Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Multiple Sklerose auf einen Blick

Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Multiple Sklerose.

Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein.

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Auf welche Weise wirkt Alemtuzumab (Lemtrada) gegen Multiple Sklerose?

Alemtuzumab (Handelsname: Lemtrada®) ist ein monoklonaler Antikörper. Er richtet sich gegen körpereigene Abwehrzellen, wirkt also wie ein Immunblocker. Damit entspricht Alemtuzumab dem Grundprinzip, das fast allen Medikamenten gegen Multiple Sklerose (MS) zu eigen ist.

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MS-Therapie: Was ist eine PML?

Die Progressive Multifokale Leukenzephalopathie, kurz PML, ist eine gefürchtete Infektion des zentralen Nervensystems. Der Erreger ist ein Virus, das sogenannte JC-Virus. JC ist von dem Namen des Patienten abgeleitet, bei dem sich das Virus erstmals nachweisen ließ.

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Gilenya (Fingolimod): eine kritische Bewertung

Gilenya (Fingolimod)

Gilenya® enthält den Wirkstoff Fingolimod. Das Medikament ist zugelassen zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (MS) – allerdings nur, wenn es unter der üblichen Basistherapie (mit Interferon oder Glatiramerazetat/Copaxone®) zu einer deutlichen Verschlechterung kommt oder die MS insgesamt sehr schwer verläuft. Gilenya® ist seit 2011 auf dem Markt.

Unsere Zusammenfassung basiert auf einer Bewertung des „Arzneitelegramms“, einer der wenigen pharmakritischen Arzt-Fachzeitschriften in Deutschland.

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Tecfidera (Dimethylfumarat): eine kritische Bewertung

Medikamenten-Check: Tecfidera (Dimethylfumarat)

Tecfidera® enthält den Wirkstoff Dimethylfumarat. Das Medikament ist zugelassen zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (MS). Es ist seit Februar 2014 auf dem Markt.

Unsere Zusammenfassung basiert auf einer Bewertung des „Arzneitelegramms“, einer der wenigen pharmakritischen Arzt-Fachzeitschriften in Deutschland.

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Helfen Antibiotika bei MS?

Ja, das ist durchaus möglich – zumindest deuten einige Studien auf die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika bei Multipler Sklerose (MS) hin.

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Progressive Multiple Sklerose: Weltweite Forschungs-Initiative gestartet

Die chronische Form der Multiplen Sklerose führt in der wissenschaftlichen Erforschung leider immer noch ein Schattendasein. Ein großangelegter und mit 22 Millionen Euro finanzierter Zusammenschluss von verschiedenen Arbeitskreisen international führender Universitätskliniken soll das nun ändern.

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Gute und schlechte Fresszellen: Neue Erkenntnisse in der MS-Forschung

US-Amerikanischen Wissenschaftlern gelangen jüngst möglicherweise wegweisende Entdeckungen in der MS-Forschung: Makrophagen, eine bestimmte und zentral wichtige Form von Immunzellen, existieren offenbar in zwei entgegengesetzt wirkenden Arten. Die „gute“ Form dieser, auch als „große Fresszellen“ bekannten, Zellen schützt dabei offenbar die Nervenfasern vor körpereigenen Angriffen, wohingegen die „schlechten“ diese selbst zerstören.

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Daclizumab HYP zeigt auch in Phase-3-Studie positive Effekte

Weitere Ergebnisse der großangelegten sogenannten DECIDE-Studie sind nun veröffentlicht: Demnach reduziert das Medikament "Daclizumab high yield process" (kurz DAC HYP) sowohl die Schubrate als auch die Krankheitsaktivität bei MS über zwei bis drei Jahre signifikant.

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CIMT-Therapie bei progressiver MS: Deutliche Verbesserung der Mobilität durch spezielles Training

„In den Defekt hinein trainieren“: In der Schlaganfall-Behandlung ist das Prinzip schon länger bekannt und erfolgreich im Einsatz. Hierbei wird z.B. bei Lähmung eines Arms bewusst der gesunde Arm verbunden, sodass der Patient zwangsläufig den eingeschränkten anderen Arm nutzen und damit trainieren muss. Der Name dieser Methode ist CIMT (constraint-induced movement therapy, übersetzt etwa: Beschränkungsbedingte Bewegungstherapie).

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MS und Alternativmedizin: Neue Richtlinien zeigen auf, was nachweislich hilft

Die größte Neurologen-Gesellschaft der USA hat mehrere häufig bei MS verwendete Methoden der sogenannten Komplementärmedizin wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Daraus wurden aktuelle Guidelines für Ärzte und Patienten zusammengestellt. Grundlage waren alle verfügbaren Studienergebnisse zu den jeweiligen Themen in Zusammenhang mit der Anwendung bei Multipler Sklerose. Diese wurden von dem Experten-Team sorgfältig geprüft bezüglich Nutzen, Sicherheit, Nebenwirkungen sowie der Frage, für welche Beschwerden die jeweiligen Mittel empfehlenswert bzw. eher ungeeignet seien.

