystem hemmen.
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MS: Warum ist Fingolimod nicht als Basismedikament zugelassen?
Die Zulassungsstudien ergaben, dass Fingolimod (Gilenya®) teilweise zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann, so zum Beispiel am Herzen. Vor allem deshalb ist das Medikament nach aktueller Einschätzung nicht als Basismedikament geeignet.
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Wann darf man Fingolimod (Gilenya®) nicht einnehmen?
Es gibt eine ganze Reihe an Situationen oder Vorerkrankungen, bei denen Fingolimod nicht eingenommen werden darf. Dazu gehören:
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Was tun, wenn ich eine Tablette Fingolimod vergessen habe?
Wenn Sie die Einnahme von Fingolimod (Gilenya®) vergessen haben, ist die beste Reaktion, nichts zu tun. Also nicht etwa die Tablette deutlich später oder gar am nächsten Tag "nachzuschlucken".
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Welche Nebenwirkungen können unter Fingolimod auftreten?
Auch wenn Fingolimod (Gilenya®) in einer Dosierung von 0,5 mg pro Tag im allgemeinen gut verträglich ist, können im Einzelfall auch schwere Nebenwirkungen auftreten.
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Welchen Vorteil hat Fingolimod gegenüber anderen Medikamenten der Eskalationstherapie?
Eine sogenannte Eskalationstherapie kann dann notwendig sein, wenn es trotz der Behandlung mit Basismedikamenten wie Interferon zu einer Krankheitsprogression kommt. Ob man sich dann für eine solche "Eskalation" entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber wenn ja, dann ist auch das recht neue Medikament Fingolimod (Gilenya®) eine Option.
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Was für ein Medikament ist Fingolimod (Gilenya®) und für wen ist es geeignet?
Fingolimod (Handelsname: Gilenya®) ist ein noch recht neuer Wirkstoff zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Es handelt sich wie bei den meisten anderen MS-Medikamenten auch um ein Immunsuppressivum, also ein Mittel, das das Immunsystem unterdrückt. Fingolimod richtet sich insbesondere gegen die Lymphozyten und hindert diese Abwehrzellen an der Einwanderung ins zentrale Nervensystem.
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