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Alkoholkonsum geht offenbar mit niedrigerer MS-Rate einher

Eine große schwedische Studie hat einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von Alkohol und einer damit einhergehenden kleineren Wahrscheinlichkeit einer späteren MS-Erkrankung festgestellt. Für die Untersuchung wurden rückwirkend sogenannte Lifestyle-Daten von 6.619 MS-Patienten sowie 7.007 gesunden Kontrollpersonen aus zwei vorangegangenen Studien verglichen.

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Neue Richtlinie bietet Übersicht über vielfältige emotionale Störungen bei MS

Psychische Funktionsstörungen kommen bei Menschen mit Multipler Sklerose deutlich häufiger vor als bei der Durchschnittsbevölkerung. Diese zu erkennen und effektive Hilfen aufzuzeigen ist das Ziel einer gerade publizierten Leitlinie der weltgrößten neurologischen Gesellschaft, der American Academy of Neurology (AAN).

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Wie läuft eine Kortison-Stoßtherapie (Pulstherapie) konkret ab?

Das Procedere beginnt meist einen Tag vor der eigentlichen Behandlung mit einer Blut- und Urinuntersuchung. Dabei werden vor allem die Blutzellen, die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Urin auf Infektionszeichen untersucht. Da Kortison das Immunsystem stark schwächt, ist es sehr wichtig, vorher mögliche Infekte auszuschließen.

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MS: Was versteht man unter Eskalationstherapie?

Eine Eskalationstherapie bei der Multiplen Sklerose bedeutet eine Erweiterung der Immunbehandlung. Das kommt immer dann in Betracht, wenn die üblichen Basismedikamente (vor allem Interferon oder Glatirameracetat) nur unzureichend wirksam sind oder ihre Wirksamkeit über die Jahre nachgelassen hat.

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Wie kann man abschätzen, ob es sich bei neuen Beschwerden um einen Schub handelt?

Es ist nicht immer leicht, bei neu auftretenden Beschwerden anhand der Symptome zu beurteilen, ob es sich um einen neuen Krankheitsschub handelt. Es gilt eine grobe Faustregel, die allerdings auch nicht sonderlich eindeutig ist: Bestehen Beschwerden länger als 24 Stunden, kann es sich um einen Schub handeln.

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Verschwinden die Missempfindungen bei Multipler Sklerose wieder?

Zu Beginn der Krankheit verschwinden die Missempfindungen nach einiger Zeit meist wieder - genauso wie sie gekommen sind. Vor allem in einem späteren Stadium der Multiplen Sklerose kann es aber auch zu bleibenden und damit chronischen Missempfindungen kommen.

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Welche Formen von Missempfindungen oder Sensibilitätsstörungen lassen sich bei der MS unterscheiden?

Oberflächliche Missempfindungen (Parästhesien) kommen am häufigsten vor. Dies sind vor allem Kribbelgefühle und das Gefühl des „Ameisenlaufens“.

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Wie fühlen sich die Sensibilitätsstörungen bei der Multiplen Sklerose an?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Sensibilitätsstörungen bei der Multiplen Sklerose. Recht häufig berichten Betroffene von strumpfartigen Kribbelgefühlen in den Füßen und am Unterschenkel oder handschuhartigen Missempfindungen an den Händen.

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Was ist das häufigste Erstsymptom der Multiplen Sklerose?

Die häufigsten Erstsymptome der Multiplen Sklerose (MS) sind im folgenen aufgelistet. Allerdings treten diese bei weitem nicht immer auf.

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Sind die Beschwerden bei Multipler Sklerose so charakteristisch, dass man sie sofort erkennt?

Leider nein. "Leider" deshalb, weil das oft eine längere Zeit der Ungewissheit bedeutet, in der man von Untersuchung zu Untersuchung rennt, bis endlich klar ist, ob es sich um eine Multiple Sklerose (MS) oder etwas anderes handelt.

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Wie erkenne ich einen Schub?

Ein Schub bei der Multiplen Sklerose bezeichnet das Entstehen eines oder mehrerer Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark. Gleichzeitig kommt es zu körperlichen Beschwerden oder neurologischen Funktionsbeeinträchtigungen.

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Ist die Multiple Sklerose eine tödliche Krankheit?

Nein, die chronischen Entzündungen bei der Multiplen Sklerose (MS) können zwar bleibende Beeinträchtigungen nach sich ziehen, führen aber in der Regel nicht zum Tod. Todesfälle kommen ganz selten bei sehr schweren Verläufen vor, stellen aber die absolute Ausnahme dar.

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Ist es zu Beginn der Erkrankung möglich, den weiteren Verlauf einzuschätzen?

Leider nein. Es gibt zum Zeitpunkt der Diagnosestellung in den meisten Fällen so gut wie keine sicheren Anhaltspunkte, wie sich die MS weiter entwickeln wird.

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Wodurch entsteht bei MS eine Spastik?

Spastische Erhöhungen der Muskelspannung sind eines der häufigsten Symptome bei Multipler Sklerose. Sie entstehen durch MS-Herde in der sogenannten Pyramidenbahn, einer bestimmten Hirnstruktur, die die Bewegungssteuerung und das muskuläre System im Körper regelt.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen die Spastik?

Spastische Erhöhungen der Muskelspannung sind eines der häufigsten Symptome bei Multipler Sklerose. Prinzipiell können sie mit krankengymnastischen Übungen und mit Medikamenten behandelt werden.

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Wie wird die primär progrediente MS behandelt?

Die primär progrediente Multiple Sklerose ist leider nur schwierig zu behandeln. Die üblichen Langzeit-Medikamente haben nur geringen Einfluss auf den Verlauf.

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Wann muss ein MS-Schub mit Kortison-Präparaten (Glukokortikoiden) behandelt werden?

Wenn ein akuter Schub der Multiplen Sklerose "nur" mit Sensibilitätsstörungen einhergeht, kann auf Kortison-Präparate (und auch andere starke Entzündungshemmer) in aller Regel verzichtet werden. Bei Bewegungsstörungen oder anderen funktionellen Beeinträchtigungen können Glukokortikoide dagegen als Pulstherapie (kurzfristig hochdosiert) sinnvoll sein.

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Wie wird festgestellt, ob ich eine MS habe?

Ob bei Auftreten bestimmter Verdachtsmomente tatsächlich eine Multiple Sklerose vorliegt oder nicht, ist oft nicht einfach festzustellen. Von Medizinern wurden deshalb diagnostische Kriterien entwickelt, die die Aussage objektivieren sollen. Diese sogenannten McDonald-Kriterien sind unter folgendem Link näher beschrieben: McDonald-Kriterien

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Gibt es etwas, was die Diagnose Multiple Sklerose "beweist"?

Es gibt keinen einzelnen Befund, der eine Multiple Sklerose beweist. Zur Diagnosesicherung werden stattdessen verschiedene Befunde kombiniert betrachtet. Näher definiert ist das in den McDonald-Kriterien.

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Verdacht auf MS: Welche anderen Erkrankungen können dahinter stecken?

Nicht alles, was wie eine Multiple Sklerose erscheint, ist auch eine MS. Die sogenannte Differentialdiagnose, also die exakte Klärung, welche Erkrankung oder Störung tatsächlich hinter den Beschwerden steckt, ist leider oftmals kompliziert und langwierig.

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Was sind die McDonald-Kriterien?

Die McDonald-Kriterien dienen dazu, die Diagnose einer Multiplen Sklerose zu sichern oder auszuschließen. Es handelt sich um eine ganze Reihe an Symptomen und Befunden, die, je nachdem, wie viele und welche davon auftreten, für oder gegen eine MS sprechen.

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Welche Blutmarker werden bei Abklärung einer möglichen MS bestimmt?

Zwar kann die Blutuntersuchung keinen Beweis liefern, ob eine Multiple Sklerose vorliegt oder nicht. Dennoch ist sie fester Bestandteil in der MS-Diagnostik - nicht zuletzt, um andere mögliche Ursachen für die Beschwerden abzuklären.

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Verdacht auf Multiple Sklerose: Was bringt die Magnetresonanztomographie (MRT)?

Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich MS-Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark nachweisen. Die MRT gilt deshalb als wichtigstes bildgebendes Verfahren in der MS-Diagnostik bzw. der Abklärung, ob eine Multiple Sklerose vorliegt.

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Was sind typische MRT-Befunde bei Multipler Sklerose?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) kann MS-Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark nachweisen. Typisch für Multiple Sklerose sind sogenannte periventrikuläre Entzündungsherde (neben den Seitenventrikeln, einer bestimmten Hirnregion, gelegen).

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Gibt es einen Bluttest auf Multiple Sklerose?

Nein. Eine Multiple Sklerose kann nur anhand von bildgebender Diagnostik (v.a. Magnetresonanztomographie) in Kombination mit dem neurologischen Beschwerdebild gestellt werden. Blutuntersuchungen dienen - wenn überhaupt - eher dazu, andere Erkrankungen auszuschließen.

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